John Hurt war ein britischer Theater- und Filmschauspieler sowie Synchronsprecher, der am 22. Januar 1940 in Chesterfield, Derbyshire geboren wurde und am 25. Januar 2017 in Cromer, Norfolk verstarb. Schon als Kind verspürte er eine große Begeisterung für das Theater und wirkte in Schulaufführungen mit. Seine Eltern wünschten sich für ihn jedoch eine sichere berufliche Laufbahn und schickten ihn auf eine Kunsthochschule, damit er Kunstlehrer werden sollte. 1962 erhielt Hurt ein Stipendium an der Royal Academy of Dramatic Art, woraufhin er sein Kunststudium abbrach, um Schauspieler zu werden. Da er von seinen Eltern keine Unterstützung erhielt, nahm er zunächst jede Rolle an, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Dies führte ihn zu Auftritten in verschiedenen Theaterstücken und Fernsehserien. Seinen Durchbruch sah er selbst in dem Stück "Little Malcolm and His Struggle Against the Eunuchs", wo er Fred Zinnemann kennenlernte. Dieser war von Hurts Leistung so beeindruckt, dass er ihm eine Rolle in "Ein Mann für alle Jahreszeiten" gab. Nach diesem Erfolg arbeitete Hurt auch mit John Huston zusammen, der ihn trotz anfänglicher Bedenken des Studios für die Hauptrolle in der Komödie "Dave – Zuhaus in allen Betten" besetzte. Obwohl der Film nicht erfolgreich war, erhielt Hurt weitere Angebote und wurde 1972 für seine Rolle in "John Christie, der Frauenwürger von London" für einen Britischen Filmpreis nominiert. In den folgenden Jahren etablierte sich Hurt als Charakterdarsteller und übernahm vielfältige Rollen. Er war auch als Synchronsprecher tätig, unter anderem in "Watership Down" und "Der Herr der Ringe". Hurt spielte Quentin Crisp in den Filmen "The Naked Civil Servant" und "An Englishman in New York". International bekannt wurde er durch seine Rollen in "12 Uhr nachts – Midnight Express", für den er einen Golden Globe erhielt, und in Ridley Scotts "Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt". Besonders die Szene in "Alien", in der ein Alien aus seiner Brust schlüpft, wurde zu einem seiner Markenzeichen. Eine der körperlich anstrengendsten Rollen seiner Karriere war die des John Merrick in "Der Elefantenmensch", für die er erneut für einen Oscar nominiert wurde. Später spielte Hurt in Filmen wie "1984", "V wie Vendetta" und in der "Harry Potter"-Reihe mit. Er war auch in der britischen Fantasyserie "Merlin – Die neuen Abenteuer" als Stimme des Drachen zu hören. John Hurt engagierte sich für benachteiligte Kinder in Äthiopien. Mitte 2015 wurde bei ihm Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. John Hurt starb im Januar 2017 im Alter von 77 Jahren.
John Hurt wurde in Chesterfield, England, geboren.
Filme mit John Hurt
1962: Z Cars (Fernsehserie, Folge 1x29 Assault) 1966: Ein Mann zu jeder Jahreszeit (A Man for All Seasons) 1967: Dave – Zuhaus in allen Betten (Sinful Davey) 1967: Nur eine Frau an Bord (The Sailor from Gibraltar) 1969: Bevor der Winter kommt (Before Winter Comes) 1971: John Christie, der Frauenwürger von London (10 Rillington Place) 1971: Mr. Forbush and the Penguins 1972: Der Rattenfänger von Hameln (The Pied Piper) 1974: Little Malcolm 1975: Wie man sein Leben lebt (The Naked Civil Servant) 1975: Der Ghul (The Ghoul) 1976: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (I, Claudius. Fernsehserie, 5 Folgen) 1976: Die Füchse (The Sweeney, Fernsehserie, 1 Folge) 1978: Watership Down (Stimme) 1978: 12 Uhr nachts – Midnight Express (Midnight Express)
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1978: Der Todesschrei (The Shout) 1978: Der Herr der Ringe (The Lord of the Rings) 1979: Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (Alien) 1980: Der Elefantenmensch (The Elephant Man) 1980: Heaven’s Gate 1981: Mit dem Wind nach Westen (Night Crossing) 1981: Mel Brooks – Die verrückte Geschichte der Welt (History of the World: Part I) 1982: Zwei irre Typen auf heißer Spur (Partners) 1983: Das Osterman Weekend (The Osterman Weekend) 1984: King Lear 1984: Champions – Sein größter Sieg (Champions) 1984: 1984: (Nineteen Eighty-Four) 1984: Die Profikiller (The Hit) 1985: Taran und der Zauberkessel (The Black Cauldron) (Stimme) 1987: Mel Brooks’ Spaceballs (Spaceballs) 1987: Karriere mit links (From the hip) 1987: Aria 1987: Die letzten Tage in Kenya (White Mischief) 1988: Die Bengalische Nacht (La Nuit Bengali) 1988: Jim Henson’s The Storyteller (Fernsehserie) 1989: Scandal 1990: Tod in Namibia (Windprints) 1990: Das Feld (The Field) 1990: Roger Cormans Frankenstein (Frankenstein Unbound) 1991: King Ralph 1992: Schattenwelt (Lapse of Memory) 1993: Cowgirl Blues (Even Cowgirls Get the Blues) 