Rosa Luxemburg †

Steckbrief von Rosa Luxemburg

Name:Rosa Luxemburg
Beruf:russisch-deutsche marxistische Theoretikerin
Alter:47 Jahre
Geburtsdatum:5. März 1871
Geburtsort:Zamosc, Russland
Todesdatum:15. Januar 1919
Sterbeort:Berlin, Deutschland
Todesursache:Mord
Sternzeichen:Fische
Größe:unbekannt

Familie & Partner

ZeitraumPartner
1889 – 1903Gustav Lübeck
Ehemann
1893 – ?Julian Balthasar Marchlewski
Ehemann
? – ?Leo Jogiches
Partner

Rosa Luxemburg, geboren am 5. März 1871 in Zamosc, Russland und verstorben am 15. Januar 1919 in Berlin, Deutschland war eine einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, des Marxismus, Antimilitarismus und proletarischen Internationalismus. Sie war eine Politikerin (SDKP, SPD, USPD und KPD) sowie Nationalökonomin und Publizistin.

Zuerst wirkte sie ab 1887 in der polnischen, ab 1898 in der deutschen Sozialdemokratie. Dort bekämpfte sie von Beginn an Nationalismus, Opportunismus und Revisionismus. Sie trat für Massenstreiks als Mittel sozialpolitischer Veränderungen und zur Kriegsverhinderung ein. Sofort nach Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 gründete sie die „Gruppe Internationale“, aus der der Spartakusbund hervorging. Diesen leitete sie als politische Gefangene zusammen mit Karl Liebknecht durch politische Schriften, in denen sie die Burgfriedenspolitik der SPD analysierte und verurteilte. Sie bejahte die Oktoberrevolution, kritisierte aber zugleich den demokratischen Zentralismus Lenins und der Bolschewiki. In der Novemberrevolution versuchte sie, als Chefredakteurin der Zeitung Die Rote Fahne in Berlin auf das Zeitgeschehen Einfluss zu nehmen. Als Autorin des Spartakusbund-Programms forderte sie am 14. Dezember 1918 eine Räterepublik und die Entmachtung des Militärs. Anfang 1919 gründete sie die Kommunistische Partei Deutschlands mit, die ihr Programm annahm, aber die von ihr geforderte Teilnahme an den bevorstehenden Parlamentswahlen ablehnte. Nachdem der folgende Spartakusaufstand niedergeschlagen worden war, wurden sie und Karl Liebknecht von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division ermordet, was die Spaltung zwischen SPD und KPD vertiefte.

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Zitate von Rosa Luxemburg

Die Dividenden steigen, und die Proletarier fallen. Und mit jedem sinkt ein Kämpfer der Zukunft, ein Soldat der Revolution, ein Retter der Menschheit vom Joch des Kapitalismus ins Grab.

Quelle

Junius (Pseudonym), Die Krise der Sozialdemokratie, Druck und Verlag Unionsdruckerei Bern 1916, S. 4,
Wir sind der Auffassung, daß Kriege nur dann und nur so lange geführt werden können, als die arbeitende Volksmasse sie entweder begeistert mitmacht, weil sie sie für eine gerechte und notwendige Sache hält, oder wenigstens duldend erträgt. Wenn hingegen die große Mehrheit des werktätigen Volkes zu der Überzeugung gelangt – und in ihr diese Überzeugung, dieses Bewußtsein zu wecken ist gerade die Aufgabe, die wir Sozialdemokraten uns stellen –, wenn, sage ich, die Mehrheit des Volkes zu der Überzeugung gelangt, daß Kriege eine barbarische, tief unsittliche, reaktionäre und volksfeindliche Erscheinung sind, dann sind die Kriege unmöglich geworden – und mag zunächst der Soldat noch den Befehlen der Obrigkeit Gehorsam leisten!

Quelle

Verteidigungsrede am 20. Februar 1914 vor der 2. Strafkammer des Landgerichts Frankfurt (Main). In: Reden. Hrsg. Günter Radczun, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig 1976, gutenberg.spiegel.de. Erstmals im „Vorwärts“ vom 22. Februar 1914, 4. Beilage des „Vorwärts“ Berliner Volksblatt, Seite 17 des über fes online verfügbaren Faksimiles (Zitat dort etwa in der Mitte der mittleren Spalte im Fettdruck)
Das Wesen der sozialistischen Gesellschaft besteht darin, daß die große arbeitende Masse aufhört, eine regierte Masse zu sein, vielmehr das ganze politische und wirtschaftliche Leben selbst lebt und in bewußter freier Selbstbestimmung lenkt.

Quelle

Was will der Spartakusbund? II. In: Die Rote Fahne, Nr. 29 - Jahrgang 1918, 14. Dezember 1918, S. 1, mittlere Spalte, Staatsbibliothek zu Berlin, maxists.org

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Eine Welt muß umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen armen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.

