Anatole France war Vater eines Kindes namens Suzanne Thibault (* 1881).
Anatole France war ein französischer Schriftsteller, der am 16. April 1844 in Paris geboren wurde und am 12. Oktober 1924 in Saint-Cyr-sur-Loire verstarb. France wuchs in einer gebildeten Familie auf, sein Vater war Buchhändler. Seine schulische Ausbildung schloss er 1864 mit dem Baccalauréat ab. Schon früh entwickelte er ein starkes Interesse an Literatur und eignete sich umfangreiches humanistisches Wissen an. Im Jahr 1866 lernte France den Verleger Alphonse Lemerre kennen, bei dem er als freiberuflicher Lektor arbeitete und unter anderem eine Anthologie zeitgenössischer Lyrik herausgab. Um finanziell für seine Heirat und Familiengründung abgesichert zu sein, nahm er 1876 eine Stelle als Bibliotheksangestellter an. Diese Position gab er 1890 auf, da er nun von seiner Schriftstellerei leben konnte. Seine Karriere als Autor begann mit Gedichten im Stil der Parnasse-Dichter, zu deren Kreis er ab 1867 gehörte. Er war aber auch als Erzähler und Literaturkritiker tätig. Sein Durchbruch gelang France 1881 mit dem Roman "Das Verbrechen Sylvestre Bonnards, Mitglied des Instituts", der mit dem Prix de l'Académie française ausgezeichnet wurde. Dies öffnete ihm die Türen zu den Pariser Salons und brachte ihm 1884 das Kreuz der Ehrenlegion ein. Anfangs vertrat France eher konservative Ansichten, doch um 1890 begann er sich nach links zu orientieren. Er sympathisierte mit antiklerikalen und sozialistischen Ideen. Ein Zeugnis seines Umdenkens war der historische Roman "Thaïs" von 1889/90. Antiklerikales Denken zeigte sich auch in dem Roman "Die Bratküche zur Königin Pedauque". 1895 wurde France zum Offizier der Ehrenlegion befördert und 1896 in die Académie française aufgenommen. Seine politische Haltung wurde in der Romantetralogie "Zeitgeschichte" deutlich. Im Ersten Weltkrieg vertrat France eine gemäßigt patriotische Position. Nach dem Krieg schloss er sich den Kommunisten an, distanzierte sich aber später von ihnen. 1921 erhielt er den Literaturnobelpreis. Anatole France wurde 1924 mit einem Staatsbegräbnis geehrt und auf dem Alten Friedhof von Neuilly-sur-Seine beigesetzt.
Zitate von Anatole France
Alle historischen Bücher, die keine Lügen enthalten, sind schrecklich langweilig.
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Die Schuld des Professors Bonnard
Man muß im Leben mit dem Zufall rechnen. Der Zufall, schließlich, ist Gott.
Quelle
Der Garten des Epikur. Autorisierte Übersetzung von Olga Sigall. Verlag J.C.C. Bruns Minden/Westphalen.1906. S. 76 books.google
unter der majestätischen Gleichheit des Gesetzes, das Reichen wie Armen verbietet, unter Brücken zu schlafen, auf den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen.
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Die rote Lilie. Roman. Deutsch von Franziska zu Reventlow. Musarion Verlag München 1919. Siebtes Kapitel. Seite 112. projekt-gutenberg.org
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Ich werde versuchen, gute Beispiele dafür zu finden, daß Vorzüge von gestern oft die Fehler von morgen sind.
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Die Vormittage der Villa Said. Gespräche gesammelt von Paul Gsell. Deutsch von Hans Jacob. Verlag I.M. Spaeth 1925. Seite 103
Sinnlose Europäer, die daran denken, sich gegenseitig zu erwürgen, wo doch gleiche Zivilisation sie einhüllt und vereint!
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Aufruhr der Engel, zitiert bei Alfred Grunow (Hrsg.): Führende Worte Band 2 - Lebensweisheit und Weltanschauung abendländischer Dichter u. Denker. 1961. S. 233Anatole France wurde in Paris, Frankreich, geboren.
Sujet : France, Anatole (1844-1924)
Paris (France) -- Quai de Conti
Académie française
Référence bibliographique : Rol, 88228
Appartient à l’ensemble documentaire : Pho20Rol
Image de presse
Couverture : 15 novembre 1923
Langue : français
First page of L'Humanité, 31/10/1906, with an article on Clemenceau written by Anatole France (this article was originally published in the Neue Freie Presse in Vienna according to Michel Winock's biography on Clemenceau, 2007, p.338). There is also an article by Louis Héliès (socialist deputy in the 1920s) and an article on a robbery at the Louvre.
Référence bibliographique : Meurisse, 98211
Appartient à l’ensemble documentaire : Pho20Meu
Image de presse
Couverture : 11 juin 1922
Langue : français
Éditeur : diff. par l'Agence Meurisse (Paris)
Référence bibliographique : Meurisse, 98207
Appartient à l’ensemble documentaire : Pho20Meu
Image de presse
Couverture : 11 juin 1922
Langue : français
Éditeur : diff. par l'Agence Meurisse (Paris)
Omschrijving: Nobelprijswinnaars. De Franse dichter Anatole France (1844-1924) (pseudoniem voor Jacques Anatole François Thibault), winnaar van de Nobelprijs voor de Literatuur, 1921. Plaats en datum onbekend.
Bildquelle: PL_Kłośnik_-_Wybór_nowel_zagranicznych_autorów.djvu Autor: Wikipedia / Zygmunt Klosnik-Januszowski / Ekaterina Umanets / Evgeny Chirikov / Eugène Fourrier / Guy de Maupassant / Henry de Forge / Ivan Vazov / Antonie Baumberg / Anatole France / André Dumas / André Theuriet / Anton Chekhov / Charles Esquier / Émile Level / Maxim Gorky / Paul Bourget / Paul Gruyer / Nikolai Leykin / Paul Margueritte / Victor Margueritte / Maurice Diard / René Maizeroy Lizenz: gemeinfrei
Scans of a book. Unknown date of death for F. Brady (english); Ivan Timkovskij-Kostin (Иван Константинович Тимковский; viaf 165803337); Edmund Frank (french) M. Ritland (dutch) and F. Wrede.