Louis Armstrong †

Steckbrief von Louis Armstrong

Name:Louis Armstrong
Vollständiger
Name:
Louis Daniel Armstrong
Beruf:US-amerikanischer Jazztrompeter und Sänger
Alter:69 Jahre
Geburtsdatum:4. August 1901
Geburtsort:New Orleans, Louisiana, USA
Todesdatum:6. Juli 1971
Sterbeort:New York City, USA
Sternzeichen:Löwe
Größe:1,68 m

Louis Daniel Armstrong, genannt „Satchmo“ war ein US-amerikanischer Jazztrompeter und Sänger. Er prägte maßgeblich die Entwicklung des Jazz und gilt als einer der bedeutendsten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Louis Armstrong gab stets den 4. Juli, also den Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten, des Jahres 1900 als sein Geburtsdatum an. Dies war insbesondere beim afroamerikanischen Teil der Bevölkerung der Vereinigten Staaten oft üblich, wenn das eigene Geburtsdatum und die Geburtsumstände nicht bekannt waren oder nicht den gesellschaftlichen Vorstellungen entsprachen. Dazu passt auch, dass er sich ein Jahr älter machte und seine Geburt in das Jahr der Jahrhundertwende vorverlegte, was ihm als Jugendlichen den Zutritt zu den Etablissements von Storyville, dem Vergnügungsviertel von New Orleans, erleichterte. Erst aus seinem 1983 entdeckten Taufschein geht das tatsächliche Geburtsdatum – der 4. August 1901 – hervor.

Er wurde in ärmliche Verhältnisse geboren und wuchs nur zeitweilig bei seiner Mutter auf. Ab dem sechsten Lebensjahr lebte er einige Jahre lang bei einer aus Litauen eingewanderten jüdischen Familie, bei der er auch jiddische Lieder lernte. Als Siebenjähriger musste er Zeitungen verkaufen. Anfang 1913 wurde er wegen Unruhestiftung in eine Anstalt für obdachlose afroamerikanische Jugendliche eingewiesen, nachdem er in der Silvesternacht mit dem Revolver seines Onkels in die Luft geschossen hatte. In dem streng organisierten Heim erlernte Armstrong die Grundlagen des Kornettspiels. Bis 1918 schlug er sich mit kleinen Jobs und ersten Auftritten als Musiker im Rotlichtmilieu der Stadt durch.

Von 1918 bis 1919 spielte Armstrong regelmäßig in der Band von Fate Marable auf einem Mississippi-Dampfer, die die Passagiere auf den langen Fahrten flussaufwärts unterhielt. 1918 soll ihn dabei der 15-jährige Bix Beiderbecke in Davenport gehört haben. Im selben Jahr ersetzte er den Trompeter King Oliver in der Band, die dieser zusammen mit dem Posaunisten Kid Ory leitete. Als Oliver nach Chicago zog, folgte Armstrong ihm 1922 nach und stieß als 2. Trompeter zu King Oliver’s Creole Jazz Band hinzu, die im Lincoln Gardens Café in der South Side von Chicago spielte.

Aus dieser Zeit gibt es bereits erste Tondokumente. Insbesondere bei seinen Live-Auftritten soll das Duo Oliver und Armstrong mit seinen zweistimmigen Break-Improvisationen nach zahlreichen Berichten von Zeitzeugen Musikgeschichte geschrieben haben. 1924 heiratete Armstrong Lilian „Lil“ Hardin, die aus Memphis stammende Pianistin der Band. Kurz darauf wechselte er auf ihr Anraten hin in die Band von Fletcher Henderson, wo er rasch zum Starsolisten avancierte und nicht mehr im Schatten seines Lehrmeisters Oliver stand.

