Karl Valentin war ein deutscher Komiker, der am 4. Juni 1882 in München geboren wurde und am 9. Februar 1948 in Planegg verstarb. Er hieß eigentlich Valentin Ludwig Fey und war viel mehr als nur ein Komiker, nämlich auch Volkssänger, Autor und Filmproduzent. Seine Kindheit verbrachte er in der Münchner Au, nachdem seine beiden älteren Brüder früh an Diphtherie gestorben waren. Nach der Volksschule machte er eine Lehre als Schreiner und Tischler. Erste Auftritte hatte er als eine Art Unterhalter in Vereinen. Später zog er nach Nürnberg und nannte sich erstmals Karl Valentin. Nach dem Tod seines Vaters übernahm Valentin mit seiner Mutter eine Spedition, die aber bankrottging. Er zog mit seiner Mutter nach Zittau, was seinen Sprachwitz beeinflusste. Nach einer erfolglosen Tournee kehrte er nach München zurück und schrieb den Monolog "Das Aquarium". Ein Engagement im "Frankfurter Hof" half ihm aus finanziellen Nöten. Dort entwickelte Valentin seine spezielle Körpersprache und seinen sprachlichen Humor. Er lernte Liesl Karlstadt kennen, die seine Bühnenpartnerin wurde. Valentin interessierte sich früh für den Film und gründete ein eigenes Filmstudio, das er aber bald wieder aufgeben musste. Er wirkte in vielen Kurzfilmen mit und drehte 1929 seinen letzten Stummfilm "Der Sonderling". Im Ersten Weltkrieg musste er wegen Asthma nicht dienen und schrieb stattdessen humorvolle Kriegslieder. Ab 1914 führte er sein Bühnenprogramm "Tingeltangel" auf. Er war auch Direktor des Kabaretts Wien-München. Valentin war musikalisch und spielte mehrere Instrumente. 1931 eröffnete Karl Valentin ein eigenes Theater, das er jedoch wegen Streitigkeiten mit der Feuerwehr schnell wieder schließen musste. Er wirkte in seinem ersten Tonfilm "Die verkaufte Braut" mit. Dem NS-Regime stand Valentin skeptisch gegenüber, ohne es offen zu kritisieren. Nach dem Krieg trat er wieder mit Liesl Karlstadt auf, aber der Erfolg blieb aus. Valentin starb an einer Lungenentzündung, nachdem er in einem unbeheizten Theater vergessen worden war. Er wurde in Planegg beerdigt.
Porträt Karl Valentin von Edgar John; Karl Valentin, Kohlezeichnung, gezeichnet um 12 Uhr nachts nach einer Vorstellung im Münchener Kabarett Benz, unterzeichnet von Karl Valentin, München, 27. Juli 1937
Karl Valentins Erfindung, der "Winterzahnstocher", hier in einer Nachbildung des Valentin-Karlstadt-Musäums. Die Nachbildung kann im Musäum erworben werden.
Mühldorf am Inn, Stadtplatz, bei der Bushaltestelle: öffentlicher Bücherschrank und drehbar montiertes Kunstwerk von Hans Kotter („wenn i mi drah ... dann froh“, ca. 2022). Literaturhinweis zur Skulptur:
Gärtner Hans: „Wenn i mi drah, dann froh“ – Von Karl Valentin inspiriert: Hans Kotters Wettermandl, Mühldorfer Neuzugang der speziellen Art. In: Heimatbund Mühldorf (Hrsg.): Das Mühlrad. Band 64, 2022, S. ...(?)
Mühldorf am Inn, Stadtplatz, bei der Bushaltestelle: öffentlicher Bücherschrank und drehbar montiertes Kunstwerk von Hans Kotter („wenn i mi drah ... dann froh“, ca. 2022). Literaturhinweis zur Skulptur:
Gärtner Hans: „Wenn i mi drah, dann froh“ – Von Karl Valentin inspiriert: Hans Kotters Wettermandl, Mühldorfer Neuzugang der speziellen Art. In: Heimatbund Mühldorf (Hrsg.): Das Mühlrad. Band 64, 2022, S. ...(?)
Planegg, Marktplatz, Karl-Valentin-Brunnen. Der Künstler Manno Bott-Bodenhausen schuf 1983 den Brunnen in Anlehnung an Valentins bekannten Sketch "Der Spritzbrunnenaufdreher".
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