Helmut Qualtinger war Vater eines Kindes namens Christian Qualtinger (* 1958).
Helmut Qualtinger war ein österreichischer Schauspieler, Schriftsteller, Kabarettist und Rezitator, der am 8. Oktober 1928 in Wien geboren wurde und am 29. September 1986 ebenda verstarb. Er wuchs in einem gutbürgerlichen Umfeld im dritten Wiener Gemeindebezirk auf. Sein Vater war Gymnasiallehrer und glühender Nationalsozialist, seine Mutter Hausfrau. Schon als Jugendlicher war Qualtinger ein begeisterter Leser und gründete mit Freunden eine Jugendtheatergruppe namens "Mozart-Bühne". Nach dem Krieg arbeitete Qualtinger als Journalist und besuchte das Max-Reinhardt-Seminar. Seine ersten Kabarettauftritte hatte er ab 1947. Kurzzeitig wurde er von der sowjetischen Besatzungsmacht inhaftiert, weil er sich fälschlicherweise als Kulturkommissar ausgab. Sein erstes Theaterstück "Jugend vor den Schranken" sorgte 1949 in Graz für einen Theaterskandal. In den 1950er Jahren arbeitete er an verschiedenen Kabarettstücken mit anderen Künstlern zusammen. Seine "Travnicek-Dialoge" mit Gerhard Bronner wurden zu Klassikern. 1951 erlangte Qualtinger internationale Aufmerksamkeit, als er eine Zeitungsente über den Besuch eines Eskimodichters inszenierte. Seinen Durchbruch feierte Qualtinger 1961 mit dem Einpersonenstück "Der Herr Karl". Er spielte darin einen opportunistischen Feinkostmagazineur, der die NS-Zeit verharmlost. Diese Rolle brachte ihm in Österreich viele Feinde ein. Qualtinger war bekannt für seine schonungslose Kritik am Durchschnittsbürger. In den 1970er Jahren verstärkte Helmut Qualtinger seine schriftstellerische Tätigkeit und ging auf Lesetourneen. Er spielte auch in zahlreichen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen mit. Während der Dreharbeiten zu "Der Name der Rose" erkrankte Qualtinger schwer. Er starb im Alter von 57 Jahren an Leberzirrhose.
Zitate von Helmut Qualtinger
Österreich ist ein Labyrinth, in dem sich jeder auskennt. Helmut Qualtinger
Quelle
Überdruck auf der 51 Cent-Dauerbriefmarke "Am Steinernen Meer Salzburg" der Österreichischen Post AG nach der Erhöhung des Briefportos auf 55 Cent zum 1. Juli 2003, Austria-Forum.org, Überdruckmarke "Zitat Qualtinger", hickmann_marken.pdfHelmut Qualtinger wurde in Wien, Österreich, geboren.
Filme mit Helmut Qualtinger
1952: 1. April 2000: 1953: Fräulein Casanova (Drehbuch) 1953: Einmal keine Sorgen haben 1953: Hab’ ich nur Deine Liebe 1953: Drei, von denen man spricht (Glück muß man haben) 1954: König der Manege 1955: Du bist die Richtige 1955: Hanussen 1955: Sonnenschein und Wolkenbruch 1957: Das Abgründige in Herrn Gerstenberg (TV) 1957: Scherben bringen Glück 1958: Man müßte nochmal zwanzig sein 1959: Mikosch im Geheimdienst 1959: Die schöne Lügnerin
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1960: Mit Himbeergeist geht alles besser 1961: Geschichten aus dem Wiener Wald 1961: Die Kurve (TV) 1961: Der Herr Karl (TV) 1961: Mann im Schatten 1962: Einen Jux will er sich machen 1963: Biedermann und die Brandstifter (TV) 1965: Lumpazivagabundus (TV) 1965: Radetzkymarsch (TV) 1965: Der Himbeerpflücker (TV) 1966: Die Hinrichtung (TV) 1966: Der Fall Bohr (TV) 1967: Umsonst (TV) 1967: Kurzer Prozeß 1967: Der Paukenspieler (auch Drehbuchbeteiligung) 1968: Das Schloß 1969: Tagebuch eines Frauenmörders (TV) 1969: Das weite Land (TV) 1970: Passion eines Politikers (TV) 1970: Die Berufe des Herrn K (TV) 1971: Geschäfte mit Plückhahn (TV) 1971: Das falsche Gewicht (TV) 1974: Der Kulterer (TV) 1974: Krankensaal 6 (TV) 1975: Eiszeit 1975: Der Richter und sein Henker 1976: MitGift 1976: Alltagslegende (Köznapi legenda) 1976: Die Alpensaga 1977: Abelard – Die Entmannung 1977: Mulligans Rückkehr (TV) 1977: Die Dämonen 1979: Grandison 1979: Geschichten aus dem Wienerwald 1983: Katzenspiel 1983: Die Krimistunde (Fernsehserie, Folge 6, Episode: „Falsche Perlen“) 1986: Das Diarium des Dr. Döblinger 1986: Der Name der Rose