Jean-Pierre Léaud ist ein französischer Filmschauspieler, der am 28. Mai 1944 in Paris geboren wurde. Bekannt wurde Léaud schon in jungen Jahren durch seine Darstellung des Antoine Doinel in François Truffauts Filmklassiker "Sie küssten und sie schlugen ihn". Diese Rolle verkörperte er auch in den darauffolgenden Filmen des Antoine-Doinel-Zyklus. Léaud, Sohn einer Schauspielerin und eines Drehbuchautors, wurde in den 1960er Jahren durch seine Arbeit mit Truffaut zu einer wichtigen Figur der Nouvelle Vague. Er setzte sich beim Casting für die Hauptrolle in Truffauts erstem Spielfilm durch und spielte Doinel in insgesamt vier Filmen. Die Filme zeigen die Entwicklung Doinels von einem rebellischen Kind zu einem jungen Mann mit Liebeskummer und schließlich zu einem Ehemann, der sich scheiden lässt, aber freundschaftlich verbunden bleibt. Die Figur des Antoine Doinel, oft als Mischung aus Truffaut und Léaud interpretiert, zeichnete sich durch Zartheit, Exzentrik und Poesie aus. Neben Truffaut arbeitete Léaud auch mit anderen bedeutenden Regisseuren zusammen. Für seine Rolle in Jean-Luc Godards "Masculin – Feminin" erhielt er einen Silbernen Bären bei der Berlinale. In den 1970er Jahren spielte er in Bernardo Bertoluccis "Der letzte Tango in Paris" und in Jean Eustaches "Die Mama und die Hure", der zu seinen wichtigsten Filmen zählt. In den 1980er Jahren wurde es ruhiger um Léaud, da das Autorenkino an Bedeutung verlor. 1990 feierte Léaud ein Comeback mit "I Hired a Contract Killer" unter der Regie von Aki Kaurismäki. In späteren Jahren übernahm er gelegentlich Hauptrollen in Filmen junger Regisseure und hatte zahlreiche Nebenrollen und Cameo-Auftritte. Im Jahr 2016 spielte Léaud unter der Regie von Albert Serra in "Der Tod von Ludwig XIV." den sterbenden König und erhielt dafür herausragende Kritiken. Für sein Lebenswerk wurde Léaud im Jahr 2000 mit einem Ehren-César und 2016 mit der Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes ausgezeichnet.
Jean-Pierre Léaud wurde in Paris, Frankreich, geboren.
Filme mit Jean-Pierre Léaud
1958: Des Königs bester Mann (La tour, prends garde!) 1959: Sie küßten und sie schlugen ihn (Les Quatre Cents Coups) 1960: Das Testament des Orpheus (Le Testament d’Orphée, ou Ne me demandez pas pourquoi!) 1960: Lichter von Paris (Boulevard) 1962: Antoine und Colette (Antoine et Colette) 1962: Liebe mit zwanzig (L’Amour à vingt ans) 1963: Les Mauvaises Fréquentations 1963: L’Amour à la mer 1964: Mata Hari, Agent H. 21 (Mata Hari, agent H21) 1965: Lemmy Caution gegen Alpha 60 (Alphaville, une étrange aventure de Lemmy Caution) 1965: Elf Uhr nachts (Pierrot le fou) 1966: Der Weihnachtsmann hat blaue Augen (Le père Noël a les yeux bleus) 1966: Masculin – Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca-Cola (Masculin féminin: 15 faits précis) 1966: Made in USA 1967: Das älteste Gewerbe der Welt (Le Plus Vieux Métier du monde)
