Therese Giehse war eine deutsche Schauspielerin und Kabarettistin, die am 6. März 1898 geboren wurde und am 3. März 1975 verstarb. Sie kam in München als jüngstes von fünf Kindern zur Welt, ihre Eltern waren jüdische Kaufleute. Giehse wuchs in einem liberalen Elternhaus auf, entwickelte aber früh eine Skepsis gegenüber Religionen. Bereits in der Volksschule erfuhr sie antisemitische Anfeindungen, die sie als ausgrenzend empfand. Der Verlust ihres Vaters im Jahr 1911 und der Beginn des Ersten Weltkriegs waren einschneidende Erlebnisse in ihrer Kindheit. Schon als junges Mädchen hegte Therese Giehse den Wunsch, Schauspielerin zu werden. Im Jahr 1915 sprach sie bei Albert Steinrück vor und erhielt daraufhin eine Ausbildung bei Toni Wittels-Stury. Zwischen 1918 und 1920 nahm sie Schauspielunterricht. 1920 wählte sie den Künstlernamen Giehse. Ihre ersten Engagements führten sie von 1920 bis 1926 durch verschiedene Provinztheater. Von 1926 bis 1933 war sie festes Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen. Im Januar 1933 gründete Giehse zusammen mit Erika und Klaus Mann sowie Magnus Henning das Kabarett "Die Pfeffermühle". Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft und ihrer politischen Haltung emigrierte sie mit dem Kabarett im März 1933, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Nach Stationen in Zürich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Österreich und der Tschechoslowakei feierte "Die Pfeffermühle" 1936 ihre 1000. Vorstellung in Amsterdam. Um einen britischen Pass zu erhalten, heiratete Therese Giehse 1936 den homosexuellen Schriftsteller John Hampson. Nach dem Krieg kehrte sie an das Zürcher Schauspielhaus zurück, dem sie zeitlebens verbunden blieb, und gastierte an Bühnen in München, Berlin, Salzburg und Wien. Therese Giehse war eine gefragte Interpretin von Bertolt Brechts Werken und trat zeitweilig auch im Berliner Ensemble auf. Sie starb drei Tage vor ihrem 77. Geburtstag in München.
Therese Giehse wurde in München, Deutschland, geboren.
Filme mit Therese Giehse
Kino 1928: Wenn die Schwalben heimwärts ziehn 1930: Der Fremdenlegionär 1932: Lene, Friedl und Anny 1932: Die Zwei vom Südexpress 1932: Die verkaufte Braut – Regie: Max Ophüls 1940: Die missbrauchten Liebesbriefe 1941: Menschen, die vorüberziehen – Regie: Max Haufler 1942: Das Gespensterhaus – Regie: Franz Schnyder 1945: Die letzte Chance – Regie: Leopold Lindtberg 1947: The Mark of Cain 1948: Anna Karenina – Regie: Julien Duvivier 1952: Herz der Welt – Regie: Harald Braun 1952: Vater braucht eine Frau – Regie: Harald Braun 1953: Muß man sich gleich scheiden lassen? – Regie: Hans Schweikart
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1955: Kinder, Mütter und ein General – Regie: László Benedek 1955: Roman einer Siebzehnjährigen – Regie: Paul Verhoeven 1956: Zärtliches Geheimnis – Regie: Wolfgang Schleif 1957: Die Angst vor der Gewalt (Der 10. Mai) 1958: Petersburger Nächte 1958: Mädchen in Uniform – Regie: Géza von Radványi 1960: Sturm im Wasserglas 1973: Lacombe, Lucien (Lacombe Lucien) – Regie: Louis Malle 1975: Black Moon – Regie: Louis Malle Fernsehen 1961: Die Unterrichtsstunde 1963: Wassa Schelesnowa – Regie: Egon Monk 1963: Haben – Regie: Rolf Hädrich 1964: Die Physiker – Regie: Fritz Umgelter 1965: Der Sündenbock – Regie: Fritz Umgelter 1966: Der Brecht-Abend der Giehse 1969: Sturm im Wasserglas – Regie: Theodor Grädler 1970: Die Mutter 1974: Münchner Geschichten – Regie: Helmut Dietl 1975: Weitere Aussichten … – Regie: Franz Xaver Kroetz 1930: , S. 15 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/mfi 1932: , S. 16 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/mfi 1933: , S. 11 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/mfi
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