Paul Hörbiger war Vater von 4 Kindern, darunter Thomas Hörbiger (* 1931).
Paul Hörbiger war ein österreichisch-ungarischer Schauspieler, der am 29. April 1894 in Budapest, Österreich-Ungarn geboren wurde und am 5. März 1981 in Wien verstarb. Hörbiger wuchs mit drei Brüdern in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie auf, sein Vater war Ingenieur. Die Familie zog 1902 nach Wien. Nach dem Schulabschluss meldete sich Hörbiger freiwillig zum Ersten Weltkrieg und diente in einem Gebirgsartillerie-Regiment, wo er mehrfach ausgezeichnet wurde. Der Krieg ruinierte das Vermögen seines Vaters, was die Familie in Armut stürzte. Durch einen glücklichen Zufall fand Paul Hörbiger zur Schauspielerei. Er besuchte die Schauspielschule Otto in Wien und begann seine Karriere 1919 am Stadttheater Reichenberg, gefolgt von einem Engagement am Deutschen Theater in Prag. Der große Durchbruch gelang ihm mit einem Engagement am Deutschen Theater Berlin von 1926 bis 1940. Ab 1929 trat er zusätzlich an den Baranowsky-Bühnen und am Kabarett der Komiker auf. In den 1930er Jahren wurde Hörbiger durch den Tonfilm zu einem bekannten Schauspieler im deutschsprachigen Raum. Er verkörperte oft herzensgute Charaktere und bildete mit Hans Moser ein beliebtes Duo. Von 1940 bis 1943 war Paul Hörbiger am Wiener Burgtheater engagiert und trat 1943 bei den Salzburger Festspielen in Mozarts "Die Zauberflöte" auf. Im Jahr 1936 gründete er mit E. W. Emo und Karl Künzel die Algefa-Film. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 stellte sich auch Paul Hörbiger zunächst für NS-Propaganda zur Verfügung, distanzierte sich aber später. Er half jüdischen Kollegen zur Flucht. 1944 wurde er auf die Gottbegnadeten-Liste gesetzt. Gegen Ende des Krieges schloss er sich einer Widerstandsgruppe an. 1945 wurde Hörbiger verhaftet und wegen Hochverrats zum Tode verurteilt, das Kriegsende rettete ihm vermutlich das Leben. Nach dem Krieg setzte er seine Karriere fort, anders als seine Schwägerin Paula Wessely. Mit dem Film "Der Hofrat Geiger" feierte er 1947 einen großen Erfolg. In den 1950er Jahren spielte er hauptsächlich in Filmen und im Fernsehen. Ab Mitte der 1960er Jahre wandte sich Hörbiger wieder vermehrt dem Theater zu und wurde erneut Ensemblemitglied des Burgtheaters. Seine letzte Premiere am Burgtheater war 1979.