Steven Spielberg

Steckbrief von Steven Spielberg

Name:Steven Spielberg
Vollständiger
Name:
Steven Allan Spielberg
Beruf:US-amerikanischer Regisseur und Oscar-Preisträger
Alter:77 Jahre
Geburtsdatum:18. Dezember 1946
Geburtsort:Cincinnati, Ohio, USA
Sternzeichen:Schütze
Größe:1,72 m
Augenfarbe:blau
Haarfarbe:braun

Steven Allan Spielberg KBE ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor.

Neben seinem Debütfilm Duell gehören zu Spielbergs bekanntesten Filmen Der weiße Hai, Unheimliche Begegnung der dritten Art, E.T. – Der Außerirdische, Jurassic Park, Schindlers Liste, Der Soldat James Ryan, Catch Me If You Can, Lincoln, Ready Player One und die ersten vier der fünfteiligen Indiana-Jones-Reihe. Als Produzent war Spielberg u. a. für die Filmreihen Zurück in die Zukunft, Men in Black und Transformersverantwortlich.

Der 22-fach für den Oscar nominierte Spielberg erhielt den Filmpreis für seine Regiearbeiten bei Schindlers Liste und Der Soldat James Ryan sowie als Produzent für Schindlers Liste. Insgesamt erhielten seine Filme 140 Oscar-Nominierungen und konnten 35 Mal die weltweit wichtigste Filmtrophäe gewinnen. Mit seiner Nominierung für West Side Story im Jahr 2022 ist Spielberg der erste und bislang einzige Regisseur, der in sechs Jahrzehnten für den Oscar nominiert war oder ausgezeichnet wurde.

Der Mitbegründer der Filmproduktionsfirmen Amblin Entertainment und Dreamworks ist mehrfacher Golden-Globe-, BAFTA- und Emmy-Preisträger. Außerdem wurde er mit zahlreichen Ehrungen für seine philanthropischen Bemühungen außerhalb des Filmgeschäfts bedacht. Mit seinen Filmen spielte er mehr als zehn Milliarden US-Dollar ein und gilt damit als der kommerziell erfolgreichste Regisseur der Filmgeschichte.

Steven Allan Spielberg wurde 1946 im The Jewish Hospital in Cincinnati geboren. Sein Vater war der Elektroingenieur und Computer-Pionier Arnold Spielberg, seine Mutter Leah Frances Posner wirkte bis zu ihrer Heirat 1945 als studierte Konzertpianistin. Spielbergs Eltern gehörten dem orthodoxen Judentum an. Steven Spielberg hat drei jüngere Schwestern: Anne, Susan und Nancy. Spielbergs Eltern ließen sich am 20. April 1966 scheiden. Die Mutter heiratete 1967 Bernard Adler, einen ehemaligen Assistenten Arnold Spielbergs. Arnold Spielberg heiratete 1997 Bernice Goldsmith Colner.

Spielbergs Großeltern väterlicherseits stammten aus der zum russischen Kaiserreich gehörenden westukrainischen Oblast Chmelnyzkyj. Sein Großvater Shmuel Spielberg emigrierte 1906 unter dem anglisierten Namen Samuel aus Kamjanez-Podilskyj nach Cincinnati in die USA und betrieb fortan einen Gemischtwarenhandel. Spielbergs Großmutter Rebecca Chechik folgte ihrem Mann 1908 aus Sudylkiw in die USA. Spielbergs Großvater mütterlicherseits Philip „Fievel“ Posner lebte zunächst in der ukrainischen Stadt Odessa und wanderte nach einem erneuten Pogrom 1905 nach Cincinnati aus. 1915 heiratete der jüdisch-orthodox lebende Bekleidungshändler die in Cincinnati geborene Jennie Fridmann.

Spielberg heiratete 1985 die Schauspielerin Amy Irving, mit der er einen gemeinsamen Sohn hat. Nach der Scheidung im Februar 1989 heiratete er im Oktober 1991 die Schauspielerin Kate Capshaw, die er bei den Dreharbeiten zu Indiana Jones und der Tempel des Todes kennengelernt hatte. Das Paar lebt in Hollywood. Zusammen mit Kate Capshaw hat Spielberg die Stieftochter Jessica Capshaw und drei leibliche Kinder, darunter Sasha Spielberg, einen 1992 geborenen Sohn sowie eine 1996 geborene Tochter. Ferner hat er zwei ebenfalls 1996 geborene Adoptivkinder. Spielbergs Patenkinder sind die Schauspielerinnen Drew Barrymore und Gwyneth Paltrow.

Zu seinem beruflichen Freundeskreis zählen Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Barbra Streisand, Chris Columbus, Peter Jackson und Barry Levinson sowie die Schauspieler Tom Hanks und Tom Cruise. Eine enge Freundschaft verbindet Spielberg zudem seit 1974 mit dem amerikanischen Filmmusikkomponisten John Williams.

Laut des Wirtschaftsinformationsdienstes Bloomberg verfügt Spielberg – Stand 2022 – über ein Vermögen von 7,25 Milliarden US-Dollar.

Spielberg verbrachte seine frühe Kindheit zunächst in seiner Geburtsstadt Cincinnati. Im Juni 1949 nahm der frisch von der Universität graduierte Vater ein Angebot des von David Sarnoff geleiteten Elektronikkonzerns RCA an und die Familie Spielberg zog nach Camden, einem Vorort von Philadelphia, an der Ostküste der USA. In Philadelphia erlebte Spielberg im Jahr 1952 den ersten Kinobesuch seines Lebens. Mit seinem Vater sah er den Film Die größte Schau der Welt von Meisterregisseur Cecil B. DeMille. Im Verlauf des Jahres 1952 folgte ein weiterer Umzug in das nur wenige Meilen entfernte Viertel Haddon Township. Nach der Geburt seiner dritten Schwester zog die Familie im Februar 1957 aufgrund eines beruflichen Wechsels des Vaters zu General Electric in Richtung amerikanischer Westküste nach Scottsdale, einem exklusiven Vorort von Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Spielberg wuchs gutsituiert auf, war ein durchschnittlicher Schüler, entwickelte bereits als Kind eine ausgeprägte Leidenschaft für Film, Fernsehen und Filmsoundtracks, las Science-Fiction-Comichefte und spielte jahrelang Klarinette in der Ingleside Thunderbird Band. Für Sport hingegen zeigte er keinerlei Interesse. Spielberg litt während seiner Kindheit bis hinein in die Jugend unter den zunehmenden Spannungen und Streitereien seiner Eltern, die 1966 in eine Scheidung mündeten. Laut eigener Aussage hatte er zu seinen drei Schwestern und seinem beruflich bedingt häufig abwesenden Vater bis hinein ins Erwachsenenalter ein vorwiegend schwieriges Verhältnis. Zudem hatte er in den verschiedenen Schulen, an denen er im Laufe seiner Kindheit und Jugend unterrichtet wurde, aufgrund seines schmächtigen Körpers und seiner jüdischen Herkunft in unregelmäßigen Abständen Probleme mit Mitschülern, die sich über ihn lustig machten, ihn beleidigten oder physisch angingen. Nichtsdestotrotz fand Spielberg an allen Schulen auch Freunde, Gleichgesinnte und Verbündete.

