Heinrich Mann war Vater eines Kindes namens Leonie Mann-Aškenazy (* 1916).
Heinrich Mann war ein Schriftsteller, der am 27. März 1871 in Lübeck geboren wurde und am 11. März 1950 in Santa Monica verstarb. Er entstammte der bekannten Familie Mann und war der ältere Bruder von Thomas Mann. Nach dem Verlassen des Katharineums begann Mann eine Buchhandelslehre, die er aber abbrach. Er volontierte anschließend beim S. Fischer Verlag in Berlin und studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Reisen führten ihn nach Sankt Petersburg und später, oft in Begleitung seines Bruders Thomas, nach Italien. In dieser Zeit entstanden erste Erzählungen und Gedichte, sowie sein erster Roman "In einer Familie". Im wilhelminischen Kaiserreich verfasste er politische und kulturkritische Essays und Romane wie "Im Schlaraffenland" und "Die Göttinnen". Sein Roman "Professor Unrat" brachte ihm Weltruhm, wurde aber in seiner Heimatstadt zunächst kritisiert. Im Ersten Weltkrieg brach der Kontakt zu seinem Bruder Thomas ab, da Heinrich Mann eine pazifistische Haltung einnahm. Nach dem Krieg erschien sein erfolgreiches Werk "Der Untertan". Er engagierte sich in pazifistischen Bewegungen. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Mann aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen und emigrierte über Frankreich in die USA. Dort verfasste er antifaschistische Texte und sein Hauptwerk, die Romane über Heinrich IV. Seine zweite Frau nahm sich 1944 das Leben. 1949 wurde er zum Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin gewählt, starb aber vor seiner geplanten Rückkehr nach Deutschland.
Das Misstrauen gegen den Geist ist Misstrauen gegen den Menschen selbst, ist Mangel an Selbstvertrauen.
Quelle
Geist und Tat (entst. 1910) Frankfurt am Main 1981, S. 13
Die Liebe bringt auf Ideen und in Gefahren.
Quelle
Eine Liebesgeschichte. hg. im Auftrage des Heinrich-Mann-Gesellschaft für zeitgenössische Dichtung, München: Weismann, 1953. S. 9
Es gibt Tage, wo das Leben übertrieben flau ist. Zu Bett gehen; weiter hilft nichts mehr.
Quelle
Der Unbekannte. Aus: Das gestohlene Dokument und andere Novellen. Berlin: Aufbau-Verlag, 1957. S. 10
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Ich höre, dass Karl May der Oeffentlichkeit so lange als guter Jugendschriftsteller galt, bis irgendwelche Missetaten aus seiner Jugend bekannt wurden. Angenommen aber, er hat sie begangen, so beweist mir das nichts gegen ihn - vielleicht sogar manches für ihn. Jetzt vermute ich in ihm erst recht einen Dichter!
Quelle
aus der Antwort Heinrich Manns auf eine Umfrage des ›Akademischen Verbandes für Literatur und Musik‹, auf dessen Einladung Karl May am 22. März 1912 im Sofiensaal zum Thema »Empor ins Reich des Edelmenschen« sprach. Wiedergabe im Nachruf auf Karl May des Neuen Wiener Tagblatts, 2. April 1912. Hier nach Eckard Bartsch: Karl Mays Wiener Rede. Eine Dokumentation, Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1970, S. 47, 79
Wer treten wollte, muß sich treten lassen.
Quelle
Der Untertan. Leipzig: Kurt Wolff, 1918. S. 428 books.google.
Sehen Sie, ich kann mich nicht mit einem Mann an einen Tisch setzen, der plötzlich behauptet, der Tisch, an dem wir sitzen, sei kein Tisch, sondern ein Ententeich, und der mich zwingen will, dem zuzustimmen.
Quelle
Über Walter Ulbricht in einem Gespräch mit Alfred Kantorowicz im Herbst 1938, nach: Kantorowicz berichtet DIE ZEIT 12. Sep. 1957Heinrich Mann wurde in Lübeck, Deutschland, geboren.
Front row, left to right: Hermann Stehr, Alfred Mombert, Eduard Stucken, Wilhelm von Scholz, Oskar Loerke, Walter von Molo, Ludwig Fulda, Heinrich Mann. Standing: Bernhard Kellermann, Alfred Döblin, Thomas Mann, Max Halbe.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin, Beisetzung Urne Heinrich Manns, Trauerzug
Zentralbild Krueger 25.3.1961 Beisetzung der Urne Heinrich Manns.