1993: Wunderbare Augenblicke der Luftfahrt (Great Moments in Aviation) 1993: Monolith 1995: Dead Man 1995: Rob Roy 1995: Wild Bill 1997: Die Versuchung (TLC – Tender Loving Care) 1997: Leben und Tod auf Long Island (Love and Death on Long Island) 1997: Bastard – Willkommen im Paradies (Bandyta) 1997: Contact 1998: Der Commissioner – Im Zentrum der Macht (The Commissioner) 1999: Going South (If… Dog… Rabbit…) 1999: You Are Dead (You’re Dead…) 1999: 2000: Unten am Fluss (Watership Down, Fernsehserie, 9 Folgen, Stimme) 2000: Lost Souls – Verlorene Seelen (Lost Souls) 2001: Corellis Mandoline (Captain Corelli’s Mandolin) 2001: Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter and the Philosopher’s Stone) 2001: Tabloid – Gefährliche Enthüllungen (Tabloid) 2002: Miranda 2002: Schuld und Sühne – Du sollst nicht töten (Crime and Punishment) 2003: Owning Mahowny 2003: Dogville 2004: Hellboy 2005: Shooting Dogs 2005: Manderlay 2005: Der verbotene Schlüssel (The Skeleton Key) 2005: The Proposition – Tödliches Angebot (The Proposition) 2005: V wie Vendetta (V for Vendetta) 2006: Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (Perfume – The Story of a Murderer) (Stimme) 2007: Masters of Science Fiction (Fernsehserie, eine Folge) 2008: Lecture 21 2008: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull) 2008: Outlander 2008: Oxford Murders (The Oxford Murders) 2008: Recount 2008: Hellboy – Die goldene Armee (Hellboy II: The Golden Army) 2008: 2012: Merlin – Die neuen Abenteuer (Fernsehserie, Stimme für den Drachen) 2008: An Englishman in New York 2009: The Limits of Control 2009: New York, I Love You 2009: 44 Inch Chest – Mehr Platz braucht Rache nicht (44 Inch Chest) 2010: Brighton Rock 2010: Lou 2010: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 (Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 1) 2011: Regret Not Speaking 2011: Sailcloth (Kurzfilm) 2011: Dame, König, As, Spion (Tinker, Tailor, Soldier, Spy) 2011: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 (Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 2) 2011: Melancholia 2011: Krieg der Götter (Immortals) 2011: The Confession – Die Beichte (The Confession, Fernsehserie, alle Folgen) 2011: 23 Degrees, 5 Minutes (Kurzfilm) 2011: In Love with Alma Cogan 2011: The Gruffalo’s Child (Fernsehfilm, Stimme für Eule) 2012: Jayne Mansfield’s Car 2012: Playhouse Presents (Fernsehreihe, Folge 1x07 The Snipist, Stimme für The Ministry) 2012: Henry V (Fernsehfilm) 2012: Das verlorene Labyrinth (Labyrinth) (Fernsehfilm) 2013: Doctor Who (Fernsehserie, Folge 7x13 Der Name des Doktors und Spezial-Episode Der Tag des Doktors) 2013: Only Lovers Left Alive 2013: Snowpiercer 2014: Hercules 2015: Thomas und seine Freunde - Sodors Legende vom verlorenen Schatz (Thomas and Friends - Sodor’s Legend of the Lost Treasure) 2015: The Last Panthers (Fernsehserie) 2016: Legend of Tarzan (The Legend of Tarzan) 2016: The Journey 2016: Jackie: Die First Lady (Jackie) 2017: My Name Is Lenny 2017: That Good Night (seine letzte Filmrolle) 2018: Damascus Cover (vor That Good Night gedreht) 2017: , abgerufen am 24. Februar 2026: (englisch).
Cynthia Nixon, John Hurt and Swoosie Kurtz at the 2009 Tribeca Film Festival for the premiere of An Englishman in New York. Photographer's blog post about the event at which this photo was taken.
John Hurt at the 2009 Tribeca Film Festival for the premiere of An Englishman in New York. Photographer's blog post about the event at which this photo was taken.
Cast and director of Only Lovers Left Alive at the 2013 Cannes Film Festival. Left to right : John Hurt, Slimane Dazi, Tilda Swinton, Tom Hiddleston and Jim Jarmusch.
John Hurt war ein 🙋♂️ britischer Theater- und Filmschauspieler
Wie alt wurde John Hurt?
John Hurt erreichte ein Alter von ⌛ 77 Jahren.
Wann hat John Hurt Geburtstag?
John Hurt wurde an einem Montag am ⭐ 22. Januar 1940 geboren.
Wo wurde John Hurt geboren?
John Hurt wurde in 🚩 Chesterfield, England, geboren.
War John Hurt verheiratet oder hatte er eine Partnerin?
Ja, John Hurt war verheiratet. Als Ehepartner ist Annette Robertson bekannt.
Hatte John Hurt Kinder?
Ja, John Hurt war Vater von insgesamt 2 Kindern.
In welchem Sternzeichen wurde John Hurt geboren?
John Hurt wurde im westlichen Sternzeichen Wassermann geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen der Hase 兔 mit dem Element Erde ('Erde-Hase').
Wie groß war John Hurt?
John Hurt hatte eine Größe von ca. 📏 1,75 m. Damit war er kleiner als die meisten deutschen Männer. Denn laut Statistik von 2021 beträgt die durchschnittliche Körpergröße eines Mannes in Deutschland 1,79 m.