Als Zehnjähriger erhielt er von seinem Vater dessen 8-mm-Filmkamera vom Typ Eastman Kodak Brownie Movie Camera II mit einer 13 mm-Festbrennweite. Spielbergs Vater war der Kritik seines Sohnes überdrüssig, da Steven ständig die Qualität der von ihm gedrehten Familienfilme bemängelte. Fortan übertrug der Vater an Steven die Aufgabe die Familienfilme zu drehen. 1958 drehte Spielberg im Alter von elf Jahren seinen ersten Kurzfilm, der die Kollision zweier Züge seiner Spielzeugeisenbahn zeigte. Im selben Jahr erhielt er von den Pfadfindern ein Verdienstabzeichen für den von ihm gedrehten 8-mm-Film The Last Gunfight. Mit vierzehn Jahren spannte er seine Nachbarskinder und Klassenkameraden für die Dreharbeiten des 40-minütigen Kriegsfilms Escape to Nowhere ein. Der Kriegsfilm zeigt den Kampf von Generalfeldmarschall Erwin Rommel und den deutschen Truppen gegen einen amerikanischen Armeeverbund. Spielberg gewann mit dem Werk das Arizona Amateur Film Festival und erhielt als Preis eine 16mm-Kodak-Filmkamera sowie eine umfangreiche Sammlung mit Fachliteratur für Filmemacher. Auf Anraten seines Vaters verkaufte Spielberg die Kamera und investierte den Erlös stattdessen in eine vollausgestattete 8mm-Bolex H-8 de luxe mit Stop-Motion- und Zeitlupenfunktion, mehreren Filmoptiken und einem 400-Fuß-Magazin, so dass Spielberg in der Lage war, alles so drehen zu können, wie er es wollte. Zusätzlich spendierte der Vater ihm noch einen passenden Bolex-Projektor und ein gerade auf dem Markt gekommenes Bolex-Sonerizer-Tonsystem, mit dem es Spielberg erstmals möglich war, seine Filme zu vertonen. Spielberg experimentierte von nun an mit allen Einstellungsgrößen, Stop-Motion und Zeitlupen. Die intensiven Kosten für Negative und Filmentwicklung übernahm der Vater. Zeitzeugen erinnern sich, dass Spielberg fest davon überzeugt und gewillt war, Filmregisseur zu werden.

In seiner Zeit als Teenager drehte Spielberg insgesamt 15 Kurzfilme. Hauptthema war zumeist der Zweite Weltkrieg, sodass Filme wie Fighter Squad gespickt mit Flugzeugen, deutschen Soldaten und deutschen Nazis waren. Als begeisterter Filmemacher ging Spielberg jeden Samstagnachmittag mit seinen Freunden ins Kiva Theatre-Kino in Scottsdale. Hier sah er neben den Filmen von John Ford und John Huston zahlreiche B-Movie-Western, Tarzan-Filme, Zorro-Filme und Cartoons, die ihn nachhaltig inspirierten. Zu seinen Lieblingsfilmen zählten Hitchcocks Psycho, Ben Hur und insbesondere Die Brücke am Kwai sowie der mit sieben Oscars prämierte Historienfilm Lawrence von Arabien aus dem Jahr 1962. Im Garten seiner Eltern veranstaltete er für die Kinder aus der Nachbarschaft mit Unterstützung seiner Familie Kinovorführungen mit einem 16-mm-Projektor, den sein Vater ihm geschenkt hatte. Die hier erzielten Einnahmen investierte er wieder in seine zunehmend aufwändigeren Filmprojekte.

Bereits im Jahr 1960 hatte er sich als 13-Jähriger in Phoenix einen Namen als Nachwuchsfilmemacher gemacht, und seine Dreharbeiten wurden ab und an vom lokalen Fernsehsender besucht. Nachdem der mittlerweile dauerhaft mit Filmemachen beschäftige Spielberg im September 1961 auf die Arcadia High School in Scottsdale gewechselt war, folgte im Alter von 17 Jahren sein 1963 innerhalb von sechs Monaten realisierter, aufwändig gedrehter, 140 Minuten langer Science-Fiction-Film Firelight, im Wesentlichen eine Amateurfilmfassung der 1977 von Spielberg gedrehten Unheimlichen Begegnung der dritten Art. Beide Filme sind inspiriert durch die meist sternenklaren Nächte Arizonas und die zahlreichen dort zu sehenden Sternschnuppen. Sie weckten bereits als Kind Spielbergs Begeisterung für Astronomie und riefen bei ihm gleichzeitig Fantasien und Sehnsüchte über UFOs hervor. Der von seinen Eltern mit weniger als 600 US-Dollar finanzierte Spielfilm Firelight wurde einmalig am 24. März 1964 in dem von seinem Vater angemieteten Phoenix Little Theatre vor ausverkauftem Haus aufgeführt. Die Zuschauer zahlten jeweils 75 Cent Eintritt, und Spielberg konnte einen kleinen Gewinn erwirtschaften. An den Dreharbeiten beteiligten sich erneut zahlreiche Schulkameraden seiner High School und Spielbergs Familienmitglieder. Im Vorfeld hatte Spielberg während eines Besuchs in den Universal Studios den Kontakt zum Universal-Mitarbeiter Chuck Silvers aufgenommen, der ihm fortan als Mentor beratend zur Seite stand und das außergewöhnliche Potential des Filmemachers bereits erkannte. Spielberg hoffte, dass der Film seine Eintrittskarte für Hollywood werden würde und dass Universal seine Amateurproduktion mit großem Budget wiederverfilmen würde – mit Spielberg als Regisseur.

