Heinrich Spoerl war ein deutscher Schriftsteller, der am 8. Februar 1887 in Düsseldorf geboren wurde und am 25. August 1955 in Rottach-Egern verstarb. Spoerl war der Sohn eines Fabrikbesitzers aus Düsseldorf und besuchte dort die Oberrealschule. Nach der Schule begann Heinrich Spoerl ein Jurastudium, das ihn nach Marburg, Berlin, München und Bonn führte. In Marburg wurde er Mitglied einer Studentenverbindung. Nach seinem Referendariat ließ er sich als Rechtsanwalt in Düsseldorf nieder und promovierte 1919. Er arbeitete dort bis 1937 in seiner eigenen Kanzlei. Seine Karriere als Schriftsteller begann zunächst erfolglos. Dann arbeitete Spoerl kurz mit Hans Reimann zusammen, woraus das Drehbuch für den Film "So ein Flegel" entstand. Der Film basierte auf Spoerls eigenen Schulerlebnissen. Der literarische Durchbruch gelang ihm aber erst 1933 mit der Romanvorlage "Die Feuerzangenbowle". In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Spoerl durch humorvolle Unterhaltungsromane bekannt. Er wurde Mitglied der Reichsschrifttumskammer. Der Film "Wenn wir alle Engel wären" wurde von Goebbels als Vorbild für Unterhaltungsfilme empfohlen. Spoerl zog 1937 als freier Schriftsteller nach Berlin-Wannsee. In den folgenden Jahren avancierte Spoerl zu einem der erfolgreichsten und bestverdienenden Autoren Deutschlands. Während des Krieges erschien "Der Gasmann" als Fortsetzungsroman in einer NSDAP-Zeitung. Spoerl wurde Mitglied der Reichsfilmkammer. Es folgten Verfilmungen seiner Romane, darunter eine sehr erfolgreiche Version von "Die Feuerzangenbowle", an der Spoerl selbst mitwirkte. 1941 zog Spoerl nach Rottach-Egern. Nach dem Krieg arbeitete er dort bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1947 wieder als Rechtsanwalt. Danach widmete er sich erneut dem Schreiben, nun in Zusammenarbeit mit seinem Sohn Alexander. Seine Bücher blieben weiterhin populär und wurden in hohen Auflagen gedruckt. Auch die Verfilmung der "Feuerzangenbowle" aus dem Jahr 1944 wurde in beiden deutschen Staaten gezeigt. Heinrich Spoerl war zweimal verheiratet. Seine erste Frau starb früh. Seine zweite Frau, eine Konzertsängerin, starb 1947. Heinrich Spoerl ist in Rottach-Egern begraben.
Die Kunst des Wartens besteht darin, inzwischen etwas anderes zu tun.
Quelle
Man kann ruhig darüber sprechen. Heitere Geschichten und Plaudereien. Berlin: Paul Neff Verlag. 1942. S. 12Heinrich Spoerl wurde in Düsseldorf, Deutschland, geboren.
The image shows the first edition of the novel "Die Feuerzangenbowle" by Heinrich Spoerl, first published by Mittag-Bücherei (Industrieverlag Düsseldorf), later Droste Verlag.