Hans Küng war ein Schweizer Theologe, römisch-katholischer Priester und Autor, der am 19. März 1928 in Sursee, Kanton Luzern geboren wurde und am 6. April 2021 in Tübingen verstarb. Küng besuchte von 1935 bis 1948 Schulen in Sursee und Luzern und erwarb dort seine Matura. Anschließend studierte er Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Während seines Studiums wurde er Mitglied einer katholischen Studentenverbindung und nahm intensiv an Seminaren teil, die sich mit dem Heil von Nicht-Christen beschäftigten. Küng wurde in die höheren Formen des Gebets eingeführt, wonach er eifrig strebte. Nach seinen Abschlüssen wurde Küng zum Priester geweiht und beschäftigte sich intensiv mit der Kirchlichen Dogmatik Karl Barths. Weitere Studien führten ihn an die Sorbonne und das Institut Catholique in Paris, wo er promovierte. Barth selbst lobte seine Dissertation. Küngs Werk zielte darauf ab, die Differenzen zwischen Protestanten und Katholiken in der Rechtfertigungslehre zu überwinden. Nach seiner Promotion befasste er sich intensiv mit Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Nach seiner Priesterweihe 1954 arbeitete Küng in der Seelsorge und als wissenschaftlicher Assistent, bevor er 1960 Professor für Fundamentaltheologie in Tübingen wurde. Küng entwickelte ein Reformprogramm, das unter anderem die Abschaffung des Zölibats und die Gleichberechtigung der Frau forderte. Als Konzilstheologe nahm er von 1962 bis 1965 am Zweiten Vatikanischen Konzil teil. Küng setzte sich erfolgreich für die Aufwertung der Bibel und eine liturgische Volkssprache ein. Kardinal Alfredo Ottaviani und Papst Paul VI. rieten ihm jedoch zu mehr Zurückhaltung. Von 1963 bis 1980 war Küng Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie in Tübingen. In den 1970er Jahren regte er ein Memorandum zur Reform kirchlicher Ämter an. Neben seiner Lehrtätigkeit nahm Küng Gastprofessuren in den USA und der Schweiz wahr. Küng kritisierte zentrale Elemente der Kirche, was zu einem Lehrverfahren führte. 1979 wurde ihm die kirchliche Lehrerlaubnis entzogen. Ab 1980 war Küng Professor für Ökumenische Theologie in Tübingen. In den 1980er Jahren übertrug er die Theorie des Paradigmenwechsels auf die Religionsgeschichte. 1989 legte er das Basispapier für ein Symposium an der UNESCO zum Thema "Kein Weltfriede ohne Religionsfriede" vor. Küng war Initiator der Stiftung Weltethos. 2005 empfing ihn Papst Benedikt XVI. zu einer Privataudienz. Hans Küng starb 2021 in Tübingen.
Immer deutlicher wurde mir in den letzten Jahren, daß die eine Welt, in der wir leben, nur dann eine Chance zum Überleben hat, wenn in ihr nicht länger Räume unterschiedlicher, widersprüchlicher oder gar sich bekämpfender Ethiken existieren. Diese eine Welt braucht ein Ethos; diese eine Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende und verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele.
Quelle
Projekt Weltethos, Piper München 1990, S. 14 ISBN 3-492-03426-8
Kein menschliches Zusammenleben ohne ein Weltethos der Nationen; kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen; kein Friede unter den Religionen ohne Dialog unter den Religionen.
Quelle
Projekt Weltethos, Piper, München 1990, S. 171
Religion kann die Evolution als Schöpfung interpretieren. Naturwissenschaftliche Erkenntnis kann Schöpfung als evolutiven Prozeß konkretisieren. Religion kann so dem Ganzen der Evolution einen Sinn zuschreiben, den die Naturwissenschaft von der Evolution nicht ablesen, bestenfalls vermuten kann.
Quelle
Der Anfang aller Dinge: Naturwissenschaft und Religion, Piper 2005, S. 169 ISBN 978-3492047876
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Wer viel weiß, weiß auch, was er nicht weiß - zumindest wenn er weise ist.
Quelle
Der Anfang aller Dinge: Naturwissenschaft und Religion, Piper 2005, S. 91Hans Küng wurde in Sursee, Kanton Luzern, Schweiz, geboren.
Bilder zum Thema Hans Küng
Bildnachweis
Bildquelle: Hans_Küng_signature.svg Autor: Wikipedia / Original: Hans Küng
Upload: Alfred Löhr
Derivative work: Riquix
Vectorization: Carnby Lizenz: gemeinfrei
Boris Palmer, Helmut Schmidt und Hans Küng (v.l.n.r.) am 8. Mai 2007 in Tübingen anlässlich der von Küng veranstalteten und von Schmidt gehaltenen „Weltethos“-Rede.
Collectie / Archief : Fotocollectie Anefo
Reportage / Serie : [ onbekend ]
Beschrijving : Duitse theoloog dr. Hans Kung houdt lezing in Dominicuskerk te Amsterdam, dr. Hans Kung (kop)
Datum : 29 januari 1973
Locatie : Amsterdam, Noord-Holland
Trefwoorden : lezingen, theologen
Persoonsnaam : Dominicuskerk
Fotograaf : Croes, Rob C. / Anefo
Auteursrechthebbende : Nationaal Archief
Materiaalsoort : Negatief (zwart/wit)
Nummer archiefinventaris : bekijk toegang 2.24.01.05
Bestanddeelnummer : 926-1872
Hans Küng war ein 🙋♂️ Schweizer Theologe, römisch-katholischer Priester und Autor
Wie alt wurde Hans Küng?
Hans Küng erreichte ein Alter von ⌛ 93 Jahren.
Wann hat Hans Küng Geburtstag?
Hans Küng wurde an einem Montag am ⭐ 19. März 1928 geboren.
Wo wurde Hans Küng geboren?
Hans Küng wurde in 🚩 Sursee, Kanton Luzern, Schweiz, geboren.
In welchem Sternzeichen wurde Hans Küng geboren?
Hans Küng wurde im westlichen Sternzeichen Fische geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen der Drache 龙 mit dem Element Erde ('Erde-Drache').
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