Ida Ehre war eine österreichisch-deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Theaterleiterin, die am 9. Juli 1900 in Prerau geboren wurde und am 16. Februar 1989 in Hamburg verstarb. Ehre war die Tochter von Salomon und Bertha Ehre und wuchs mit fünf Geschwistern in Wien auf, nachdem ihr Vater früh gestorben war. Ihre Mutter musste die Familie durch Näharbeiten ernähren. Später wurden ihre Mutter und eine Schwester im Ghetto Theresienstadt ermordet. Während des Ersten Weltkriegs lernte Ida Ehre die Burgschauspielerin Auguste Wilbrandt-Baudius kennen, die ihr Schauspielunterricht bei Heinrich Prechtler vermittelte. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und erhielt 1918 ihr erstes Engagement in Bielitz-Biela. Ihre Karriere führte sie an verschiedene Theater in Mitteleuropa, darunter Budapest, Czernowitz und Berlin. 1928 heiratete sie den Frauenarzt Bernhard Heyde. In der Zeit des Nationalsozialismus erhielt Ehre Berufsverbot und arbeitete als Arzthelferin. Eine geplante Auswanderung nach Chile scheiterte 1939. Sie wurde von der Gestapo verhaftet und im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert, wo sie Mitgefangene ermutigte. Nach ihrer Entlassung eröffnete Ida Ehre 1945 die Hamburger Kammerspiele, die unter ihrer Leitung zu einer bedeutenden Bühne wurden. Ehre brachte dort viele moderne Theaterstücke zur Erstaufführung. Ab Mitte der 1950er Jahre wirkte sie in Film- und Fernsehproduktionen mit und arbeitete als Sprecherin in Hörspielen und als Synchronsprecherin. Bis zu ihrem Tod leitete Ehre die Kammerspiele.
Ida Ehre wurde in Prerau, Tschechien, geboren.
Filme mit Ida Ehre
1947: In jenen Tagen 1949: Der Bagnosträfling 1956: Thérèse Raquin (Fernsehfilm) 1956: So süß ist kein Tod (Fernsehfilm) 1957: Ein Ausgangstag (Fernsehfilm) 1958: Schwarze Seide (Fernsehfilm) 1958: Die begnadete Hand (Fernsehfilm) 1959: Macht der Finsternis (Fernsehfilm) 1960: Auf Engel schießt man nicht 1961: Die toten Augen von London 1961: Königinnen von Frankreich (Fernsehfilm) 1961: Mary Rose (Fernsehfilm) 1962: Leben des Galilei (Fernsehfilm) 1962: Tevya und seine Töchter (Fernsehfilm) 1962: Der Zigeunerbaron
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1963: Don Juan kommt zurück (Fernsehfilm) 1963: Der Vater (Fernsehfilm) 1964: Die höhere Schule (Fernsehfilm) 1964: Helle Nächte (Fernsehfilm) 1964: Wölfe und Schafe (Fernsehfilm) 1965: Herodes und Marianne (Fernsehfilm) 1966: Die Ermittlung (Fernsehfilm) 1967: Verbotenes Land (Fernsehfilm) 1967: Valentin Katajews chirurgische Eingriffe in das Seelenleben des Dr. Igor Igorowitsch (Fernsehfilm) 1968: Der Unbestechliche (Fernsehfilm) 1968: Die Klasse (Fernsehfilm) 1969: Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht (Fernsehfilm) 1970: Die Auferstehung (Fernsehfilm) 1970: Tartuffe oder Der Betrüger (Fernsehfilm) 1971: Eine konsequente Frau (Fernsehfilm) 1972: Mitteilungen über eine Schuld (Fernsehfilm) 1973: Der rote Schal (Fernseh–Mehrteiler) 1973: Der Kreidegarten (Fernsehfilm) 1975: Madame Princesse (Fernsehfilm) 1978: Tatort (Fernsehreihe) – Schlußverkauf 1981: Alberta und Alice oder Die Unterwerfung (Fernsehfilm) 1981: Ein Fall für zwei (Fernsehserie) – Der Erbe 1983: Nordlichter: Geschichten zwischen Watt und Weltstadt (Fernsehserie) – eine Folge 1986: Schloßherren (Fernsehserie) – acht Folgen 1988: Bei Thea (Fernsehfilm)
Grab des deutschen Gynäkologen und Malers Bernhard Heyde, Friedhof Ohlsdorf, Planquadrat Z 6 (südwestlich Kapelle 8). Heyde war der Ehemann der österreichisch-deutschen Schauspielerin und Theaterleiterin Ida Ehre, deren Grab sich im Planquadrat O 6 (unterhalb des “Althamburgischen Gedächtnisfriedhofs”) befindet. Details: Prominente. Biografie: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, Neumünster 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 195.
Grab des deutschen Gynäkologen und Malers Bernhard Heyde, Friedhof Ohlsdorf, Planquadrat Z 6 (südwestlich Kapelle 8). Heyde war der Ehemann der österreichisch-deutschen Schauspielerin und Theaterleiterin Ida Ehre, deren Grab sich im Planquadrat O 6 (unterhalb des “Althamburgischen Gedächtnisfriedhofs”) befindet. Details: Prominente. Biografie: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, Neumünster 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 195.