Bildquelle: WP_Werner_Finck.jpg Autor: Wikipedia / Alexander Binder (* 1888 in Alexandria; † 25. Februar 1929 in Berlin) Lizenz: Die Schutzdauer für das von dieser Datei gezeigte Werk ist nach den Maßstäben des deutschen, des österreichischen und des schweizerischen Urheberrechts abgelaufen. Es ist daher gemeinfrei.
Steckbrief von Werner Finck
Name:
Werner Finck
Vollständiger Name:
Werner Paul Walther Finck
Beruf:
deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist
Werner Finck war ein deutscher Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller, der am 2. Mai 1902 in Görlitz geboren wurde und am 31. Juli 1978 in München verstarb. Er war der Sohn eines Apothekers und besuchte Gymnasien, ohne jedoch das Abitur zu machen. Später wurde er an der Kunstschule in Dresden aufgenommen. Seine ersten Schritte auf der Bühne machte er in Laienspielgruppen, wo er auch begann, Gedichte zu schreiben. Nach einigen erfolglosen Versuchen im Journalismus fand er sein erstes Engagement als Schauspieler in Bunzlau und später am Hessischen Landestheater in Darmstadt. Dort erkannte man sein komisches Talent, auch wenn er zunächst nur kleine Rollen spielte. 1928 zog Finck nach Berlin, wo er in Künstlerkreisen verkehrte und in Kleinkunstbühnen wie dem "Larifari" auftrat. Im Jahr 1929 gründete Werner Finck das Kabarett "Die Katakombe", das er bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1935 leitete. Für seine satirischen Programme schrieben unter anderem B. Traven, Erich Kästner und Kurt Tucholsky. Die Programme zeichneten sich durch sprachlichen Witz und zunehmend auch durch politische Bezüge aus. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden die Vorstellungen der "Katakombe" regelmäßig von Spitzeln besucht. Fincks Programme waren voller Wortspiele, die ihm gefährlich wurden. Im Sommer 1935 wurde die "Katakombe" auf Anordnung von Joseph Goebbels geschlossen. Finck wurde verhaftet und kurzzeitig in das Konzentrationslager Esterwegen gebracht. Dank der Intervention der Schauspielerin Käthe Dorsch bei Hermann Göring kam er jedoch wieder frei. Er erhielt ein Jahr Arbeitsverbot. Ab 1937 durfte er wieder im "Kabarett der Komiker" auftreten. Um einer erneuten Verhaftung zu entgehen, meldete er sich 1939 freiwillig zum Kriegsdienst. Nach dem Krieg gründete er die Zeitschrift "Die Fieberkurve" für verletzte deutsche Kriegsgefangene und trat in Gefangenenlagern auf. Später gab er zusammen mit Hans Bayer die satirische Zeitschrift "Das Wespennest" heraus. Werner Finck starb 1978 in München.
Zitate von Werner Finck
Bei meinem Eintritt sprang ein baumlanger SS-Mann auf mich zu und fragte: «Haben Sie Waffen?» «Wieso?» fragte ich. «Braucht man hier welche?»
Quelle
"Alter Narr - was nun?", dtv. München. 1975. S. 63
Bitte um Entschuldigung für meine abgehackten Sätze, für das Durcheinander. Ich könnte noch mehr Gehacktes liefern. Das hab ich mir damals angewöhnt in der schrecklichen Zeit des Dritten Reiches. Wenn ein Gauleiter mit mir sprach, dann sagte ich erst mal einen halben Satz und wartete, wie das wirkt bei ihm. Dann konnte ich das Ende immer noch reparieren. Auf diese Weise ist mir manches erhalten geblieben, was ich heute noch gut gebrauchen kann.
Quelle
(Der Redner zeigt dabei auf seinen Hals.) "Alter Narr, was nun?", CD "Geschichte meiner Zeit", Live-Mitschnitt, 1972, ISBN 3-7844-4008-8
Es gibt manche, die haben sich derartig getarnt, dass sie also vor lauter Tarnung Gauführer wurden.
Quelle
Programm "Kritik der reinen Unvernunft", aufgenommen in der Stuttgarter Mausefalle 1947 und in: "Zwischendurch. Ernste Versuche mit dem Heiteren", Fischer TBV, München, Frankfurt 1977, S. 79 ff., ISBN 3-436-02502-X
Alle Zitate anzeigen
Es ist ja eine Ironie des Schicksals, dass gerade in dem Lande, wo am meisten Heil gerufen worden ist, so wenig heil geblieben ist.