Ein letzter Versuch, die kriselnde Ehe der Eltern zu retten, sollte mit einem beruflichen Wechsel des Vaters zu IBM in eine neue, unbelastete Lebensumgebung einhergehen, und so zog die Familie Ende März 1964 ins Silicon Valley in die Kleinstadt Saratoga in unmittelbarer Nähe zu San Francisco. Im Sommer 1964 folgte Spielbergs erster Schritt nach Hollywood. Als unbezahlter Assistent arbeitete er mit Unterstützung von Chuck Silvers in den Ferien in der Schnittabteilung der damals zu den weltweit größten TV- und Filmproduktionsstätten Universal Pictures. Am 18. Juni 1965 erlangte Spielberg an der hervorragend beleumundeten Saratoga High School seinen High-School-Abschluss und verbrachte die darauffolgenden Monate erneut in der Schnittabteilung bei Universal. Kurz darauf trennten sich seine Eltern endgültig. Während seine drei Schwestern mit der Mutter und ihrem neuen Mann Bernard Adler zurück nach Phoenix zogen, ging Spielberg mit seinem Vater, mit dem er mittlerweile ein gutes Verhältnis hatte, nach Brentwood / Los Angeles. Nachdem er sich aufgrund seiner mittelmäßigen Abschlussnoten erfolglos an den privaten Universitäten USC und UCLA für ein Filmstudium beworben hatte, schrieb er sich im September 1965 für ein Studium an der California State University, Long Beach in der Nähe der Universal Studios ein, nicht zuletzt, um nicht in den Vietnam-Krieg eingezogen werden zu können. Doch die Ablehnung an den Filmuniversitäten trotz Intervention von Universals Chuck Silvers nagte an Spielberg. Schließlich studierten hoffnungsvolle Regisseure wie George Lucas, Robert Zemeckis, Bob Gale und John Milius an der USC und spätere Meisterregisseure wie Francis Ford Coppola zur selben Zeit an der UCLA. Spielberg besuchte die Vorlesungen nur sehr selten und war nicht an seinem Studium interessiert. Stattdessen verbrachte er drei Tage die Woche in den Universal Studios, um anderen Regisseuren bei der Arbeit zuzuschauen und Kontakte zu knüpfen. Einige Wochen assistierte er dem Independent-Filmemacher John Cassavetes bei den Dreharbeiten seines Filmes Faces.

Am 20. April 1966 ließen sich seine Eltern scheiden. Seine Bemühungen, als Regisseur ernst genommen zu werden, stagnierten. Als er einigen Verantwortlichen bei Universal vorschlug, sich seine bisherigen 8mm-Filme anzuschauen, lehnten diese mit der Begründung ab, dass die Expertisen zumindest auf 16mm-Film und besser noch auf 35mm-Film gedreht sein müssten. 1966 gründete Spielberg mit seinem Vater eine Filmproduktionsfirma mit dem Namen Playmount Productions – in englischsprachiger Anlehnung an den Familiennamen. Im Frühjahr 1967 stand die erste Produktion an. Der zuvor exmatrikulierte Jura-Student Ralph Morris hatte sich 3.000 US-Dollar von seinen Eltern geliehen und wollte nun als Produzent mit Spielberg als Regisseur seinen ersten professionellen Film auf 35 mm in Farbe drehen. Der Film hieß Slipstream und handelte von zwei verfeindeten Radrennfahrern, die sich mit ihren High-End-Hochgeschwindigkeitsrädern Downhill über die Serpentinen auf den Highways rund um Los Angeles ein Rennen liefern. Als einer der beiden im engen Windschatten eines LKW fährt, stößt sein Rivale ihn gegen das Heck des LKW, schlägt ihn dann zusammen und wirft ihn schließlich von der Straße. Als Kameramann konnte Spielberg Allen Daviau gewinnen, mit dem er später E.T. drehen sollte. Der Film blieb letztlich unvollendet, da das Budget für Equipment und Personal vor der Fertigstellung ausgeschöpft war und sich keine weiteren Geldgeber mehr fanden. Spielberg bezeichnet Slipstream als seine unvollendete Symphonie. Spielberg fehlte damit weiterhin ein Projekt, das er bei Universal als 35mm-Referenzprojekt präsentieren konnte.

Ab dem 6. Juli 1968 drehte Spielberg mit einem Gesamtbudget von 20.000 US-Dollar an zehn Drehtagen den von ihm geschriebenen 35-mm-Technicolor-Kurzfilm Amblin’, erneut mit Allen Daviau an der Kamera. Die 26-minütige dialogfreie Liebesgeschichte eines trampenden Hippiemädchens und eines Trampers, der sich lediglich als Hippie ausgibt, konnte nach seiner Premiere am 18. Dezember 1968 im Loews Crest Theater in Westwood mehrere Filmpreise gewinnen und wurde für Spielberg die Eintrittskarte nach Hollywood. Zunächst nahm ihn der etablierte und gut vernetzte Künstleragent Mike Medavoy unter Vertrag. Durch Spielbergs Universal-Mentor Chuck Silvers gelangte eine Kopie des Filmes an den überaus einflussreichen, erst 33-jährigen Universal-Television-Vize-Präsidenten Sidney Sheinberg. Sheinberg war voller Begeisterung für Spielbergs Werk und stattete das gerade erst 22-jährige Regietalent im Dezember 1968 mit einem Siebenjahresvertrag als TV-Regisseur und einem monatlich garantierten Gehalt in Höhe von 1200 US-Dollar aus. Nie zuvor hatte ein Major-Studio einen jüngeren Regisseur engagiert. Fortan inszenierte Spielberg für Universal-Produktionen vertragsgemäß einzelne Episoden verschiedener Fernsehserien, mitunter in Spielfilmlänge.