Quelle

Eine Ehrenpflicht, letzter Satz. In: Die Rote Fahne, Nr. 3 - Jahrgang 1918, 18. November 1918, S. 3, linke Spalte, Staatsbibliothek zu Berlin, Rosa Luxemburg Stiftung
Dann sieh, daß Du Mensch bleibst: Mensch sein ist vor allem die Hauptsache. Und das heißt: fest und klar und heiter sein, ja heiter trotz alledem und alledem, denn das Heulen ist Geschäft der Schwäche.

Quelle

Brief an Mathilde Wurm, 28. Dezember 1916. In: Gesammelte Briefe, Band 5, Dietz, Berlin 1987, S. 151, books.google.de
Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuß im Leben.

Quelle

Brief an Mathilde und Robert Seidel, Berlin, 30. Dezember 1898. In: Gesammelte Briefe, Band 1, Dietz, Berlin 1984, S. 240, books.google.de
ʼʼGutʼʼ sein ist Hauptsache! Einfach und schlicht ʼʼgutʼʼ sein, das löst und bindet alles und ist besser als alle Klugheit und Rechthaberei.

Quelle

Brief an Hans Diefenbach, 5. März 1917. In: Gesammelte Briefe, Band 5, Dietz, Berlin 1987, S. 183, books.google.de
Ich fühle mich in der ganzen Welt zu Hause, wo es Wolken und Vögel und Menschentränen gibt.

Quelle

Brief an Mathilde Wurm, 16. Februar 1917. In: Gesammelte Briefe, Band 5, Dietz, Berlin 1987, S. 177, books.google.de
Man muß alles im gesellschaftlichen Geschehen wie im Privatleben nehmen: ruhig, großzügig und mit einem milden Lächeln.

Quelle

Brief an Sonia Liebknecht, Mitte November 1917. In: Briefe aus dem Gefängnis, Hrsg. Exekutivkomitee der Kommunistischen Jugendinternationale, Verlag Junge Garde, Zweite unveränderte Auflage, Berlin 1920, S. 32,
und ich bleibe dabei, daß der Charakter einer Frau sich zeigt nicht, wo die Liebe beginnt, sondern wo sie endet.

Quelle

Brief an Mathilde Jacob, 9. April 1915. In: Gesammelte Briefe, Band 5, Dietz, Berlin 1987, S. 54, books.google.de, bezogen auf die Beziehung zwischen Frau von Stein und Goethe
Rosa Luxemburg wurde in Zamosc, Russland, geboren.

Bilder zum Thema Rosa Luxemburg

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Rosa Luxemberg, revolutionary socialist
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185. years Sebnitz Kunstblume - Rosa Luxemburg in Sebnitz 1911 -Picture 005
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Skulptur von Gerhard Thieme im Garten der Clara-Zetkin-Gedenkstätte Birkenwerder (23.5.25)
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“The whore is elevated to a moral ideal!”, Rosa Luxemburg quotation, etc. Page from the programme (Ausstellungsführer) for "Degenerate Art", an art exhibition first shown in München 1937. The visitor's guide was written by Fritz Kaiser and published by Verlag für Kultur- und Wirtschaftswerbung for the Amtsleitung Kultur of the Reichspropagandaleitung der NSDAP, the Nazi Party's propaganda central office in Germany 1926–1945. The brochure was published in 1938 when the exhibition went on tour to Berlin (shown in Kunsthalle Berlin from 26 February to 8 May) and other cities until 1941. No known copyright restrictions. The Degenerate Art Exhibition (German: Die Ausstellung "Entartete Kunst") was organized by Adolf Ziegler and the Nazi Party in Munich from 19 July to 30 November 1937. The exhibition presented 650 works of art, confiscated from German museums, and was staged in counterpoint to the concurrent Great German Art Exhibition. Degenerate art was defined as works that "insult German feeling, or destroy or confuse natural form or simply reveal an absence of adequate manual and artistic skill". Another Degenerate Art Exhibition was hosted a few months later in Berlin, and later in Leipzig, Düsseldorf, Weimar, Halle, Vienna and Salzburg, to be seen by another million or so people.
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Cover of Rosa Luxemburg's 1918 pamphlet "The Russian Revolution", published posthumously in 1922 by Paul Levi.
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Frankfurt-Ginnheim, Rosa-Luxemburg-Straße, Portrait of the name giver