1925 verließ Armstrong die Henderson-Band. Ab diesem Jahr entstanden zahlreiche Aufnahmen, die Lil und er hauptsächlich mit Quintett- und Septett-Formationen machten, die sich Louis Armstrong and His Hot Five bzw. Hot Seven nannten. Viele dieser Aufnahmen gelten heute als Meilensteine der Jazzgeschichte. Es entstanden richtungsweisende Aufnahmen wie West End Blues, Potato Head Blues, Struttin’ with Some Barbecue, Wild Man Blues, Fireworks und Heebie Jeebies. In einigen dieser Aufnahmen stellte er auch sein Talent als Sänger unter Beweis, insbesondere beim Scat-Gesang. Bemerkenswert ist auch seine Zusammenarbeit mit dem Pianisten Earl Hines in den späten 1920er Jahren. 1927 wechselte Armstrong dem allgemeinen Trend folgend vom weicher klingenden Kornett zur härteren Trompete.

Bereits 1926 gelang ihm mit Kid Orys Muskrat Ramble sein erster Hit in den Billboard-Charts, dem bis 1966 noch 78 weitere folgten. Im Februar 1932 gelang ihm der erste Nummer-1-Hit mit einer Version von All of Me. Seit den frühen 1930er Jahren, während deren sich der neue Jazz-Stil des Swing entwickelte, trat er der neuen Mode folgend vorwiegend in Big Bands auf und wurde rasch innerhalb und außerhalb der Vereinigten Staaten bekannt. Ab 1932 führten ihn zahlreiche Tourneen nach Europa, später in die ganze Welt. 1947 löste er seine Big Band auf und kehrte wieder zu seinen Ursprüngen, dem New Orleans Jazz und den kleinen Formationen zurück. In den 1950er und 1960er Jahren war es insbesondere sein Talent als Sänger und Entertainer, das ihn zum Weltstar machte. Eine weitere Steigerung seiner Popularität erzielte er durch die Hollywoodfilme, bei denen er mitwirkte, wie z. B. Die Glenn Miller Story, Die oberen Zehntausend und Hello, Dolly!.

Nicht zuletzt wegen seiner weltweiten Berühmtheit wurde er in der Hochzeit des Kalten Krieges in den 1950er Jahren von der US-Regierung als musikalischer Botschafter in den Ost-West-Konflikt entsandt. Ab 1956 bereiste er zusammen mit Künstlern wie Benny Goodman den Ostblock sowie die sowohl von den Vereinigten Staaten als auch der UdSSR umworbenen Staaten in Afrika und Asien. So kamen 1956 im heutigen Ghana 100.000 Menschen in ein Stadion, um ihn zu erleben. Zusammen mit weiteren Stars des Jazz wie Dizzy Gillespie und Duke Ellington nutzte Armstrong seine Popularität auf seinen Tourneen auch, um für die Afroamerikaner Menschen- und Bürgerrechte einzufordern. So weigerte er sich 1957 wegen der Rassentrennung in den Vereinigten Staaten, im Auftrag des Außenministeriums in die UdSSR zu reisen.

Seine unermüdliche Energie und seine vielen Auftritte forderten schon früh gesundheitlichen Tribut. Angesichts mehrerer ernster Krisen rieten die Ärzte ihm vom Trompetespielen ab, um seine Gesundheit zu schonen. Dem Publikum und seinem Ehrgeiz verpflichtet, verlegte er sich seit dieser Zeit mehr auf den Gesang. In dieser Zeit konnte er jedoch, von Ausnahmen abgesehen, wegen seiner körperlichen Schwäche nicht mehr an die bahnbrechenden Leistungen der 1920er und 1930er Jahre als Jazztrompeter und Jazzsänger anknüpfen.

Aufgrund von Wasseransammlungen im ganzen Körper lag Armstrong von September 1968 bis April 1969 fast durchgehend im Beth Israel Hospital in New York. Joe Glaser, der seit 1935 sein Manager war, erlitt Anfang 1969 einen Schlaganfall und wurde ins selbe Krankenhaus wie sein Klient gebracht. Er starb am 4. Juni 1969. Armstrong war vom Tod Glasers, zu dem er neben dem geschäftlichen auch ein gutes persönliches Verhältnis hatte, schwer getroffen.

Louis Armstrong starb 1971 in New York im Alter von 69 Jahren an einem Herzinfarkt. Sein Grab befindet sich auf dem Flushing Cemetery in Queens.

Louis Armstrong gehörte zu den einflussreichsten Musikern des 20. Jahrhunderts.