Seine erste Produktion wurde die im Februar 1969 gedrehte Episode Eyes aus der dreiteiligen Pilotfolge für die neue NBC-Serie Night Gallery des renommierten Twilight Zone-Erfinders und -Produzenten Rod Serling mit der berüchtigten Hollywood-Diva Joan Crawford in der Hauptrolle. Sheinberg warf – in Absprache mit dem ebenfalls von Spielberg überzeugten Produzenten William Sackheim – den Regieneuling Spielberg somit direkt ins kalte Wasser. Als man Crawford darüber informierte, dass der erst 22-jährige Spielberg Regie führen würde, war sie „zuerst sprachlos und dann entsetzt“ bei dem Gedanken an einen jungen und unerfahrenen Neuankömmling, der sie als Regisseur leiten würde. Spielberg versuchte seine zumeist arrivierten Universal-Kollegen mit ausgefallenen Kameraeinstellungen und außergewöhnlicher Choreographie zu beeindrucken. Aber die Führungskräfte des Studios befahlen ihm stattdessen schnell und effektiv zu drehen. Spielbergs innovative Arbeitsweise wurde bei den anderen Filmschaffenden, die noch in den seit Jahrzehnten bewährten Arbeitsabläufen verharrten, nicht gut aufgenommen. Die Hauptdarstellerin Joan Crawford, die sich Spielberg gegenüber am Set unerwartet sehr zugewandt zeigte, sagte jedoch:

Bei den Universal-Mitarbeitern war mittlerweile bekannt, dass Sheinberg sich stark um den mitunter skeptisch beäugten Spielberg und seine Entwicklung als Regisseur kümmerte. Des Weiteren galt Spielberg vor allen bei den zahlreichen älteren Mitarbeitern als Jüngling, der zwar alles über Filmoptiken wusste und Dolly-Fahrten liebte, aber von Schauspiel und Schauspielerführung wenig Ahnung hatte. Dementsprechend kursierte für Spielberg auf dem Studiogelände der Spitzname „Sheinbergs Folly“. Doch Spielberg hatte auch etliche Fürsprecher aus den progressiven Reihen der Universal-Welt und viele schätzten Spielbergs Enthusiasmus, Kreativität und seine entspannte, unaufgeregte, aber bestimmte Art sowie vor allem seine technischen Fachkenntnisse im Bereich Bildgestaltung.

Nach der von Spielberg aufgrund der Einschränkungen seiner Kreativität eher als negativ wahrgenommenen Erfahrung bei den Dreharbeiten zu Night Gallery legte Spielberg eine kurze Pause vom Studio ein und gründete seine eigene Filmproduktionsfirma Amblin Production Company, die er nach seinem Kurzfilm Amblin benannte. 1970 drehte Spielberg lediglich die Episode The Daredevil Gesture der überaus populären ABC-Serie Dr. med. Marcus Welby, dem seinerzeit größten Einschaltquotenhit im US-Fernsehen. 1971 brachte dann die erhoffte Wende für den weiterhin mit den kreativen Beschränkungen des Fernsehproduktionsbetrieb hadernden Spielberg. Nachdem er 1971 fünf weitere Episoden für verschiedene Serien inszenierte, drehte Spielberg die Premierenfolge Tödliche Trennung aus der für die NBC-Mystery-Movie-Reihe produzierten Kriminalfilmserie Columbo. Für die 72-minütigen Episode erntete Spielberg von allen Seiten viel Lob.

Im Anschluss an den allseits äußerst positiv bewerteten Columbo-Dreh erhielt Spielberg von Universal die Chance, seinen ersten Spielfilm zu realisieren. Im Herbst 1971 drehte Spielberg für das samstagabendliche Hauptprogramm des US-TV-Senders ABC den Movie of the Weekend-Fernsehfilm Duell. Der von Spielberg minimalistisch inszenierte und virtuos in Szene gesetzte Thriller wurde ein riesiger Publikums- und Kritikererfolg und sollte über die Jahre zum Filmklassiker mit Kultcharakter avancieren. Universal war von dem Fernsehfilm derart überzeugt, dass man ihn in einer mit Zusatzszenen verlängerten Fassung ab Oktober 1972 weltweit im Kino vermarktete. Spielbergs Werk spielte an den Kinokassen stattliche acht Millionen Dollar ein und machte erstmals die internationale Filmszene auf den Nachwuchsregisseur aufmerksam. Obwohl Spielberg einen Festvertrag bei Universal besaß, wurde für Duell gemäß den Vorgaben der Directors Guild of America ein gesonderter Kontrakt aufgesetzt. Spielberg erhielt zunächst eine separate Gage in Höhe von 5000 US-Dollar. Des Weiteren wurden zusätzliche Vergütungen für TV-Wiederholungen und einer eventuellen Kinoauswertung vereinbart.

Nach dem einschlagenden Erfolg von Duell änderte sich alles für Spielberg. Er erhielt nun zahlreiche Angebote, Kinofilme zu drehen. Nach insgesamt elf TV-Produktionen wurde 1973 Spielbergs Festvertrag bei Universal einvernehmlich aufgelöst. Trotzdem blieben Universal und Spielberg bis heute persönlich und geschäftlich engstens miteinander verbunden. 1974 begeisterte Spielberg im Alter von 27 Jahren mit seinem ersten von Anfang an als Kinofilm produzierten Werk The Sugarland Express die internationalen Kritiker, die ihn trotz des kommerziell eher enttäuschenden Ergebnisses als Wunderkind betrachteten. Es folgten zwischen Mai und Oktober 1974 die nervenaufreibenden Dreharbeiten für seinen zweiten Kinofilm: die Verfilmung von Peter Benchleys Bestsellerroman Der weiße Hai.

Am 20. Juni 1975 lief Der weiße Hai in den amerikanischen Kinos an und entwickelte sich in wenigen Monaten zum bis dato gewinnträchtigsten Film mit einem weltweiten Einspielergebnis von 260 Millionen US-Dollar. Nie zuvor hatte ein Film einen derartig großen Publikumszuspruch und damit kommerziellen Erfolg erfahren. Der weiße Hai gilt seither als erster Blockbuster der Filmgeschichte.

