Karl May war ein deutscher Schriftsteller, der am 25. Februar 1842 in Ernstthal geboren wurde und am 30. März 1912 verstarb. Er wurde bekannt für seine Abenteuerromane, die ihn zu einem der meistgelesenen Autoren deutscher Sprache machten, wobei seine Werke in einer Auflage von etwa 200 Millionen Exemplaren weltweit verkauft wurden. May wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, als Kind erblindete er angeblich, konnte aber wieder geheilt werden. Sein Vater förderte ihn stark, indem er ihn zum Abschreiben von Büchern zwang und ihm Selbststudium nahelegte. Er erhielt Musikunterricht und verdiente sein erstes Geld als Kegeljunge. Nach dem Besuch des Lehrerseminars wurde er wegen einer Unterschlagung ausgeschlossen, durfte aber nach einem Gnadengesuch weiterstudieren. Seine kurze Lehrerkarriere endete, als er wegen einer unerlaubten Nutzung fremder Sachen verurteilt wurde. In den folgenden Jahren verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Privatunterricht, Kompositionen und Deklamationen, bevor er mit Gaunereien begann und wegen Diebstahls und Betrugs gesucht wurde. Er wurde zu mehreren Jahren Zuchthaus verurteilt, wo er als Schreiber für den Gefängnisinspektor arbeitete und eine Liste mit Titeln für seine spätere Schriftstellerkarriere anlegte. Nach seiner Entlassung kehrte May zunächst zu seinen Eltern zurück und begann zu schreiben. Er arbeitete als Redakteur für verschiedene Zeitschriften, bevor er freier Schriftsteller wurde. Er heiratete Emma Pollmer, doch die Ehe wurde später geschieden. May schrieb für den "Deutschen Hausschatz" und begann mit dem Orientzyklus. Der Kontakt zu Friedrich Ernst Fehsenfeld brachte ihm den Durchbruch, als dieser seine Hausschatz-Erzählungen in Buchform herausbrachte. May zog nach Kötzschenbroda und später nach Oberlößnitz. Er begann, Realität und Fiktion zu vermischen und behauptete, Old Shatterhand zu sein. Später heiratete er Klara Plöhn. May unternahm Reisen in den Orient und nach Amerika. Seine letzten Werke waren von pazifistischen Ideen geprägt. Kurz nach einem Vortrag in Wien starb May in Radebeul.
Aber ich klage die ganze sich »zivilisiert« nennende Menschheit an, daß sie trotz aller Religionen und trotz einer achttausendjährigen Weltgeschichte noch heutigen Tages nicht wissen will, daß dieses »Zivilisieren« nichts anderes als ein »Terrorisieren« ist!
Quelle
Und Friede auf Erden!, 1904, S. 278
Auch der Indianer ist Mensch und steht im Besitze seiner Menschenrechte; es ist eine schwere Sünde, ihm das Recht, zu existieren, abzusprechen und die Mittel der Existenz nach und nach zu entziehen.
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Ein Ölbrand, in: Das Neue Universum, 1882, S. 3. karl-may-gesellschaft.de
Bilder, bei deren Anblick sich das Menschenherz empört, soll man weder mit dem Pinsel noch mit der Feder malen.
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Winnetou der Rote Gentleman. 2. Band, 1893, S. 389
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Der rote Mann kämpft den Verzweiflungskampf; er muß unterliegen; aber ein jeder Schädel eines Indianers, welcher später aus der Erde geackert wird, wird denselben stummen Schrei zum Himmel stoßen, von dem das vierte Kapitel der Genesis erzählt.
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Der Sohn des Bärenjägers, 1890, S. 78
Die Klugheit ist stärker als die Gewalt, und die Milde mächtiger als der Mord.
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Satan und Ischariot III. Band, 1897, S. 466
Ein jedes Volk hat das Recht, sich selbst zu regieren.
Quelle
Waldröschen, 1884, S. 1670
Es ist besser, ein Unrecht erleiden, als eins begehen.
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Winnetou der Rote Gentleman. 2. Band, 1893, S. 592
Jeder Mensch will glücklich werden; das ist falsch. Jeder Mensch soll glücklich machen; das ist richtig.
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Und Friede auf Erden!, 1904, S. 551
Soll ein Buch seinen Zweck erreichen, so muß es eine Seele haben, nämlich die Seele des Verfassers. Ist es bei zugeknöpftem Rock geschrieben, so mag ich es nicht lesen.
Quelle
Old Surehand. 3. Band, 1896, S. 342
Wer auf seine Verstorbenen verzichtet, der ist nicht wert, dass sie für ihn gelebt haben.
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Und Friede auf Erden!, 1904, S. 37
Wer in der Wüste schmachtet, der lernt den Wert des Tropfens erkennen, der dem Dürstenden das Leben rettet. Und auf wem das Gewicht des Leides und der Sorge lastete, ohne daß eine Hand sich helfend ihm entgegenstreckte, der weiß, wie köstlich die Liebe ist, nach der er sich vergebens sehnte.
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Durchs Wilde Kurdistan, 1892, S. 633
Wer Tiere quält, taugt nichts; wer aber Menschen unnütz wehe thut, der ist noch viel weniger wert.
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Der schwarze Mustang, 1899, S. 192
Wie man den Krieg führt, das weiß jedermann; wie man den Frieden führt, das weiß kein Mensch. Ihr habt stehende Heere für den Krieg, die jährlich viele Milliarden kosten. Wo habt ihr eure stehenden Heere für den Frieden, die keinen einzigen Para kosten, sondern Milliarden einbringen würden?
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Ardistan und Dschinnistan 1. Band, 1909, S. 17Karl May wurde in Hohenstein-Ernstthal, Deutschland, geboren.
Bildseite des Kollodium-Abzugs einer auf Karton im Kabinettformat ca. 15 x 10 cm aufgebrachten Fotografie mit dem Schriftsteller Karl May; Atelieraufnahme aus dem Jahr 1905. Der Kartonträger zeigt unten rechts den Zudruck Bruno Wiehr / Pragerstr. 30.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Carl May, der berühmte Volks-Schriftsteller, der am 30. März 1912 in Radebeul bei Dresden starb, wurde vor 90 Jahren am 25. Februar in Hohenstein als Sohn eines armen Webers geboren.
Porträt des meistgelesensten Erzählers Deutschlands Carl May, dessen 90. Geburtstag am 25. Februar und 20. Todestag am 30. März ist.
Eigenhändiger Brief Karl Mays an einen unbekannten Adressaten.
Villa Shatterhand, Radebeul-Dresden, 20. 4. 1908
Mein lieber Freund! Herzensdank für Ihre guten Zeilen! Wir dürfen nie vergessen, daß wir nicht auf der Erde, sondern in der Hölle leben, und an der Aufgabe zu arbeiten haben, aus den Teufeln Menschen zu machen!
Ich bin von Gästen umringt, wollte Ihnen aber doch schnell danken. Herzliche Grüße an Sie, Ihre verehrte Frau Gemahlin und die lieben Kinder!
Mein „Herzle“ grüßt fest mit!
Ihr
alter, treuer
Karl May.
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