Louis Armstrong hatte seine musikalischen Wurzeln im New-Orleans-Jazz. Er hat maßgeblichen Anteil an der dessen Entwicklung, auch von der Kollektivimprovisation zu dem herausgestellten Solo. Für Jazztrompeter setzte er insbesondere in den 1920er Jahren technisch neue Maßstäbe. Louis Armstrong hat stilistisch fast alle nachkommenden Trompeter der traditionellen Jazzstile beeinflusst. Dieser ist auch heute noch bei jüngeren Musikern wie etwa Wynton Marsalis spürbar.

Darüber hinaus ist Armstrong, dessen unverwechselbare Stimme seine weltweite Popularität begründete, neben Billie Holiday und Ella Fitzgerald einer der bekanntesten Sänger des Jazz.

Seine bekanntesten Lieder sind What A Wonderful World und Hello Dolly. 19 Titel von ihm erreichten die amerikanischen Top Ten. Dazu gehörten außerdem Stardust, When the Saints Go Marching In, Ain’t Misbehavin’, Stompin’ at the Savoy und Dream a Little Dream of Me. Bekannt ist auch seine Interpretation von Kurt Weills Mack the Knife aus Bertolt Brechts Dreigroschenoper

Louis Armstrong gab über zehntausend Konzerte in seiner musikalischen Laufbahn. Er reiste in fast fünfzig Länder auf allen Kontinenten, bei den Tourneen spielten er und seine Band oft zweimal täglich über mehrere Wochen fast ohne Unterbrechungen. Louis Armstrong trat in der Bundesrepublik Deutschland 1952, 1955, 1961, 1962 und 1965 auf, in Österreich 1952 und 1961 und in der DDR 1965.

Armstrongs Spitzname „Satchmo“ ist eine Verkürzung von Satchel mouth, eine Anspielung auf die Größe seines Mundes. Als Kind wurde er auch Gate mouth genannt. Eine weitere Variante seiner Spitznamen in der Frühzeit war Dippermouth. Dieser Name inspirierte ihn zu dem Titel Dippermouth Blues.

Seinen Vornamen Louis pflegte er englisch mit hörbarem s auszusprechen, und nicht französisch.

Hot Fives & Sevens bzw. The Complete Hot Five and Hot Seven Recordings The Early Years Satchmo at Symphony Hall Louis Armstrong Plays W.C. Handy Ella and Louis Hello Dolly! What a Wonderful World Louis Armstrong and his All-Stars: Satchmo Live in Berlin Friedrichstadtpalast: The Legendary Berlin Concert.

Louis Armstrong wirkte in etwa 80 Filmen als Akteur oder mit seiner Musik zu Lebzeiten mit.

Die folgende – noch sehr unvollständige – Übersicht gibt einen Überblick über die Louis Armstrong zu Teil gewordenen Ehrungen vor und nach seinem Tod.

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Quelle

auf die Frage, was Jazz sei
Louis Armstrong wurde in New Orleans, Louisiana, USA, geboren.

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Fakten über Louis Armstrong

  • Wodurch ist Louis Armstrong bekannt?

    Louis Armstrong war ein 🙋‍♂️ US-amerikanischer Jazztrompeter und Sänger

  • Wie hieß Louis Armstrong mit vollständigem Namen?

    Louis Armstrong hieß gebürtig Louis Daniel Armstrong.

  • Wie alt wurde Louis Armstrong?

    Louis Armstrong erreichte ein Alter von ⌛ 69 Jahren.

  • Wann hat Louis Armstrong Geburtstag?

    Louis Armstrong wurde am ⭐ 4. August 1901 geboren.

  • Wo wurde Louis Armstrong geboren?

    Louis Armstrong wurde in 🚩 New Orleans, Louisiana, USA, geboren.

  • Wann starb Louis Armstrong?

    Louis Armstrong ist am ✟ 6. Juli 1971 in New York City, USA, gestorben.

  • In welchem Sternzeichen wurde Louis Armstrong geboren?

    Louis Armstrong wurde im Sternzeichen ♌ Löwe geboren.

  • Wie groß war Louis Armstrong?

    Louis Armstrong hatte eine Körpergröße von ca. 📏 1,68 m.

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