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Rosa: "With half a dozen English feminists, I think I will be able to fire the parliament!"
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Gruppenaufnahme mit Lehrer an der Parteischule Rosa Luxemburg, Emanuel Wurm, Franz Mehring, Heinrich Schulz, Arthur Stadthagen, Heinrich Cunow und Rudolf Hilferding, 1908; Rechte: Archiv der sozialen Demokratie.
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Hier Wohnte Rosa Luxemburg
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Transparent Historii Czerwonej niesiony na pochodzie pierwszomajowym w Warszawie.
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Cover of the Junius Pamphlet, written by Rosa Luxemburg in 1915 and illegally distributed in 1916
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Cropped, low resolution image of a page from the guide or catalogue of the "Degenerate Art Exhibition" (Entartete Kunst Ausstellung) first shown in München 1937, written by Fritz Kaiser and published by Verlag für Kultur- und Wirtschaftswerbung for the Amtsleitung Kultur of the Reichspropagandaleitung der NSDAP, the Nazi Party's propaganda central office in Germany 1926–1945. The guide was published in 1938 when the exhibition went on tour to Berlin (shown in Kunsthalle Berlin from 26 February to 8 May) and other cities until 1941. No known copyright restrictions. This file is copied from a scanned facsimile of the catalogue found at the Archive.org.The Degenerate Art Exhibition (German: Die Ausstellung "Entartete Kunst") was an art exhibition organized by Adolf Ziegler and the Nazi Party in Munich from 19 July to 30 November 1937. The exhibition presented 650 works of art, confiscated from German museums, and was staged in counterpoint to the concurrent Great German Art Exhibition. Degenerate art was defined as works that "insult German feeling, or destroy or confuse natural form or simply reveal an absence of adequate manual and artistic skill". Another Degenerate Art Exhibition was hosted a few months later in Berlin, and later in Leipzig, Düsseldorf, Weimar, Halle, Vienna and Salzburg, to be seen by another million or so people.
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Letter by Rosa Luxemburg to Luise Kautsky, 26 January 1917
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Das ehemalige Wohnhaus Rosa Luxemburgs in der Cranachstr. 58
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March 5 Rosa Luxemburg's birthday
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March 8, 2024 International Women's Day - Flowers at the Rosa Luxemburg Memorial in Dresden
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emblem of the marxist-feminist movement
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Mural de Gandia, amb Rosa Luxemburg
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Plakat an Berliner Litfaßsäulen 1918
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Plaza de Rosa Luxemburgo en Berlín
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Portrait Rosa Luxemburg.
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Rosa Luxemburg - book with slipcase from the GDR - Letters from prison
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Rosa Luxemburg zeichnet Robert Umbreit 1910. nach einem Original im Stadtarchiv Dortmund Robert Umbreit war Geschäftsführer der Rheinisch-Westfälischen Arbeiter-Zeitung in Dortmund
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Autograf Róży Luksemburg
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Rosa Luxemburg with Kurt Rosenfeld and Paul Levi, her lawyers for her trial in Germany that began in February 1914
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Rosa Luxemburg, memortabulo Ilmenau, Karl-Zink-Straße 12A
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Title page of Social Reform or Revolution?, an 1899 pamphlet by Rosa Luxemburg
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Title page of Rosa Luxemburg's work The Accumulation of Capital – An Anti-Critique (1921, written 1915)
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First edition of The Accumulation of Capital by Rosa Luxemburg (1913).
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The German Spartacists: Their Aims and Objects. Official Declaration of the Spartacus Union. Published The British Socialist Party.
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synagoga w Zamościu (Q8065943), babiniec; wystawa o Róży Luksemburg

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Fakten über Rosa Luxemburg

  • Wodurch ist Rosa Luxemburg bekannt?

    Rosa Luxemburg war eine 🙋‍♀️ russisch-deutsche marxistische Theoretikerin

  • Wie alt wurde Rosa Luxemburg?

    Rosa Luxemburg erreichte ein Alter von ⌛ 47 Jahren.

  • Wann hat Rosa Luxemburg Geburtstag?

    Rosa Luxemburg wurde an einem Sonntag am ⭐ 5. März 1871 geboren.

  • Wo wurde Rosa Luxemburg geboren?

    Rosa Luxemburg wurde in 🚩 Zamosc, Russland, geboren.

  • Wann starb Rosa Luxemburg?

    Rosa Luxemburg ist am ✟ 15. Januar 1919 in Berlin, Deutschland, gestorben.

  • Woran verstarb Rosa Luxemburg?

    Rosa Luxemburg, einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung, wurde wie ihr Freund Karl Liebknecht nach Niederschlagung des Spartakusaufstandes im Januar 1919 von Angehörigen der Garde-Kavallerie-Schützen-Division festgenommen, die sie wenig später durch einen Schuss in die Schläfe töteten. Der Mord sollte nach einer Tat Unbekannter aussehen, ihre Leiche warf man kurzerhand in den Berliner Landwehrkanal.

  • In welchem Sternzeichen wurde Rosa Luxemburg geboren?

    Rosa Luxemburg wurde im westlichen Sternzeichen ♓ Fische geboren.

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Auch im Jahr 1919 verstorben

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