Für Spielberg folgten nach dem Weißen Hai dutzende weltweit erfolgreiche Kinohits, wie zunächst 1977 Unheimliche Begegnung der dritten Art. 1979 folgte jedoch ein erster erheblicher Rückschlag für Spielberg mit der Komödie 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood, die von der Kritik durchweg negativ rezensiert wurde. Spielberg hatte plötzlich Probleme Produzenten für weitere Projekte zu finden. Erst 1981 gab ihm sein Freund George Lucas eine weitere Chance und so führten die beiden im Duett Regie bei der ersten Indiana-Jones-Verfilmung Jäger des verlorenen Schatzes. Lucas und Spielberg hatten zuvor die Figur des Indiana Jones entwickelt und durch ihre gemeinsame Faszination das Genre des Abenteuerfilms neu belebt. Durch den Welterfolg war Spielberg zurück im Geschäft. 1982 folgte mit E. T. – Der Außerirdische ein weiterer weltweiter Kinohit und blieb elf Jahre lang der umsatzstärkste Film der Kinogeschichte. Sein Horrorfilm Poltergeist aus dem Jahr 1982 und die Mystery-Fernsehreihe Twilight Zone aus dem Jahr 1983 verfestigten sein Image als Disney-Erbe. 1980 wurde seine bisherige Unternehmung Amblin Production Company zunächst in Amblin Productions umbenannt, um dann 1984 ein weiteres Mal zu dem bis heute bestehenden Namen Amblin Entertainment mit den weiteren Teilhabern Kathleen Kennedy und Filmproduzent Frank Marshall umfirmiert zu werden. Der Firmensitz liegt bis heute auf dem Gelände der Universal Studios.

Nachdem er im Jahr 1984 Indiana Jones und der Tempel des Todes als Regisseur erneut zu einem Multimillionen-Dollar-Welterfolg gemacht hatte, führte er in seiner Eigenschaft als Produzent den Schauspieler Michael J. Fox und den Film Zurück in die Zukunft und seine beiden Fortsetzungen ebenfalls zu weltweiten Kassenschlagern. 1987 schlossen Universal-Präsident Sid Sheinberg und Steven Spielberg einen Vertrag, der Spielberg für den Rest seines Lebens an Universal bindet. Dafür erhält Steven Spielberg von den Universal Pictures alljährlich 2 % aller Erlöse aus den verkauften Eintrittskarten der Universal Themen Parks in Florida und Japan. Dadurch generiert Spielberg seither jährliche Einnahmen von mehr als 30 Millionen US-Dollar.

1993 sollte für Spielberg das bisher erfolgreichste Jahr seiner Karriere werden: In diesem Jahr wurden sowohl sein Blockbuster Jurassic Park als auch der für ihn sehr persönliche Schindlers Liste veröffentlicht. Während Jurassic Park erneut zahlreiche Box-Office Rekorde brach und mit 920 Mio. eingespielten Dollar über fünf Jahre lang als erfolgreichster Film der Welt galt, war Schindlers Liste auch der ersehnte Kritikererfolg. In Schindlers Liste setzt sich Spielberg erstmals offen mit seiner jüdischen Identität und dem Antisemitismus in ganz Europa auseinander und konnte diesen mit einfach gehaltenen Dreharbeiten, keinerlei Kranfahrten und lediglich der Benutzung von Handkameras erfolgreich inszenieren. Seine Eltern, Arnold Spielberg und Leah Posner, sind Nachfahren jüdischer Flüchtlinge, die aus Furcht vor russischen Pogromen nach Amerika auswanderten. Diese Geschichte verarbeitete er zudem verschlüsselt in dem von ihm produzierten Zeichentrickfilm Feivel, der Mauswanderer. 1994 wurde Schindlers Liste mit sieben Oscars ausgezeichnet, unter anderem in den Kategorien Regie und Bester Film, die beide an Spielberg gingen. Sein Image als großer kleiner Junge und Märchenonkel, das ihm seit E.T. anhing, konnte er damit endgültig abstreifen. Die meiste Zeit seiner bisherigen Filmkarriere verbrachte Spielberg mit handwerklich begabten und technisch brillanten Unterhaltungsfilmen.

1994 gründete er mit seinen Freunden Jeffrey Katzenberg und David Geffen das unabhängige Filmstudio DreamWorks SKG, das allerdings 2005 wegen finanzieller Probleme an Paramount Pictures verkauft wurde. 1997 folgte mit Vergessene Welt: Jurassic Park der zweite Teil aus der Jurassic-Park-Reihe. Der 1998 veröffentlichte Spielfilm Der Soldat James Ryan brachte Spielberg seinen zweiten und bisher letzten Regie-Oscar ein. Mit den 2001 in den Kinos angelaufenen A.I. – Künstliche Intelligenz und Minority Report folgten zwei Filme mit unterschiedlichen Zukunftsvisionen. Es folgte 2002 mit Catch Me If You Can und Terminal wieder etwas leichtere Unterhaltung. Krieg der Welten und München erschienen 2005 in den Kinos.

Anfang 2007 begann Spielberg seine Arbeit an Die Abenteuer von Tim und Struppi, einer 3D-Adaption. Spielberg arbeitete dabei erstmals mit Peter Jackson zusammen. Der erste Teil wurde von Spielberg inszeniert und von Jackson produziert, beim zweiten soll Jackson Regie führen.

2013 leitete er die Wettbewerbsjury der 66. Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Am 16. Dezember 2015 wurde von ihm zusammen mit Jeff Skoll von Participant Media, Anil Ambani von der Reliance Anil Dhirubhai Ambani Group und Darren Throop von Entertainment One das Unternehmen Amblin Partners gegründet.

Spielberg kündigte 2016 an, das Leben von Lynsey Addario mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle verfilmen zu wollen. Das Projekt wurde aber bislang nicht fertiggestellt. Stattdessen bemühte sich Spielberg um die Neuverfilmung des Musical West Side Story mit Ansel Elgort, Rachel Zegler und Ariana DeBose in den Hauptrollen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde das Werk erst im Jahr 2021 in den Kinos veröffentlicht und bei den Golden Globe Awards 2022 als bestes Filmmusical ausgezeichnet.

Im Jahr 2022 folgte die Veröffentlichung des autobiografisch geprägten Filmdramas Die Fabelmans. In diesem wird der jugendliche Hollywood-Regisseur von Gabriel LaBelle verkörpert, während Spielbergs Eltern von Michelle Williams und Paul Dano dargestellt werden.

Im Februar 2023 erklärte Spielberg bis ins hohe Alter noch viele Filme drehen und damit Manoel de Oliveira übertreffen zu wollen.

