Hanns Zischler ist ein deutscher Filmschauspieler, der am 18. Juni 1947 in Nürnberg geboren wurde. Zischler wuchs als Sohn eines Steinbruchbesitzers im fränkischen Langenaltheim auf. Nach dem Tod seiner Mutter besuchte er Internate, wo sein Interesse an Musik und Philosophie geweckt wurde. Später studierte er in München und Berlin verschiedene Geisteswissenschaften. Seine berufliche Laufbahn begann als Lektor und Übersetzer, bevor er 1968 an die Berliner Schaubühne wechselte. Dort arbeitete er als Assistent für Peter Stein und Klaus Michael Grüber. 1976 inszenierte er zusammen mit Harun Farocki Theaterstücke in Karlsruhe und Basel. Zischler verließ das Theater, weil er nicht dauerhaft in geschlossenen Räumen arbeiten wollte. Seit den 1970er-Jahren war Zischler in zahlreichen deutschen Filmen zu sehen, unter anderem von Wim Wenders und Rudolf Thome. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Rollen in Filmen von Claude Chabrol und Steven Spielberg, wie beispielsweise in "München" (2005). Er spielte auch in der schwedischen Krimiserie "Kommissar Beck" mit. Im Film "Hilde" (2009) verkörperte er den UFA-Filmproduzenten Erich Pommer. Zischler zeichnet sich durch seine große Bandbreite aus, die von Lesungen und Chansons bis hin zu Übersetzungen und Monografien reicht. Neben seiner Arbeit als Schauspieler und Sprecher gründete Zischler 2006 erneut den Alpheus Verlag in Berlin. Er lebte seit 1968 in Berlin, war mit der Landschaftsarchitektin Regina Poly verheiratet und hatte einen Sohn, Julian Middendorf, der ebenfalls künstlerisch tätig war. 2021 beteiligte er sich an der Aktion #allesdichtmachen. Zischler wurde im Laufe seiner Karriere mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Baur-Preis, dem Heinrich-Mann-Preis und dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.
Hanns Zischler wurde in Nürnberg, Deutschland, geboren.
Filme mit Hanns Zischler
1970: Summer in the City, Regie: Wim Wenders 1976: Im Lauf der Zeit, Regie: Wim Wenders 1978: Die linkshändige Frau, Regie: Peter Handke 1978: Les Rendez-vous d’Anna, Regie: Chantal Akerman 1979: David, Regie: Peter Lilienthal 1979: Ich räume auf, Regie: Georg Brintrup 1980: Berlin Chamissoplatz, Regie: Rudolf Thome 1981: Malevil, Regie: Christian de Chalonge 1981: Engel aus Eisen, Regie: Thomas Brasch 1981: Kalt wie Eis, Regie: Carl Schenkel 1982: Domino, Regie: Thomas Brasch 1982: Doktor Faustus, Regie: Franz Seitz 1983: Die flambierte Frau, Regie: Robert van Ackeren 1983: System ohne Schatten, Regie: Rudolf Thome 1984: Das Autogramm, Regie: Peter Lilienthal
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1985: Leidenschaften, Regie: Liliana Cavani 1986: Kir Royal (Fernsehserie, Folge 3 – Das Volk sieht nichts) 1986: Tarot, Regie: Rudolf Thome 1987: Das Treibhaus, Regie: Peter Goedel 1987: Berlin, Regie: Philippe J. Grandrieux 1988: Die Venusfalle, Regie: Robert van Ackeren 1988: Der schwarze Milan (Milan Noir), Regie: Ronald Chammah 1988: Himmelsheim 1989: Der Leibwächter, Regie: Adolf Winkelmann 1989: 1997: Derrick (Fernsehserie, vier Folgen) 1989: Franziskus, Regie: Liliana Cavani 1989: Das Offene Universum, Regie: Klaus Wyborny 1989: Der Rosengarten, Regie: Fons Rademakers 1990: Hitlerjunge Salomon, Regie: Agnieszka Holland 1990: Dr. M, Regie: Claude Chabrol 1990: Das Haus am Watt, Regie: Sigi Rothemund (Fernsehfilm) 1991: Ende der Unschuld, Regie Frank Beyer 1991: Deutschland Neu(n) Null, Regie: Jean-Luc Godard 1992: Abgetrieben, Regie: Norbert Kückelmann 1992: Herzsprung 1992: Der König von Bärenbach (Fernsehserie) 1992: Tatort: Bienzle und der Biedermann, Regie: Peter Adam 1992: Salz auf unserer Haut (Salt on Our Skin), Regie: Andrew Birkin 1993: In weiter Ferne, so nah!, Regie: Wim Wenders 1993: Die Denunziantin 1993: Der Zementgarten (The Cement Garden), Regie: Andrew Birkin 1993: Stunde der Füchse, Regie Detlef Rönfeldt 1994: Der Blaue, Regie: Lienhard Wawrzyn 1994: 2003: Ein Fall für zwei (Fernsehserie, drei Folgen) 1994: Charlie & Louise – Das doppelte Lottchen, Regie: Joseph Vilsmaier 1996: Die Tunnelgangster von Berlin, Regie: Menahem Golan (Fernsehfilm) 1996: Nach uns die Sintflut, Regie: Sigi Rothemund (Fernsehfilm) 1996: Der Clown, Regie: Hermann Joha (Fernsehfilm) 1997: Tatort: Mordsgeschäfte, Regie: Jürgen Brauer 1997: Tatort: Schlüssel zum Mord, Regie: Sylvia Hoffman 1997: Kidnapping – Ein Vater schlägt zurück, Regie: Cinzia Th. Torrini 1998: 23 – Nichts ist so wie es scheint, Regie: Hans-Christian Schmid 1998: Der Alte – Folge 238: Der Mann mit dem Hund (Regie: Vadim Glowna) 1998: Tatort: Blick in den Abgrund, Regie: Jürgen Brauer 1998: Tatort: Der zweite Mann, Regie: Sylvia Hoffman 1998: Polizeiruf 110: Mordsmäßig Mallorca, Regie: Ulrich Stark 1999: Ein Hauch von Sonnenschein (The Taste of Sunshine), Regie: István Szabó 1999: No Sex, Regie: Josh Broecker (Fernsehfilm) 2000: Jahrestage, Regie: Margarethe von Trotta (Fernsehfilm) 2000: Paradiso – Sieben Tage mit sieben Frauen, Regie: Rudolf Thome 2001: Der schöne Tag, Regie: Thomas Arslan 2001: Taking Sides – Der Fall Furtwängler, Regie: István Szabó 2001: Der Tanz mit dem Teufel, Regie: Peter Keglevic 2001: Sulla, Regie: Klaus Wyborny 2002: Der Stellvertreter, Regie: Costa-Gavras 2002: Zwei Seiten der Liebe, Regie: Bodo Fürneisen 2002: Edel & Starck (Episode Der Mantel des Schweigens) 2002: 666 – Traue keinem, mit dem du schläfst!, Regie: Rainer Matsutani 2002: Ripley’s Game, Regie: Liliana Cavani 2002: Väter, Regie: Dani Levy 2002: Saltimbank, Regie: Jean-Claude Biette 2003: Rot und Blau, Regie: Rudolf Thome 2003: Novaks Ultimatum, Regie: Andreas Prochaska 2003: Es wird etwas geschehen, Regie: Roland Gießer (Kurzfilm) 2003: Kleine Wunden (Petites coupures), Regie: Pascal Bonitzer 2004: Frau fährt, Mann schläft, Regie: Rudolf Thome 2004: Die fetten Jahre sind vorbei, Regie: Hans Weingartner 2004: Walk on Water, Regie: Eytan Fox 2004: Küss mich, Kanzler, Regie: Ulrich Stark (Fernsehfilm) 2004: Apokalypse Eis (Post Impact), Regie: Christoph Schrewe 2005: München, Regie: Steven Spielberg 2005: Heiraten macht mich nervös, Regie: Ariane Zeller (Fernsehfilm) 2006: Eine Krone für Isabell 2007: Tarragona – Ein Paradies in Flammen, Regie: Peter Keglevic 2007: Die Flucht, Regie: Kai Wessel (Fernsehfilm) 2008: Dr. Psycho – Die Bösen, die Bullen, meine Frau und ich (Fernsehserie, fünf Folgen) 2008: Tage des Zorns (Flammen og Citronen), Regie: Ole Christian Madsen 2008: Im Winter ein Jahr, Regie: Caroline Link 2008: Die Hetzjagd (La traque), Regie: Laurent Jaoui 2008: Commissario Laurenti – Der Tod wirft lange Schatten 2008: Todsünde, Regie: Matti Geschonneck 2008: Tatort: Häschen in der Grube, Regie: Dagmar Knöpfel 2009: Hilde, Regie: Kai Wessel 2009: Entführt, Regie: Matti Geschonneck (Fernsehfilm) 2010: Hinter blinden Fenstern, Regie: Matti Geschonneck (Fernsehfilm) 2010: Aghet – Ein