Quelle
Programm "Kritik der reinen Unvernunft", aufgenommen in der Stuttgarter Mausefalle 1947 und in: "Zwischendurch. Ernste Versuche mit dem Heiteren", Fischer TBV, München, Frankfurt 1977, S. 79 ff., ISBN 3-436-02502-X
Ich beneide immer alle Leute, die fließend sprechen, also flüssig, wie unsere Politiker, meistens sogar überflüssig. Aber ich kann eben nicht so schnell sprechen. Ich muss so oft über das nachdenken, was ich sage. Das hält natürlich kolossal auf.
Quelle
"Alter Narr, was nun?", CD "Geschichte meiner Zeit", Live-Mitschnitt, 1972, ISBN 3-7844-4008-8
Ich weiß nicht, wo Bonn aufhört und die Kleinstadt anfängt!
Quelle
Merian Bonn, S. 138
Macht euch keine Sorgen, Jungens! Jetzt haben wir sechs Jahre Krieg hinter uns gebracht – da werden wir die paar Friedensjahre auch noch überstehen!
Quelle
"Witz als Schicksal, Schicksal als Witz", S. 83Werner Finck wurde in Görlitz, Deutschland, geboren.
Filme mit Werner Finck
1932: Die Wasserteufel von Hieflau 1932: Die verliebte Firma 1933: Der Läufer von Marathon 1933: Der Choral von Leuthen 1933: Liebelei 1933: Die Fahrt ins Grüne 1933: Keine Angst vor Liebe 1933: Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt 1933: Das Tankmädel 1934: Einmal eine große Dame sein 1934: Die Freundin eines großen Mannes 1934: Der Vetter aus Dingsda 1934: Die Liebe siegt 1934: Jungfrau gegen Mönch 1934: Ferien vom Ich
Alle Filme anzeigen
1935: Frischer Wind aus Kanada 1935: April, April! 1937: Sherlock Holmes: Die graue Dame 1937: Die glücklichste Ehe der Welt 1937: Die unentschuldigte Stunde 1937: Der Landstreicher 1937: La Habanera 1938: Das Mädchen von gestern Nacht 1938: Die Umwege des schönen Karl 1948: Film ohne Titel 1950: Meine Nichte Susanne 1950: Es begann um Mitternacht 1951: Die Frauen des Herrn S. 1951: Es geht nicht ohne Gisela 1954: Stärker als die Nacht 1955: Lola Montez 1955: Hanussen 1956: Ich und meine Schwiegersöhne 1956: Lumpazivagabundus 1956: Heute heiratet mein Mann 1957: Die Zürcher Verlobung 1957: Viktor und Viktoria 1957: Maya 1957: Der müde Theodor 1957: Heiraten verboten 1957: Die Zwillinge vom Zillertal 1958: Gangsterjagd in Lederhosen 1958: Vater, Mutter und neun Kinder 1959: Und das am Montagmorgen 1959: Labyrinth 1959: Rosen für den Staatsanwalt 1959: Mein Schatz, komm mit ans blaue Meer 1960: Der letzte Fußgänger 1960: Mal drunter – mal drüber 1960: Im weissen Rössl 1960: Sturm im Wasserglas 1961: Was macht Papa denn in Italien? 1961: Es muß nicht immer Kaviar sein 1961: Liebe mit zwanzig (L’amour à vingt ans) 1962: Zwei Bayern in Bonn 1968: Der Partyphotograph 1968: Quartett im Bett 1969: Klassenkeile 1969: Hurra, die Schule brennt! 1972: Van der Valk und das Mädchen (Fernsehfilm, Regie Peter Zadek) 1972: Acht Stunden sind kein Tag (Fernsehproduktion Rainer Werner Fassbinder)
Werner Finck war ein 🙋♂️ deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist
Wie alt wurde Werner Finck?
Werner Finck erreichte ein Alter von ⌛ 76 Jahren.
Wann hat Werner Finck Geburtstag?
Werner Finck wurde an einem Freitag am ⭐ 2. Mai 1902 geboren.
Wo wurde Werner Finck geboren?
Werner Finck wurde in 🚩 Görlitz, Deutschland, geboren.
In welchem Sternzeichen wurde Werner Finck geboren?
Werner Finck wurde im westlichen Sternzeichen Stier geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen der Tiger 虎 mit dem Element Wasser ('Wasser-Tiger').