Spielbergs Entwicklung ist vor allem von Filmemachern wie Stanley Kubrick, Walt Disney, Alfred Hitchcock, John Ford, Frank Capra, David Lean, Orson Welles und Akira Kurosawa beeinflusst; zu vielen von ihnen hatte er persönlichen Kontakt. Aber auch seine Begeisterung für Zeichentrickfilme, Comics, Bilder von Norman Rockwell und besonders das Fernsehen haben in seinen Arbeiten sichtbare Spuren hinterlassen. Vor jedem neuen Filmdreh schaut sich Spielberg nach eigenen Angaben immer die Filme Die sieben Samurai, Lawrence von Arabien, Ist das Leben nicht schön? und Der schwarze Falke an.

Als Fan der Fernsehserie Twilight Zone produzierte er einen Kinofilm zur Serie. Als bekennender Trekkie teilt Spielberg die völkerverbindende Sicht der Fernsehserie Raumschiff Enterprise und spielte in seinen Filmen darauf an, zuletzt mit dem Vulkanier-Gruß zwischen einer Afroamerikanerin und einem Latino in Terminal oder von Marty McFly in Zurück in die Zukunft.

Spielberg entwickelte seinen eigenen Stil. Als zentrales Motiv für einen Großteil seiner Filme sollte der Protagonist seiner Filme der ganz normale amerikanische Bürger werden, der durch außergewöhnliche Umstände vor außergewöhnlichen Herausforderungen gestellt wird und heldenhaft über sich hinauswächst. Hierdurch bot sich dem Massenpublikum eine gemeinsame Identifikationsfigur.

Zu den typisch stilistischen Markenzeichen von Spielberg-Filmen gehört hauptsächlich die Befriedigung der Interessen und Wünsche des Massenpublikums sowie präzise Beobachtung von Alltagssituationen, Konfrontation amerikanischer Durchschnittstypen mit höchst außergewöhnlichen Ereignissen, eine einerseits kindlich naive, andererseits ernsthaft humanistische Botschaft der Versöhnung, eindrucksvolle Licht- und Spezialeffekte wie Feuerwerke, die in Filmen wie Unheimliche Begegnung der dritten Art und 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood zu sehen sind. Viele ungewohnte Perspektiven, ein zumeist durchchoreographiertes Verhältnis zwischen Kameraführung und Schauspielern sowie eine Inszenierung, die intensiv an die Gefühle der Zuschauer appelliert, sind weitere spezifische Merkmale Spielbergs.

Die meisten seiner Filme sind durch seine technische Vorliebe, sehr gute Beherrschung des filmischen Handwerks und viel Bewegung geprägt. Dadurch fällt es ihm mit seiner Imagination leicht, das Publikum zu manipulieren und die Zuschauer in die Actionszenen hineinzuziehen. Das Verknüpfen von Angst und Staunen, wie bei E.T. durch Auftreten des Mutterschiffes und bei Jurassic Park durch Auftreten der Dinosaurier, soll den Zuschauer ständig in Spannung halten. Bei Spielberg sind in vielen Filmen, besonders den Kriegsfilmen, melodramatische Effekte zu entdecken, die oft durch starkes Gegenlicht, Rauch und Nachtszenen zum Vorschein kommen. Auffallend ist auch, dass in seinen Filmen Kinder selten sterben und häufig im Zentrum der Handlung stehen – und zwar in Genres, in denen dies zuvor untypisch war: Kriegsfilm, Science-Fiction und Utopie .

Ein weiteres Merkmal von Spielberg ist, dass er der Weiterentwicklung seiner Filmfiguren keinen großen Raum lässt und eher an technischen Film- und Hilfsmitteln interessiert ist. Bis heute bleibt Spielberg seinem Prinzip treu, im Wechsel sowohl anspruchsvolle als auch hauptsächlich unterhaltende Filme zu drehen: Im Juni 2005 kam die Neuverfilmung von Krieg der Welten in die Kinos; München ist ein Film über den umstrittenen Rachefeldzug des israelischen Geheimdienstes Mossad nach dem palästinensischen Angriff auf die Olympischen Sommerspiele 1972, bei dem elf israelische Sportler getötet wurden. Seit vielen Jahren arbeitet er mit der Produzentin Kathleen Kennedy, dem Filmkomponisten John Williams und dem Filmeditor Michael Kahn zusammen. Seit Schindlers Liste ist Janusz Kamiński sein fester Kameramann. Filmeditorin Sarah Broshar gehört seit Die Verlegerin zu seinem Stab.

Im Februar 2023 sagte Spielberg in seiner Dankesrede auf der 73. Berlinale anlässlich des Erhalts des Goldenen Ehrenbären, dass er dem deutschen Kino „viel verdanke“, und nannte die Filmpioniere und Regisseure Friedrich Wilhelm Murnau, Ernst Lubitsch, Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Margarethe von Trotta, Wim Wenders, Wolfgang Petersen, Volker Schlöndorff und Tom Tykwer. Er sei „inspiriert worden von ihnen allen, von ihren Filmen“.

