Bernhard Wicki †

Steckbrief von Bernhard Wicki

Name:Bernhard Wicki
Beruf:österreichischer Schauspieler und Filmregisseur
Alter:80 Jahre
Geburtsdatum:25. Mai
Geburtsort:St. Pölten, Österreich
Todesdatum:5. Januar 2000
Sterbeort:München, Deutschland
Sternzeichen:Skorpion
Größe:unbekannt

Familie & Partner

ZeitraumPartner
? – 2000Elisabeth Endriss
Ehefrau
? – 2000Agnes Fink
Ehefrau

Bernhard Wicki war ein Filmregisseur, der am 28. Oktober 1919 geboren wurde und am 5. Januar 2000 verstarb. Wicki, geboren in St. Pölten, Niederösterreich, besaß die Schweizer Staatsbürgerschaft und war bis kurz vor seinem Tod als Schauspieler und Fotograf tätig. Seinen Durchbruch als Regisseur feierte er mit dem Antikriegsfilm "Die Brücke".
Sein Vater, ein Schweizer Ingenieur, und seine österreichische Mutter prägten seine frühe Kindheit. In seiner Jugend war Wicki Mitglied einer linksorientierten Gruppe. Nach dem Abitur begann er ein Studium in Breslau, wechselte aber bald zu einer Schauspielausbildung bei Gustaf Gründgens in Berlin. Seine Mitgliedschaft in der Bündischen Jugend führte zu einer mehrmonatigen Inhaftierung im Konzentrationslager Sachsenhausen. Nach seiner Freilassung setzte er seine Ausbildung in Wien und Salzburg fort.
Seine ersten Erfahrungen mit dem Film machte Wicki als Statist. Es folgten Engagements an verschiedenen Theatern, darunter in Bremen, München und bei den Salzburger Festspielen. 1945 heiratete er die Schauspielerin Agnes Fink, und beide zogen in die Schweiz, wo Wicki die Staatsbürgerschaft annahm. In Zürich lernte er den Dramatiker Friedrich Dürrenmatt kennen. Anfang der 1950er Jahre kehrte Wicki nach München zurück und gab sein Filmdebüt als Schauspieler. Er spielte in Filmen wie "Die letzte Brücke", wo er einen serbischen Partisanenoffizier verkörperte. Inspiriert von einer Fotoausstellung, begann er auch zu fotografieren und arbeitete als Kamera-Assistent. 1958 führte Wicki erstmals Regie.
Der Film "Die Brücke" machte Wicki international bekannt. In den folgenden Jahren arbeitete Wicki weiter als Filmregisseur und veröffentlichte einen Bildband. Er inszenierte auch Theaterstücke, darunter Shakespeares "Antonius und Cleopatra". 1962 führte Wicki Co-Regie bei den deutschen Anteilen des Films "Der längste Tag". Ab 1975 arbeitete Wicki an der Verfilmung eines Romans. Später drehte er ein Porträt über seinen Freund Curd Jürgens. Gemeinsam mit Wolfgang Kohlhaase drehte er den Film "Die Grünstein-Variante". Sein letztes Werk, die Verfilmung von Joseph Roths "Das Spinnennetz", thematisierte die Verstrickung des Bürgertums in rechtsextremer Ideologie. Während der Dreharbeiten erlitt Wicki eine Gehirnblutung, führte das Projekt aber zu Ende. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Wicki 1995 die Schauspielerin Elisabeth Endriss. Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte er anlässlich einer Hommage zu seinem 80. Geburtstag. Nach langer Krankheit starb Bernhard Wicki in München.

Bernhard Wicki wurde in St. Pölten, Österreich, geboren.

