Paul Kemp war ein Schauspieler und Charakterkomiker, der am 20. Mai 1896 in Godesberg geboren wurde und am 13. August 1953 verstarb. Ursprünglich begann er ein Architekturstudium, wandte sich dann aber der Schauspielerei zu. Gemeinsam mit Gustaf Gründgens nahm er Unterricht bei Louise Dumont in Düsseldorf und feierte dort auch sein Bühnendebüt. Kemp fand seine Inspiration für die Schauspielerei im Kölner Hänneschen-Theater, einem Puppentheater. Es folgten Engagements an den Hamburger Kammerspielen unter Erich Ziegel und später in Berlin. Im Jahr 1930 entdeckte er den Film für sich und wurde schnell zu einem beliebten Charakterkomiker. Paul Kemp war bekannt für seine Darstellung skurriler Alltagsmenschen mit einem verschmitzten Humor, oft in Kombination mit dominanten Frauenrollen. Er zeigte eine große Bandbreite in seinen Rollen, die vom biederen Kleinbürger bis zum tragikomischen Träumer reichten. Kemp wirkte in bekannten Filmen wie "Die Dreigroschenoper" und "M" mit. Er spielte auch in "Die verkaufte Braut" unter der Regie von Max Ophüls und übernahm die Titelrolle in "Charleys Tante". In "Amphitryon – Aus den Wolken kommt das Glück" bewies er seine Vielseitigkeit, indem er sowohl den Götterboten Mercurius als auch den Diener Sosias verkörperte. Während des Zweiten Weltkriegs stand Kemp auf der Gottbegnadeten-Liste. Nach dem Krieg erhielt Kemp weniger anspruchsvolle Rollen. Er starb 1953 in Bonn an den Folgen eines Blinddarmdurchbruchs. Sein Grab befindet sich auf dem Burgfriedhof der Godesburg. 1978 wurde eine Straße in Bad Godesberg nach Kemp benannt. Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main erwarb seinen Nachlass für eine Ausstellung.
Paul Kemp wurde in Godesberg, Deutschland, geboren.
Filme mit Paul Kemp
1930: Cyankali 1930: Die große Sehnsucht 1930: Lumpenball 1931: Die Dreigroschenoper 1931: M 1931: Dann schon lieber Lebertran (Kurzfilm) 1931: Der Raub der Mona Lisa 1931: Meine Cousine aus Warschau 1931: Um eine Nasenlänge 1931: Berlin – Alexanderplatz 1931: Ein Auto und kein Geld 1932: Die verkaufte Braut 1932: Gitta entdeckt ihr Herz 1932: Drei von der Stempelstelle 1932: Sehnsucht 202
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1933: Ein Lied für Dich 1933: Unsichtbare Gegner 1933: Ihre Durchlaucht, die Verkäuferin 1934: Prinzessin Turandot 1934: Charleys Tante 1934: Die Csárdásfürstin 1935: Amphitryon – Aus den Wolken kommt das Glück 1936: Boccaccio 1936: Heißes Blut 1936: Glückskinder 1937: Die verschwundene Frau 1937: Zauber der Bohème 1938: Capriccio 1939: Premiere der Butterfly 1939: Kornblumenblau – Regie: Hermann Pfeiffer 1939: Das Abenteuer geht weiter 1940: Der Kleinstadtpoet 1941: Frau Luna 1941: Immer nur Du 1941: Jenny und der Herr im Frack 1941: Ein Windstoß 1943: Die große Nummer 1944: /47: Liebe nach Noten 1947: Triumph der Liebe 1947: Das singende Haus 1947: Spuk im Schloß 1948: Frech und verliebt 1948: Der himmlische Walzer 1949: Lambert fühlt sich bedroht 1950: Die Dritte von rechts 1950: Die Mitternachtsvenus 1950: Die Nacht ohne Sünde 1950: Der Mann, der sich selber sucht 1950: Kein Engel ist so rein 1951: Engel im Abendkleid 1951: Das unmögliche Mädchen (Fräulein Bimbi) 1951: In München steht ein Hofbräuhaus 1951: Mutter sein dagegen sehr! 1952: Die Diebin von Bagdad 1952: Königin der Arena 1953: Drei, von denen man spricht (Glück muß man haben) 1953: Liebeskrieg nach Noten