Völkermord, Regie: Eric Friedler 2010: Das rote Zimmer, Regie: Rudolf Thome 2010: Küstenwache (Fernsehserie, eine Folge) 2010: Im Schatten, Regie: Thomas Arslan 2010: Wilde Wellen – Nichts bleibt verborgen (Fernsehserie, vier Folgen) 2011: In der Welt habt ihr Angst, Regie: Hans W. Geißendörfer 2011: Nils Holgerssons wunderbare Reise, Regie: Dirk Regel 2011: Bastard, Regie: Carsten Unger 2011: Playoff, Regie: Eran Riklis 2012: Zettl, Regie: Helmut Dietl 2012: Der Fall Jakob von Metzler, Regie: Stephan Wagner 2012: Rommel, Regie: Niki Stein 2013: Grenzgang, Regie: Brigitte Maria Bertele 2013: Die Frau hinter der Wand, Regie: Grzegorz Muskala (Fernsehfilm) 2013: George, Regie: Joachim A. Lang (Fernsehfilm) 2014: Kreuzweg, Regie: Dietrich Brüggemann 2014: Die Wolken von Sils Maria (Sils Maria), Regie: Olivier Assayas 2014: Stille Nächte, Regie: Horst Johann Sczerba (Fernsehfilm) 2015: Brief an mein Leben, Regie: Urs Egger (Fernsehfilm) 2015: Outside the Box, Regie: Philip Koch 2016: Auf einmal, Regie: Asli Özge 2016: Die Kanzlei: Falsche Freunde 2017: Crash Test Aglaé, Regie: Èric Gravel 2017: Babylon Berlin, Regie: Tom Tykwer u. a. (Fernsehreihe) 2017: Keine zweite Chance (Fernsehzweiteiler) 2018: Cecelia Ahern: Ein Moment fürs Leben, Regie: Jophi Ries (Fernsehfilm) 2018: Katie Fforde – Ziemlich beste Freundinnen, Regie: Frauke Thielecke (Fernsehreihe) 2018: Der große Rudolph, Regie: Alexander Adolph 2018: Whatever Happens Next, Regie: Julian Pörksen 2018: Solo für Weiss – Für immer Schweigen (Fernsehreihe) 2019: Mein Ende. Dein Anfang. 2019: Polizeiruf 110 – Heimatliebe (Fernsehreihe) 2019: Prof. Wall im Bordell, Regie: Stefan Krohmer 2019: Die neue Zeit (Fernsehserie) 2020: Letzte Spur Berlin – „Alibi“ und „Memory“ 2021: Nö 2021: Un lugar llamado Dignidad 2021: Schwarze Insel 2021: Le Prince 2021: Gefährliche Wahrheit (Drama, ZDF/arte; Regie: Jens Wischnewski) 2021: Die Chefin: Der Wolf 2022: Servus Papa, See You in Hell 2023: Die Theorie von Allem 2023: Am Ende wird alles sichtbar 2023: Black Box 2024: Cranko
Cast & Crew beim Photo Call zu Masaryk / A Prominent Patient bei der Berlinale 2017:
Rudolf Biermann (Produzent/Producer)
Petr Kolečko (Drehbuchautor/Screenwriter)
Julius Ševčík (Regisseur,Drehbuchautor/Director,Screenwriter)
Hanns Zischler (Schauspieler/Actor)
Arly Jover (Schauspielerin/Actress)
Karel Roden (Schauspieler/Actor)
Hanns Zischler ist ein 🙋♂️ deutscher Schauspieler, Regisseur und Hörspielsprecher
Wie alt ist Hanns Zischler?
Hanns Zischler ist ⌛ 78 Jahre alt. Bis zu seinem nächsten Geburtstag am 18. Juni 2026 sind es noch 71 Tage.
Wann hat Hanns Zischler Geburtstag?
Hanns Zischler wurde an einem Mittwoch am ⭐ 18. Juni 1947 geboren.
Wo wurde Hanns Zischler geboren?
Hanns Zischler wurde in 🚩 Nürnberg, Deutschland, geboren.
In welchem Sternzeichen wurde Hanns Zischler geboren?
Hanns Zischler wurde im westlichen Sternzeichen Zwilling geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen das Schwein 猪 mit dem Element Feuer ('Feuer-Schwein').
Wie groß ist Hanns Zischler?
Hanns Zischler hat eine Größe von ca. 📏 1,81 m. Damit ist er größer als die meisten deutschen Männer. Denn laut Statistik von 2021 beträgt die durchschnittliche Körpergröße eines Mannes in Deutschland 1,79 m.
Welche Augenfarbe hat Hanns Zischler?
Die Augenfarbe von Hanns Zischler ist 👁️ grün.
Welche Haarfarbe hat Hanns Zischler?
Die Haarfarbe von Hanns Zischler ist 🧑🏼 grau-meliert.