Feierlicher Zug zum Dorotheenstädtischen Friedhof
Von der Deutschen Akademie der Künste am Robert-Koch-Platz in Berlin bewegte sich der feierliche Zug mit der Urne des Dichters, der erste Präsident der Akademie, durch das dichte Spalier der Berliner zum Dorotheenstädtischen Friedhof. Tausende hatten sich am 25.3.1961 zu beiden Seiten der Invaliden- und Chaussee-Straße eingefunden, um Heinrich Mann die letzte Ehre zu erweisen.
UBz: Offiziere der Nationalen Volksarmee tragen die Urne mit den sterblichen Überresten von Heinrich Mann aus der Deutschen Akademie der Künste. Im Hintergrund links: Prof. [Otto] Nagel, rechts daneben Arnold Zweig, dahinter Ludwig Renn.
Abgebildete Personen:
Nagel, Otto Prof.: Maler, Präsident der Akademie der Künste (AdK), Nationalpreisträger, Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold, DDR (GND 118586300)
Renn, Ludwig Prof. Dr.: Schriftsteller, Internationale Brigaden, KPD, SED, Akademie der Künste (AdK), DDR
Zweig, Arnold Prof. Dr.: Schriftsteller, Ehrenpräsident der Akademie der Künste (AdK), Volkskammerabgeordneter, Präsident des Deutschen PEN-Zentrums Ost und West, DDR
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin, Kranzniederlegung, Zimmering, Noll, Scheer
Zentralbild 27.5.1961 Kranzniederlegung am Grabe von Bertholt Brecht, Johannes R. Becher und Heinrich Mann Teilnehmer des gegenwärtig in Berlin tagenden V. Deutschen Schriftstellerkongresses legten am 26.5.1961 auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an den Gräbern der großen deutschen Nationalschriftsteller Berthold Brecht, Johannes R. Becher und Heinrich Mann Kränze nieder.
UBz: Auf dem Wege zur Kranzniederlegung die Schriftsteller (vlnr): Maximilian Scheer, Dieter Noll und Max Zimmering.
Abgebildete Personen:
Noll, Dieter: Schriftsteller, DDR (GND 119157322)
Scheer, Maximilian: Schriftsteller, Mitglied des Friedensrates, DDR (GND 118606808)
Zimmering, Max: Schriftsteller, Abgeordneter des Bezirkstages Dresden, Kandidat des Zentralkomitees (ZK) der SED, DDR
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Zentralbild Eckleben 10.5.1963 Berlin: Heinrich-Mann-Preis 1963 für Christa Wolf "Der geteilte Himmel".
Der Präsident der Deutschen Akademie der Künste zu Berlin, Dr. h.c. Willi Bredel, verlieh am 10.5.1963, dem "Tag des freien Buches", den Heinrich-Mann-Preis 1963 an Christa Wolf für ihre Erzählung, "Der geteilte Himmel". Die Feierstunde fand im Plenarsaal der Akademie der Künste statt.
UBz: Während der Feierstunde las Christa Wolf aus ihrem Werk, "Der geteilte Himmel".
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Scherl Bilderdienst
Goethefeier der Akademie der Künste, Thomas Mann am Vortragspult. In der ersten reihe ganz links: Heinrich Mann und Ludwig Fulda [Berlin 1932]
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8311-32
Zentralbild
Goethefeier der Akademie der Künste Berlin 1932
Am Vortragspult der Schriftsteller Thomas Mann, in der ersten Reihe ganz links: die Schriftsteller Heinrich Mann und Ludwig Fulda.
8311-32
Erich Salomon: Heinrich Mann und Pierre Luchaire in Berlin beim Geburtstagsempfang des P.E.N. für Mann im Haus der Presse in Berlin 1931. Laut Salomon mit Pierre Luchaire, der ist schlecht zu verifizieren, vielleicht ist das aber de:Julien Luchaire ??
Tagung der Dichterakademie. Stehend: Bernhard Kellermann, Alfred Döblin, Thomas Mann, Max Halbe. Sitzend: Hermann Stehr, Alfred Mombert, Eduard Stucken, Wilhelm von Scholz, Oskar Loerke, Walter von Molo, Ludwig Fulda, Heinrich Mann.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Zentralbild
Heinrich Mann, Schriftsteller, bedeutender bürgerlicher kritischer Realist,
Geb: 27.3. 1871 in Lübeck
gest: 12.3.1950 in Santa Monica (Kalifornien)
UBz: eine Aufnahme aus dem Jahre 1906