Kurzfilme

Buch und Regie 1959: The Last Gun 1972: Haus des Bösen 1980: Blues Brothers 1984: Indiana Jones und der Tempel des Todes 1984: Gremlins – Kleine Monster 1989: Liberian Girl 1997: Vergessene Welt: Jurassic Park 2002: Austin Powers in Goldständer 2002: Vanilla Sky 2011: Paul – Ein Alien auf der Flucht Zivil 1998 wurde Spielberg mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland für die von ihm gegründete Shoah Foundation und seinen Film Schindlers Liste ausgezeichnet. 2001 wurde Spielberg ehrenhalber von Queen Elizabeth zum Knight Commander des Order of the British Empire ernannt. Da er kein Untertan der britischen Königin ist, wurde er allerdings nicht zum Ritter geschlagen und darf seinem Namen kein Sir voranstellen. Spielberg ist jedoch berechtigt die Abkürzung KBE hinter seinem Namen anzufügen. 2001 wurde Spielberg Namensgeber für den nach ihm benannten Asteroid Spielberg. 2015 wurde Spielberg von US-Präsident Barack Obama die Presidential Medal of Freedom verliehen. 2021 wurde Spielberg zu seinem 75. Geburtstag vom Internationale Auschwitz Komitee gewürdigt. Spielberg „sei zu einem der wichtigsten Botschafter und zu einer weltweit gehörten Stimme der Holocaust-Überlebenden geworden, der ihre Erinnerungen bewahre und in die Zukunft trage“. 2021 wurde Spielberg der Genesis-Preis zuerkannt. Der auch als jüdischer Nobelpreis bezeichnete Preis wird an Juden vergeben, die durch Leistungen in den Bereichen Wissenschaft und Kunst internationale Anerkennung erreicht haben, dadurch andere Menschen inspirieren und sich für das jüdische Volk oder den Staat Israel engagieren. Ziel sei es, die Beiträge von Juden zur Weltgeschichte hervorzuheben und die jüngere jüdische Generation dazu zu bringen, sich stärker mit dem Staat Israel und dem Judentum zu identifizieren. Film 1985 wurde Spielberg für die Regie bei Die Farbe Lila mit dem Award for Outstanding Directing – Feature Film der Directors Guild of America geehrt. Denselben Preis erhielt Spielberg erneut 1993 für die Regie bei Schindlers Liste und 1998 für die Regie bei Der Soldat James Ryan. 1986 wurde Spielberg mit dem Irving G. Thalberg Memorial Award für sein langjähriges, konsequentes Bemühen um hohe künstlerische Qualität bei der Produktion von Filmen geehrt. 1995 wurde Spielberg mit dem Ehrenpreis des französischen Filmpreises César ausgezeichnet. 2003 wurde Spielberg mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame vor dem Dolby Theatre geehrt. 2005 wurde Spielberg mit dem AFI Life Achievement Award vom American Film Institute geehrt. 2005 wurde Spielberg in die Science Fiction Hall of Fame aufgenommen. 2009 wurde Spielberg bei den Golden Globe Awards 2009 für sein Lebenswerk mit dem Cecil B. DeMille Award ausgezeichnet. 2023 wurde Spielberg auf der 73. Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet.

1994 entstand auch auf Spielbergs Initiative hin die Survivors of the Shoah Visual History Foundation – eine gemeinnützige Organisation, die Aussagen von Überlebenden der Shoah für Bildungszwecke archiviert.

Spielberg fördert durch persönliches und finanzielles Engagement den Nachwuchs in Hollywood, zum Beispiel an den Universitäten, die ihn damals abgelehnt hatten. Ein erneuter Generationswechsel kündigt sich an, und so sind es u. a. Spielberg-Filme, die nun Jungtalente der MTV-Generation dazu bringen, Regisseur werden zu wollen.

Ein weiteres seiner vielen Stiftungsprojekte ist die Starbright Foundation, die schwerkranken Kindern hilft. Auch im Wahlkampf um die US-Präsidentschaft machte Spielberg seinen inzwischen erheblichen gesellschaftspolitischen Einfluss geltend – durch aktive Unterstützung demokratischer Kandidaten wie John Kerry und zuvor Bill Clinton.

Steven Spielberg wurde 1994 für den Film "Schindlers Liste" als Bester Regisseur mit dem Oscar ausgezeichnet.

Mehr über Steven Spielberg auf Wikipedia

Steven Spielberg wurde in Cincinnati, Ohio, USA, geboren.

Filme mit Steven Spielberg

Kurzfilme
1959: The Last Gun
1961: Fighter Squad
1961: Escape to Nowhere
1967: Slipstream (unvollendet)
1968: Amblin’
1999: The Unfinished Journey (Dokumentar-Kurzfilm)
1964: Firelight (Nur noch als Fragment erhalten)
1972: Duell (erweiterte Kinofassung), (Duel, ursprünglich 1971 als Fernsehfilm veröffentlicht)
1974: Sugarland Express
1975: Der weiße Hai
1977: Unheimliche Begegnung der dritten Art
1979: 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood
1981: Jäger des verlorenen Schatzes
1982: E. T. – Der Außerirdische

