Maurice Maeterlinck war ein belgischer Schriftsteller und Dramatiker, der am 29. August 1862 geboren wurde und am 6. Mai 1949 verstarb. Er stammte aus Gent und schrieb seine Werke auf Französisch. Maeterlinck wuchs als ältester Sohn in einer wohlhabenden, französischsprachigen Familie auf und hatte zwei Brüder. Seine Ausbildung begann am Jesuitenkolleg Sainte-Barbe, später studierte er Jura an der Universität Gent. Während des Studiums entstanden erste literarische Versuche, Gedichte und Erzählungen, die er jedoch später weitgehend vernichtete. Nach dem Studium verbrachte er einige Monate in Paris, wo er Kontakte zu Symbolisten wie Stéphane Mallarmé knüpfte. Von 1886 bis 1889 arbeitete Maeterlinck als Anwalt in Gent, parallel dazu veröffentlichte er Gedichte. Sein Durchbruch gelang ihm mit dem Schauspiel "La Princesse Maleine", das zunächst in einer Brüsseler Zeitschrift erschien und dann als Buch veröffentlicht wurde. Das Werk wurde begeistert aufgenommen und verhalf Maeterlinck zu großem Ansehen. Ein persönlicher Schicksalsschlag war der Tod seines jüngeren Bruders im Jahr 1891, den er später in einem Essay verarbeitete. Sein bekanntestes Drama, "Pelléas et Mélisande", entstand 1892 und wurde mehrfach vertont, unter anderem als Oper von Claude Debussy. Maeterlinck interessierte sich auch für Marionettentheater, da er darin eine geeignete Form sah, die Schicksalsgebundenheit des Lebens darzustellen. Ab 1895 war Maeterlinck mit der Schauspielerin Georgette Leblanc liiert, weshalb er 1896 nach Paris zog. Zwischen 1897 und 1911 erlebte Maeterlinck seine erfolgreichste Zeit als Schriftsteller. In dieser Zeit entstanden philosophische Schriften wie "La Sagesse et la Destinée" und "Das Leben der Bienen". Mit dem Schauspiel "Monna Vanna" gelang ihm 1902 der endgültige Durchbruch beim breiten Publikum. Ein weiterer großer Erfolg war das Märchendrama "Der blaue Vogel", das 1909 in Moskau uraufgeführt wurde und ein internationales Publikum erreichte. 1911 erhielt Maeterlinck den Nobelpreis für Literatur. Während des Ersten Weltkriegs zog sich Maeterlinck nach Nizza zurück und verurteilte in Artikeln und Reden die Deutschen. 1919 heiratete er die Schauspielerin Renée Dahon. In den 1920er Jahren veröffentlichte er eine Studie über Okkultismus und esoterische Lehren. Später widmete er sich vermehrt naturwissenschaftlichen Themen und veröffentlichte mehrere Essay-Bände über Insektenkunde. 1932 wurde Maeterlinck vom belgischen König geadelt. Vor dem Zweiten Weltkrieg emigrierte er 1940 in die USA, kehrte aber später nach Europa zurück.
Ein jeder Schritt, den wir zu dieser Stunde nach einem unbestimmten Ziele machen, ist für uns belangreicher, als die tausend Meilen, die wir dereinst zu einem glänzenden, aber verjährten Siege machten.
Quelle
Von der inneren Schönheit. Deutsch von Maria Kühn. K.R. Langewiesche 1912. S. 128
Erklimme das Gebirge oder steige ins Tal hinab, gehe bis ans Ende der Welt oder um dein Haus herum: du triffst immer nur dich auf den Straßen des Zufalls.
Quelle
Von der inneren Schönheit. Deutsch von Maria Kühn. K.R. Langewiesche 1912. S. 91
Nichts ist bedrohlicher als das Glück; jeder Kuss kann einen Feind wecken.
Quelle
Aglavaine und Selysette. Trauerspiel in fünf Aufzügen. Deutsch von Claudine Funck-Brentano und Friedrich von Oppeln-Bronikowski. Eugen Diederichs 1904. II. Akt, 1. Scene, S. 16 books.google
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Man täuscht sich stets, wenn man nicht die Augen schließt, um zu verzeihen oder klarer in sich selbst zu sehen.
Quelle
Pelléas et Mélisande. Deutsch von Friedrich von Oppeln-Bronikowski. Diederichs, 1908. I. Akt, 3. Scene. S. 12Maurice Maeterlinck wurde in Gent, Belgien, geboren.
Photograph of actress Georgette Leblanc, partner of Maurice Maeterlinck
Caption reads as follows:MADAME MAETERLINCKWife of the "Belgian Shakespeare" and—as he himself puts it—his most helpful, intelligent critic.
Belgian author Maurice Maeterlinck being greeted by American film director Mason N. Litson (1879 – 1949) during a visit to the Goldwyn studios, on page 77 of the April 10, 1920 Exhibitors Herald.
Portrait of Belgian writer, poet and playwright Maurice Maeterlinck (1862-1949) from Le Livre des masques (vol. II, 1898) by Remy de Gourmont (1858-1916)
TitleMaurice MaeterlinckContributorMaeterlinck, Maurice (1862-1949) (depicted)Malvaux, J. (artist) (graphic artist)Dates.dPublisher(1910-1950)GenrePortraitsExtentvoorstelling: 100 x 67 mm voorstelling met opschrift: 102 x 67 mm plaatrand: 113 x 79 mm.GraphicBlack-and-white ;LanguageFrenchTypographical detailsheliogravure (after a lithograph)Additional infoInscriptions: ÉT.s J. MALVAUX (buiten de voorstelling: onderaan, rechts)Inscriptions: MAURICE MAETERLINCK / A L'AGE DE 47 ANS / D'APRES UNE LITHOGRAPHIE ANGLAISE (op achterzijde: midden, centraal)SourceLibrary CatalogSource IDlbsn9983087930101471
Omschrijving: Nobelprijswinnaars. Vlaams schrijver (en vanaf 1932 Graaf) Maurice Polydore Marie Bernard Maeterlinck, winnaar van de Nobelprijs voor de Literatuur 1911. Plaats onbekend, 1911 of later
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