Oskar Maria Graf war ein deutsch-US-amerikanischer Schriftsteller, der am 22. Juli 1894 geboren wurde und am 28. Juni 1967 verstarb. Graf kam als neuntes von elf Kindern eines Bäckermeisters in Berg am Starnberger See zur Welt. Nach dem Tod seines Vaters arbeitete er in der Bäckerei seines Bruders, wo er Misshandlungen erfuhr, die er später in seiner Autobiografie "Wir sind Gefangene" schilderte. Sein Bruder Maurus weckte sein Interesse an Literatur, was im bäuerlichen Umfeld auf Unverständnis stieß. 1911 verließ Graf sein Elternhaus, um in München als Schriftsteller zu arbeiten. In München fand sich der junge Graf zunächst in Orientierungslosigkeit und Not wieder. Er kam mit der anarchistischen Gruppe „Tat“ in Kontakt und beteiligte sich an deren Aktionen. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitete er als Bäcker, Posthelfer und Liftboy. In den Jahren 1912/13 wanderte er mit dem Maler Georg Schrimpf durch Oberitalien. 1914 wurden erste Gedichte von Graf in der Zeitschrift Die Aktion veröffentlicht. Im Ersten Weltkrieg diente er in einer bayerischen Eisenbahntruppe. Nach einer Einweisung in eine Irrenanstalt wurde er aus dem Militärdienst entlassen. Er heiratete 1917 Karoline Bretting, die Ehe scheiterte jedoch bald. Sein literarischer Durchbruch gelang Graf 1927 mit "Wir sind Gefangene". Es folgten weitere Erfolge wie "Das Bayerische Dekameron" und der Roman "Bolwieser". Nach einer Vortragsreise nach Wien 1933, die den Beginn seines Exils markierte, veröffentlichte er den Artikel "Verbrennt mich!", als er erfuhr, dass seine Bücher nicht verbrannt wurden. Seine Werke wurden in Deutschland verboten und er selbst ausgebürgert. Graf emigrierte über die Tschechoslowakei in die USA, wo er sich in New York niederließ und Präsident der German-American Writers Association wurde. Er heiratete Mirjam Sachs und später Gisela Blauner. Oskar Maria Graf unternahm mehrere Europareisen und erhielt zahlreiche Ehrungen.
Das Mahnmal zur Bücherverbrennung auf dem Bonner Markt; In das Pflaster des Bonner Marktes sind insgesamt 60 sichtbare Buchrücken, sogenannte „Lesezeichen“, verteilt, die sich an der Rathaustreppe, dem Ort, an dem die Bücher am 10. Mai 1933 verbrannt wurden, verdichten. Zusätzlich wurde ein wetterfester Archiv-Behälter in Form einer Büchertruhe in den Platz eingelassen. Seine Inschrift benennt das Ereignis und weitere Autoren von verbrannten Büchern.
Gedenktafel für Oskar Maria Graf, Barer Straße 37, München
This is a picture of the Bavarian Baudenkmal (cultural heritage monument) with the ID D-1-62-000-581 (Wikidata)
Foto aus der Dauerausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte, entstanden bei der "Kultour" am 24. November 2019. Mit der freundlichen Freigabe des Hauses der Bayerischen Geschichte
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