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1967: Der Start (Le Départ) 1967: Die Chinesin (La Chinoise) 1967: Weekend (Week-end) 1968: La Concentration 1968: Geraubte Küsse (Baisers volés) 1968: Françoise et Udo 1969: Paul 1969: Die fröhliche Wissenschaft (Le Gai Savoir) 1969: Der Schweinestall (Porcile) 1970: Tisch und Bett (Domicile conjugal) 1970: Os Herdeiros 1970: Der Löwe mit den sieben Köpfen (Der leone have sept cabeças) 1971: Une aventure de Billy le Kid 1971: / 1972: Out 1: Noli me tangere / Out 1: Spectre 1971: Zwei Mädchen aus Wales und die Liebe zum Kontinent (Les Deux Anglaises et le Continent) 1972: Der letzte Tango in Paris (Ultimo tango a Parigi) 1973: L’Éducation sentimentale (TV) 1973: Die amerikanische Nacht (La Nuit américaine) 1973: Die Mama und die Hure (La Maman et la Putain) 1975: Umarmungen und andere Sachen 1976: Les Lolos de Lola 1979: Liebe auf der Flucht (L’Amour en fuite) 1980: Parano 1981: La Cassure 1981: Le Petit Pommier (TV) 1981: Aiutami a sognare 1982: Mersonne ne m’aime (TV) 1983: Rebelote 1984: Episode „Rue Fontaine“ in: Paris vu par … vingt ans après 1985: Le Tueur assis (TV) 1985: Treasure Island 1985: Détective 1985: L’Herbe rouge 1985: Csak egy mozi 1986: Der Fall Boran 1986: Corps et biens 1987: Ossegg oder Die Wahrheit über Hänsel und Gretel 1987: Les Keufs 1987: Lolita ’90 (36 fillette) 1988: Sei delitti per padre Brown (TV-Miniserie) 1988: Jane B… wie Birkin (Jane B. par Agnès V.) 1988: La Couleur du vent 1989: Femme du vent (TV) 1989: Bunker Palace Hôtel 1990: Vertrag mit meinem Killer (I Hired a Contract Killer) 1991: Paris erwacht (Paris s’éveille) 1991: C’est la vie 1992: Das Leben der Bohème (La Vie de bohème) 1993: Wenn Liebe entflammt (La Naissance de l’amour) 1994: Überdreht und durchgeknallt (Personne ne m’aime) 1995: Hundert und eine Nacht (Les Cent et Une Nuits de Simon Cinéma) 1996: Mein Mann – Für deine Liebe mach’ ich alles (Mon homme) 1996: Tagebuch eines Verführers (Le Journal du séducteur) 1996: Irma Vep 1996: Liebe, Rache usw. (Pour rire!) 1998: Elizabeth 1999: Innocent 2000: Une affaire de goût 2000: L’Affaire Marcorell 2001: What Time Is It There? (Ni na bian ji dian) 2001: Der Pornograph (Le Pornographe) 2002: La Guerre à Paris 2003: Die Träumer (The Dreamers) 2004: Folle embellie 2005: Ich sah den Mord an Ben Barka (J’ai vu tuer Ben Barka) 2009: Visage 2011: Le Havre 2012: Camille – Verliebt nochmal! (Camille redouble) 2016: Der Tod von Ludwig XIV. (La Mort de Louis XIV) 2017: M 2017: Le lion est mort ce soir 2018: Alien Crystal Palace 2019: C’è tempo
Jean-Pierre Léaud ist ein 🙋♂️ französischer Filmschauspieler
Wie alt ist Jean-Pierre Léaud?
Jean-Pierre Léaud ist ⌛ 82 Jahre alt. Bis zu seinem nächsten Geburtstag am 5. Mai 2027 sind es noch 356 Tage.
Wann hat Jean-Pierre Léaud Geburtstag?
Jean-Pierre Léaud wurde an einem Freitag am ⭐ 5. Mai 1944 geboren.
Wo wurde Jean-Pierre Léaud geboren?
Jean-Pierre Léaud wurde in 🚩 Paris, Frankreich, geboren.
Wer sind die Eltern von Jean-Pierre Léaud?
Die Eltern von Jean-Pierre Léaud heißen Pierre Léaud und Jacqueline Pierreux.
In welchem Sternzeichen wurde Jean-Pierre Léaud geboren?
Jean-Pierre Léaud wurde im westlichen Sternzeichen Stier geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen der Affe 猴 mit dem Element Holz ('Holz-Affe').
Wie groß ist Jean-Pierre Léaud?
Jean-Pierre Léaud hat eine Größe von ca. 📏 1,70 m. Damit ist er kleiner als die meisten deutschen Männer. Denn laut Statistik von 2021 beträgt die durchschnittliche Körpergröße eines Mannes in Deutschland 1,79 m.