Filme mit Bernhard Wicki

Darsteller (Auswahl)
1940: Der Postmeister (Statist), Regie: Gustav Ucicky
1950: Der fallende Stern, Regie: Harald Braun
1953: Der Haflinger Sepp, Regie: Paul May
1953: Die letzte Brücke, Regie: Helmut Käutner
1954: Rummelplatz der Liebe, Regie: Kurt Neumann
1954: Das zweite Leben, Regie: Victor Vicas
1954: Die Mücke, Regie: Walter Reisch
1954: Gefangene der Liebe, Regie: Rudolf Jugert
1954: Ewiger Walzer, Regie: Paul Verhoeven
1955: Es geschah am 20. Juli, Regie: Georg Wilhelm Pabst
1955: Kinder, Mütter und ein General, Regie: László Benedek
1955: Rosen im Herbst, Regie: Rudolf Jugert
1955: Du mein stilles Tal, Regie: Leonard Steckel
1956: Frucht ohne Liebe, Regie: Ulrich Erfurth

Alle Filme anzeigen

1956: Weil du arm bist, mußt du früher sterben, Regie: Paul May
1956: Skandal um Dr. Vlimmen, Regie: Arthur Maria Rabenalt
1957: Königin Luise, Regie: Wolfgang Liebeneiner
1957: Flucht in die Tropennacht, Regie: Paul May
1957: Es wird alles wieder gut, Regie: Géza von Bolváry
1957: Die Zürcher Verlobung, Regie: Helmut Käutner
1958: Madeleine und der Legionär, Regie: Wolfgang Staudte
1958: Die Katze (La chatte), Regie: Henri Decoin
1958: Frauensee, Regie: Rudolf Jugert
1958: Unruhige Nacht, Regie: Falk Harnack
1958: Frau im besten Mannesalter, Regie: Axel von Ambesser
1960: Lampenfieber, Regie: Kurt Hoffmann
1960: Die Nashörner (TV-Rolle), Regie: Gustav Rudolf Sellner
1960: Die Nacht (La notte), Regie: Michelangelo Antonioni
1962: Liebe macht erfinderisch (L’amore difficile), Regie: Alberto Bonucci
1962: Erotica (L’amore difficile)
1963: Ferien in Portugal (Vacances Portugaises), Regie: Pierre Kast
1963: Elf Jahre und ein Tag, Regie: Gottfried Reinhardt
1968: Affaire Dreyfus (TV-Rolle), Regie: Franz Josef Wild
1968: Der Feldmarschall (TV-Rolle), Regie: Hermann Kutscher
1968: Graf Öderland (TV-Rolle), Regie: Rolf Hädrich
1969: Deine Zärtlichkeiten, Regie: Peter Schamoni
1971: Carlos, Regie: Hans W. Geißendörfer
1972: Der Kommissar – Episode: Toter Gesucht (TV-Rolle), Regie: Theodor Grädler
1972: Das Jahrhundert der Chirurgen (TV-Rolle), Regie: Wolf Dietrich
1973: Der Kommissar – Herr und Frau Brandes (TV-Rolle), Regie: Leopold Lindtberg
1975: Frankensteins Spukschloß, auch: Crime And Passion, Regie: Ivan Passer
1975: Glückssucher (TV-Rolle), Regie: Peter Beauvais
1975: Drei Wege zum See (TV-Rolle), Regie: Michael Haneke
1977: Derrick – Eine Nacht im Oktober (TV-Rolle), Regie: Wolfgang Becker
1977: Die linkshändige Frau, Regie: Peter Handke
1978: Despair – Eine Reise ins Licht, Regie: Rainer Werner Fassbinder
1978: Die gläserne Zelle, Regie: Hans W. Geißendörfer
1978: Die Abenteuer des David Balfour (TV-Rolle, 4 Teile), Regie: Jean-Pierre Decourt
1978: Der Mann im Schilf, Regie: Manfred Purzer
1979: Lemminge (TV-Rolle), Regie: Michael Haneke
1979: Theodor Chindler, Regie: Hans W. Geißendörfer
1979: Der Alte – Alte Kameraden (TV-Rolle), Regie: Theodor Grädler
1980: Im Schlaraffenland (TV-Rolle), Regie: Fritz Umgelter
1980: Death Watch – Der gekaufte Tod, auch: La Mort En Direct, Regie: Bertrand Tavernier
1980: Derrick – Zeuge Yurowski (TV-Rolle), Regie: Alfred Vohrer
1981: Der Alte Der Zigeuner (TV-Rolle), Regie: Theodor Grädler
1982: Domino, Regie: Thomas Brasch
1982: Der geheimnisvolle Fremde, Regie: Peter H. Hunt
1982: Max Haufler, „Der Stumme“ (Dokumentarfilm)
1982: Bereg – Das Ufer, Regie: Alexander Alow, Wladimir Naumow
1983: Frühlingssinfonie, Regie: Peter Schamoni
1983: Eine Liebe in Deutschland, Regie: Andrzej Wajda
1983: Eine Art von Zorn (TV-Rolle), Regie: Ulrich Edel
1984: Duell ohne Gnade (La diagonale du fou), Regie: Richard Dembo
1984: Paris, Texas, Regie: Wim Wenders
1984: Ein Fall für zwei: Elf Jahre danach (TV-Rolle), Regie: Michael Meyer
1985: Marie Ward – Zwischen Galgen und Glorie, Regie: Angelika Weber
1986: Killing Cars, Regie: Michael Verhoeven
1990: Das Erbe der Guldenburgs, Regie: Gero Erhardt
1991: Erfolg, Regie: Franz Seitz junior
1993: Prinzenbad, Regie: Richard Blank
1994: Rosamunde Pilcher – Wilder Thymian (TV-Rolle), Regie: Gero Erhardt
Regie
1958: Warum sind sie gegen uns?
1959: Die Brücke, nach dem gleichnamigen Roman von Manfred Gregor
1961: Das Wunder des Malachias, nach einem Roman von Bruce Marshall
1962: Der längste Tag (zusammen mit anderen Regisseuren, unter anderem Ken Annakin und Andrew Marton) nach dem gleichnamigen Tatsachenbericht von Cornelius Ryan über den D-Day
1964: Der Besuch, nach dem Drama Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt
1965: Morituri (Fernsehtitel: Kennwort: Morituri), nach einem Roman von Werner Jörg Lüddecke
1967: Der Paukenspieler (Co-Regie)
1970: Karpfs Karriere
1971: Das falsche Gewicht, nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Roth
1977: Curd Jürgens – Der Filmstar, der vom Theater kam
1977: Die Eroberung der Zitadelle, nach der gleichnamigen Novelle von Günter Herburger
1984: Die Grünstein-Variante, nach einem Hörspiel von Wolfgang Kohlhaase, Dreharbeiten gemeinsam mit Wolfgang Kohlhaase
1987: Sansibar oder Der letzte Grund, nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Andersch
1989: Das Spinnennetz, nach dem gleichnamigen Roman von Joseph Roth
Synchronsprecher (Auswahl)
1952: Pläsier (Le Plaisir), Regie: Max Ophüls
1953: O Cangaceiro – Die Gesetzlosen (O Cangaceiro), Regie: Lima Barreto
1957: Die zwölf Geschworenen (12 Angry Men), Regie: Sidney Lumet
1971:

Bilder zum Thema Bernhard Wicki

Bernhard Wicki Bild 1
Grab des schweizerischen Schauspielers und Regisseurs Bernhard Wicki, Friedhof Nymphenburg, München.
Bernhard Wicki Bild 2
Nymphenburger Friedhof in Nymphenburg im Stadtbezirk Neuhausen-Nymphenburg in München (Bayern/Deutschland), Grab von Bernhard Wicki

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Fakten über Bernhard Wicki

  • Wodurch ist Bernhard Wicki bekannt?

    Bernhard Wicki war ein 🙋‍♂️ österreichischer Schauspieler und Filmregisseur

  • Wie alt wurde Bernhard Wicki?

    Bernhard Wicki erreichte ein Alter von ⌛ 80 Jahren.

  • Wann hat Bernhard Wicki Geburtstag?

    Bernhard Wicki wurde an einem Dienstag am ⭐ 25. Mai geboren.

  • Wo wurde Bernhard Wicki geboren?

    Bernhard Wicki wurde in 🚩 St. Pölten, Österreich, geboren.

  • War Bernhard Wicki verheiratet oder hatte er eine Partnerin?

    Ja, Bernhard Wicki war verheiratet. Als Ehepartner ist Elisabeth Endriss und Agnes Fink bekannt.

  • In welchem Sternzeichen wurde Bernhard Wicki geboren?

    Bernhard Wicki wurde im westlichen Sternzeichen Skorpion geboren.

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