Jean Marais †

Steckbrief von Jean Marais

Name:Jean Marais
Vollständiger
Name:
Jean Alfred Villain-Marais
Beruf:französischer Schauspieler und Bildhauer
Alter:84 Jahre
Geburtsdatum:11. Dezember 1913
Geburtsort:Cherbourg, Frankreich
Todesdatum:8. November 1998
Sterbeort:Cannes, Frankreich
Sternzeichen:Schütze
Größe:unbekannt

Jean Marais war ein französischer Schauspieler und Bildhauer. Er war der langjährige Lebensgefährte von Jean Cocteau, der ihn in Filmklassikern wie Es war einmal einsetzte. Marais zählte über zwei Jahrzehnte durch Mantel-und-Degen-Filme sowie die Verkörperung des Superverbrechers Fantomas zu den beliebtesten Filmstars seines Landes.

Jean Marais war fünf Jahre alt, als seine Eltern sich trennten. Gemeinsam mit seinem Bruder Henri wurde er von seiner Mutter, seiner Tante und seiner Großmutter in einem großen Haus in Le Vésinet bei Paris aufgezogen. Schon früh entwickelte er eine Leidenschaft für das Zeichnen und das Theaterspielen. Als turbulenter Schüler wurde er des Gymnasiums verwiesen.

Seine berufliche Laufbahn begann er als Fotoretuscheur und Caddie auf einem Golfplatz, die künstlerische Karriere durch die Teilnahme am Salon des Indépendants. Der Filmregisseur und -produzent Marcel L’Herbier sorgte dafür, dass er erstmals als Statist in einem Film mitwirken konnte, versagte ihm jedoch bedeutendere Rollen. Nachdem Marais bei der Aufnahmeprüfung des Konservatoriums gescheitert war, besuchte er die Schauspielkurse von Charles Dullin und bezahlte diese durch seine Tätigkeit als Statist in Dullins Theater.

Im Jahr 1937 fand die erste Begegnung mit dem knapp 25 Jahre älteren Jean Cocteau statt, seinem späteren Mentor und Lebensgefährten, die die große Wende in Jean Marais’ Karriere herbeiführte und eine ebenso lange wie kreative Freundschaft und Zusammenarbeit einleitete. Marais spielte Malcolm in Macbeth und wurde von Jean Cocteau für die Erstaufführungen von Les chevaliers de la table ronde und Les parents terribles engagiert. Die geplante Verfilmung der Schrecklichen Eltern kam infolge der Mobilmachung zunächst nicht zustande. Trotz seiner Homosexualität war Marais zwischen 1944 und 1946 mit der Schauspielerin Mila Parély verheiratet.

Der endgültige Durchbruch gelang Marais durch seine Rollen in Jacques de Baroncellis Film Le pavillon brûle und der Tristan-und-Isolde-Adaption Der ewige Bann von Regisseur Jean Delannoy, zu der Jean Cocteau das Drehbuch beisteuerte. Es folgten weitere bedeutende Filme, darunter Es war einmal, Der Doppeladler Die schrecklichen Eltern oder Orpheus.

Nachdem er in diesen künstlerisch ambitionierten Filmen bekannt geworden war, trat Marais ab den 1950er Jahren verstärkt in kommerziell ausgerichteten Produktionen auf, in denen er häufig in Liebhaber- und Abenteuerrollen zu sehen war. Sein athletisches Auftreten und sein Aussehen prädestinierten ihn für typische Mantel-und-Degen-Filme wie Der Graf von Monte Christo, Des Königs bester Mann, Ritter der Nacht, Mein Schwert für den König, Fracass, der freche Kavalier, Die eiserne Maske oder Der Graf mit der eisernen Faust. In diesem Rollenfach galt er jahrelang als idealtypischer Hauptdarsteller. Noch 1973 spielte er im Fernsehmehrteiler Cagliostro mit 60 Jahren eine der für ihn typischen Mantel-und-Degen-Rollen.

Marais trat außerdem in Liebesfilmen wie Rendezvous in Paris, Geliebte um Mitternacht oder Weiße Margeriten auf und spielte regelmäßig in Historienfilmen wie Ruy Blas, der Geliebte der Königin, Das Geheimnis von Mayerling, Versailles – Könige und Frauen, Napoleon, Austerlitz – Glanz einer Kaiserkrone, Kaiserliche Hoheit oder Der Raub der Sabinerinnen. Im Jahr 1960 trat er in Das Testament des Orpheus ein letztes Mal unter der Regie von Jean Cocteau auf, der 1963 starb.

In den drei Fantomas-Krimikomödien trat Marais zwischen 1964 und 1967 in einer Doppelrolle auf und spielte, oft unter aufwendigen Masken kaum erkennbar, den Journalisten Fandor und den titelgebenden Superverbrecher Fantomas. Diese aufwendig produzierten Krimikomödien, die sich am Erfolgsrezept der James-Bond-Filme orientierten, wurden allerdings stark von Louis de Funès dominiert, der in der Rolle des Kommissars Juve zur Erheiterung beitrug. Nachdem seine Filmkarriere in den späten 1960er Jahren langsam ausgelaufen war, trat Marais ab den 1970er Jahren regelmäßig in Fernsehfilmen auf.

