Honoré de Balzac war Vater eines Kindes namens Marie-Caroline Du Fresnay (* 1834).
Honoré de Balzac war ein französischer Schriftsteller, der am 20. Mai 1799 in Tours geboren wurde und am 18. August 1850 in Paris verstarb. Obwohl er zur Zeit der Romantik lebte, wird er oft mit Stendhal und Flaubert als einer der wichtigsten Realisten der Literaturgeschichte genannt. Sein bekanntestes Werk ist der Romanzyklus "La Comédie humaine", ein unvollendetes Projekt, das ein umfassendes Bild der französischen Gesellschaft seiner Zeit zeichnen sollte. Balzac, ursprünglich Honoré Balzac, war das älteste Kind seiner Eltern. Seine Mutter schickte ihn schon früh in ein Internat. Seine Kindheit empfand er als wenig erfreulich, was zu einem angespannten Verhältnis zu seiner Mutter führte. Später zog die Familie nach Paris, wo Balzac sein Jurastudium begann, sich aber auch mit Philosophie beschäftigte und als juristische Hilfskraft arbeitete. Er gab das Jurastudium auf, um Schriftsteller zu werden. In dieser Zeit entstanden erste Werke, teils in Zusammenarbeit mit anderen Autoren und unter verschiedenen Pseudonymen. Eine wichtige Beziehung entwickelte er zu Madame de Berny, die ihm als Geliebte und mütterliche Freundin zur Seite stand. Balzac versuchte sich auch als Verleger, musste aber Konkurs anmelden und blieb zeitlebens verschuldet. Sein Durchbruch gelang ihm 1829 mit dem Roman "Le dernier Chouan". In den folgenden Jahren war Balzac sehr aktiv, sowohl als Schriftsteller als auch als Journalist. Er hatte zahlreiche Beziehungen zu Frauen aus höheren Kreisen und reiste viel. Ab 1832 begann eine lange Korrespondenz mit der polnischen Gräfin Ewelina Hańska, die er später heiratete. Balzac schrieb unermüdlich und schuf im Laufe der Zeit ein riesiges Figurenarsenal, das die französische Gesellschaft widerspiegeln sollte. Er arbeitete exzessiv und konsumierte große Mengen Kaffee. Balzac gründete mit anderen Autoren einen Schriftstellerverband, um die Urheberrechte zu schützen. Seine Gesundheit verschlechterte sich zunehmend durch Überarbeitung. Er starb 1850 in Paris, kurz nach seiner Heirat mit Ewelina Hańska.
Zitate von Honoré de Balzac
Acht Tage Fieber! Ich hätte noch Zeit gehabt ein Buch zu schreiben. Ah ja!… ich weiß. Ich bräuchte Bianchon… Bianchon würde mich retten!
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Letzte Worte, 18. August 1850, der Arzt Bianchon ist eine seiner literarischen Gestalten
Der alte junge erbarmungslos.
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Die Lilie im Tal
Die oberflächliche Ausbildung der Edelleute früherer Zeiten machte den vollendeten Kavalier aus.
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Der Ehevertrag
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Gesetze sind Spinnweben, die die kleinen Fliegen fangen, aber die großen gehen durch sie hindurch.
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Das Haus Nucingen
Das Drama ist der Wunsch eines Jahrhunderts, in dem die Politik ein unaufhörliches Mimodrama ist.
Verlorene Illusionen - Erster Teil. Übersetzung Hedwig Lachmann. [http://gutenberg.spiegel.de/buch/4872/1 gutenberg.spiegel.de]
Es gibt zweierlei Geschichte: die offizielle, verlogene Geschichte, die man lehrt, die Geschichte ʼʼad usum delphiniʼʼ, dann die geheime Geschichte, die die wirklichen Zusammenhänge der Geschehnisse berichtet, eine schmachvolle Geschichte.
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Verlorene Illusionen - Kapitel 4: Die Leiden des Erfinders. Übersetzung Hedwig Lachmann. [http://gutenberg.spiegel.de/buch/4872/4 /gutenberg.spiegel.de]
Gott hat uns den Tabak gegeben, um unsere Leidenschaften und unsere Schmerzen einzuschläfern.
Quelle
Verlorene Illusionen, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 3. Auflage, Seite 712Honoré de Balzac wurde in Tours, Frankreich, geboren.