Alle Filme anzeigen

1983: Unheimliche Schattenlichter (Twilight Zone – The Movie, Segment 2: Kick the Can)
1984: Indiana Jones und der Tempel des Todes
1985: Die Farbe Lila
1987: Das Reich der Sonne
1989: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
1989: Always – Der Feuerengel von Montana
1991: Hook
1993: Jurassic Park
1993: Schindlers Liste
1997: Vergessene Welt: Jurassic Park
1997: Amistad
1998: Der Soldat James Ryan
2001: A.I. – Künstliche Intelligenz
2002: Minority Report
2002: Catch Me If You Can
2004: Terminal
2005: Krieg der Welten
2005: München
2008: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels
2011: Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn
2011: Gefährten
2012: Lincoln
2015: Bridge of Spies – Der Unterhändler
2016: BFG – Big Friendly Giant
2017: Die Verlegerin
2018: Ready Player One
2021: West Side Story
2022: Die Fabelmans
1969, 1971: Night Gallery (Fernsehserie, 2 Episoden)
1970: Dr. med. Marcus Welby (Marcus Welby, M.D. Fernsehserie, Episode Ein kalkuliertes Risiko Staffel 1, Folge 24)
1971: The Name of the Game (Fernsehserie, eine Episode: LA 2017)
1971: The Psychiatrist (Fernsehserie, 2 Episoden)
1971: Owen Marshall – Strafverteidiger (Owen Marshall: Counselor at Law, Fernsehserie, eine Episode)
1971: Tödliche Trennung (Columbo: Murder by the Book, Fernsehfilm)
1971: Duell (Fernsehfassung), (Duel, Fernsehfilm, später überarbeitet und erweitert als Kinofilm)
1972: Haus des Bösen (Something Evil, Fernsehfilm)
1973: Savage (Fernsehfilm)
1985: Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories, Fernsehserie, Episoden Die Notlandung & Der Geisterzug)
1964: Firelight
1973: Ace Eli and Rodger of the Skies (Story)
1974: Sugarland Express (Story; The Sugarland Express)
1977: Unheimliche Begegnung der dritten Art
1982: Poltergeist
1985: Die Goonies (Story; The Goonies)
2001: A.I. – Künstliche Intelligenz
2022: Die Fabelmans
1982: E.T. – Der Außerirdische
1982: Poltergeist
1983: Unheimliche Schattenlichter
1985: Die Farbe Lila
1987: Das Reich der Sonne
1989: Always – Der Feuerengel von Montana
1991: Feivel, der Mauswanderer im Wilden Westen
1993: Schindlers Liste
1997: Amistad
1998: Der Soldat James Ryan
2001: A.I. – Künstliche Intelligenz
2002: Catch Me If You Can
2004: Terminal
2005: Die Geisha
2005: München
2006: Flags of Our Fathers
2006: Letters from Iwo Jima
2011: Super 8
2011: Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn
2011: Gefährten
2012: Lincoln
2014: Madame Mallory und der Duft von Curry
2015: Bridge of Spies – Der Unterhändler
2016: BFG – Big Friendly Giant
2017: Die Verlegerin
2017: Five Came Back
2018: Ready Player One
2021: West Side Story
2022: Die Fabelmans
2023: Maestro
2023: Die Farbe Lila
1978: I Wanna Hold Your Hand
1980: Mit einem Bein im Kittchen
1981: Zwei wie Katz und Maus
1984: Gremlins
1985: Die Goonies
1985: Das Geheimnis des verborgenen Tempels
1985: Zurück in die Zukunft
1986: Geschenkt ist noch zu teuer
1986: Feivel, der Mauswanderer
1987: Die Reise ins Ich
1987: Das Wunder in der 8. Straße
1987: Bigfoot und die Hendersons
1987: Faustrecht – Terror in der Highschool
1988: Falsches Spiel mit Roger Rabbit
1988: In einem Land vor unserer Zeit
1989: Dad
1989: Zurück in die Zukunft II
1990: Joe gegen den Vulkan
1990: Zurück in die Zukunft III
1990: Gremlins 2 – Die Rückkehr der kleinen Monster
1991: Tiny Toons Abenteuer: Total verrückte Ferien
1991: Arachnophobia
1994: Flintstones – Die Familie Feuerstein
1995: Casper
1996: Twister
1997: Men in Black
1998: Die Maske des Zorro
1998: Deep Impact
2001: Jurassic Park III
2001: Band of Brothers – Wir waren wie Brüder (Band of Brothers, Miniserie)
2002: Men in Black II
2005: Die Legende des Zorro
2006: Monster House
2007: Transformers
2008: Eagle Eye – Außer Kontrolle
2009: Transformers – Die Rache
2009: In meinem Himmel
2010: True Grit
2010: Hereafter – Das Leben danach
2011: Transformers 3
2011: Cowboys and Aliens
2011: Real Steel
2012: Men in Black 3
2014: Transformers: Ära des Untergangs
2015: Jurassic World
2017: Transformers: The Last Knight
2018: Jurassic World: Das gefallene Königreich
2018: Aufbruch zum Mond
2018: Bumblebee
2019: Men in Black: International
2022: Jurassic World: Ein neues Zeitalter
2023: Transformers: Aufstieg der Bestien
2023: Indiana Jones und das Rad des Schicksals
1985–1987: Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories; Fernsehserie, 45 Folgen)
1990–1992: Tiny Toon Abenteuer (Tiny Toon Abenteuers; Zeichentrickserie)
1993–1995: seaQuest DSV (Fernsehserie, 59 Folgen)
1993–1998: Animaniacs (Zeichentrickserie, 99 Folgen)
2001: Band of Brothers – Wir waren wie Brüder (Band of Brothers, zehnteilige Miniserie)
2002: Taken (zehnteilige Miniserie)
2005: Into the West – In den Westen (Into the West, sechsteilige Miniserie)
2009–2011: Taras Welten (United States of Tara, Fernsehserie, 36 Folgen)
2010: The Pacific (Miniserie, 10 Folgen)
2011–2015: Falling Skies (Fernsehserie, 52 Folgen)
2011: Terra Nova (Fernsehserie, 13 Folgen)
2012–2013: Smash (Fernsehserie, 32 Folgen)
2012: The River (Fernsehserie, 8 Folgen)
2013–2015: Under the Dome (Fernsehserie, 39 Folgen)
2014: Extant (Fernsehserie, 26 Folgen)
2014–2015: Red Band Society (Fernsehserie, 13 Folgen)
2015: The Whispers (Fernsehserie, 13 Folgen)
2015: Public Morals (Fernsehserie, 10 Folgen)
2015: Minority Report (Fernsehserie, 10 Folgen)
2016–2019: Bull (Fernsehserie; Staffel 1–3, 67 Folgen)
2017: Five Came Back (Dokumentarserie, 3 Folgen)
2019: Warum wir hassen (Why We Hate, Dokureihe)
2020: Unglaubliche Geschichten (Amazing Stories; Fernsehserie, 5 Folgen)
seit 2022: Halo (Fernsehserie)
seit 2023: Gremlins – Secrets of the Mogwai (Animationsserie)
seit 2023: Tiny Toons Looniversity (Zeichentrickserie)
2024: Masters of the Air (Miniserie, 9 Folgen)
1959: The Last Gun (Kurzfilm)
1972: Haus des Bösen (Something Evil, Fernsehfilm)
1980: Blues Brothers
1984: Indiana Jones und der Tempel des Todes
1984: Gremlins – Kleine Monster
1989: Liberian Girl (Musikvideo von Michael Jackson)
1997: Vergessene Welt: Jurassic Park
2002: Austin Powers in Goldständer
2002: Vanilla Sky
2011: Paul – Ein Alien auf der Flucht

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Fakten über Steven Spielberg

  • Wodurch ist Steven Spielberg bekannt?

    Steven Spielberg ist ein 🙋‍♂️ US-amerikanischer Regisseur und Oscar-Preisträger

  • Wie heißt Steven Spielberg mit vollständigem Namen?

    Steven Spielberg heißt gebürtig Steven Allan Spielberg.

  • Wie alt ist Steven Spielberg?

    Steven Spielberg ist ⌛ 77 Jahre alt.

  • Wann hat Steven Spielberg Geburtstag?

    Steven Spielberg wurde am ⭐ 18. Dezember 1946 geboren.

  • Wo wurde Steven Spielberg geboren?

    Steven Spielberg wurde in 🚩 Cincinnati, Ohio, USA, geboren.

  • In welchem Sternzeichen wurde Steven Spielberg geboren?

    Steven Spielberg wurde im Sternzeichen ♐ Schütze geboren.

  • Wie groß ist Steven Spielberg?

    Steven Spielberg hat eine Körpergröße von ca. 📏 1,72 m.

  • Welche Augenfarbe hat Steven Spielberg?

    Die Augenfarbe von Steven Spielberg ist 👁️ blau.

  • Welche Haarfarbe hat Steven Spielberg?

    Die Haarfarbe von Steven Spielberg ist 🧑🏼‍ braun.

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