Jean Marais war dafür bekannt, auch schwierige Stunts selbst auszuführen. In Fantomas steigt er beispielsweise von einem Kranausleger auf eine Strickleiter, die an einem Helikopter hängt, und fliegt davon. In Cagliostro erkletterte er im Alter von 60 Jahren eine hohe Burgmauer.

Der Schauspieler feierte bis ins hohe Alter Erfolge am Theater. Am Ende seines Lebens wandte er sich verstärkt der Bildhauerei zu. Er schuf unter anderem das Modell für die Bronzefigur Le passe-muraille, die am Montmartre in Paris an dem Platz zu sehen ist, der nach Marcel Aymé, dem Autor der gleichnamigen Novelle, benannt ist. Seine letzte Filmrolle übernahm Marais im Jahr 1996 in Gefühl und Verführung von Bernardo Bertolucci.

Der Kettenraucher Jean Marais starb am 8. November 1998 im Alter von 84 Jahren in Cannes an einer Lungenentzündung und wurde in Vallauris beigesetzt.

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Jean Marais wurde in Cherbourg, Frankreich, geboren.

Filme mit Jean Marais

1933: L’Épervier
1933: Dans les rues
1933: Étienne
1934: L’Aventurier
1934: Le Scandale
1935: Le Bonheur
1936: Die neuen Männer
1936: Nuits de feu
1937: Drôle de drame – ein sonderbarer Fall
1937: Abus de confiance
1941: Le Pavillon brûle
1942: Reise ohne Hoffnung
1942: Le Lit à colonnes
1943: Carmen
1943: Der ewige Bann

Alle Filme anzeigen

1946: Es war einmal
1946: Ruy Blas – der Geliebte der Königin
1946: Les chouans
1948: Der Doppeladler
1948: Treffpunkt Rio
1949: Die schrecklichen Eltern
1949: Orpheus
1949: Das Geheimnis von Mayerling
1950: Einmal nur leuchtet die Liebe
1950: Rendezvous in Paris
1951: Nez de cuir
1952: La maison du silence
1952: Männer ohne Tränen
1953: Geliebte um Mitternacht
1953: Im Schlafsaal der großen Mädchen
1953: Julietta
1953: Ruf des Schicksals
1953: Der Arzt und das Mädchen
1954: Der Graf von Monte Christo
1954: Versailles – Könige und Frauen
1955: Reif auf jungen Blüten
1955: L’Amour sous l’électrode
1955: Napoleon
1956: Der Mann, der die Millionen fand
1956: Liebe unter heißem Himmel
1956: Weiße Margeriten
1957: S.O.S. Noronha
1957: Taifun über Nagasaki
1957: Weiße Nächte
1957: Des Königs bester Mann
1957: Alchimie der Liebe
1958: Jeder Tag birgt ein Geheimnis
1958: Das Leben zu zweit
1959: Ritter der Nacht
1960: Austerlitz – Glanz einer Kaiserkrone
1960: Mein Schwert für den König
1960: Das Testament des Orpheus
1961: Die Prinzessin von Cleve
1961: Im Zeichen der Lilie
1961: Fracass, der freche Kavalier
1961: Der Raub der Sabinerinnen
1961: Kaiserliche Hoheit
1962: Pontius Pilatus – der Statthalter des Grauens
1962: Der Graf mit der eisernen Faust
1962: Die eiserne Maske
1963: Geheimagent S. schlägt zu
1964: Fantomas
1964: Pulverfass und Diamanten
1964: Monsieur geht fremd
1965: Fantomas gegen Interpol
1965: Rendezvous der Killer
1965: Der Zug zur Hölle
1966: Der Lord mit der MP
1967: Fantomas bedroht die Welt
1967: 7 Mann und ein Luder
1968: Paria
1970: Eselshaut
1973: Cagliostro (Fernseh-Mehrteiler)
1986: Familienbande
1992: Ein Fall für die Inselkinder
1995: Les Misérables
1996: Gefühl und Verführung

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Fakten über Jean Marais

  • Wodurch ist Jean Marais bekannt?

    Jean Marais war ein 🙋‍♂️ französischer Schauspieler und Bildhauer

  • Wie hieß Jean Marais mit vollständigem Namen?

    Jean Marais hieß gebürtig Jean Alfred Villain-Marais.

  • Wie alt wurde Jean Marais?

    Jean Marais erreichte ein Alter von ⌛ 84 Jahren.

  • Wann hat Jean Marais Geburtstag?

    Jean Marais wurde am ⭐ 11. Dezember 1913 geboren.

  • Wo wurde Jean Marais geboren?

    Jean Marais wurde in 🚩 Cherbourg, Frankreich, geboren.

  • Wann starb Jean Marais?

    Jean Marais ist am ✟ 8. November 1998 in Cannes, Frankreich, gestorben.

  • In welchem Sternzeichen wurde Jean Marais geboren?

    Jean Marais wurde im Sternzeichen ♐ Schütze geboren.

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Auch im Jahr 1998 verstorben

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