Fritz J. Raddatz war ein deutscher Feuilletonist, der am 3. September 1931 in Berlin geboren wurde und am 26. Februar 2015 in Pfäffikon ZH in der Schweiz verstarb. Er machte sich vor allem als Literaturkritiker einen Namen und zählte zu den einflussreichsten seiner Zeit. Seine Kindheit war von schwierigen Verhältnissen geprägt. Raddatz' Mutter starb kurz nach seiner Geburt oder im Januar 1933. Seinen Vater beschrieb er als aggressiv und brutal, der ihn körperlich misshandelte und zu sexuellem Kontakt mit seiner Stiefmutter zwang. Nach dem Tod des Vaters übernahm ein Theologe die Vormundschaft für Raddatz und seine Schwester. Nach dem Abitur in Berlin-Tempelhof zog Raddatz aus politischer Überzeugung nach Ost-Berlin. In Ost-Berlin studierte Raddatz Germanistik, Geschichte, Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Amerikanistik an der Humboldt-Universität und promovierte dort später. Er begann seine journalistische Laufbahn als Zwanzigjähriger bei der Berliner Zeitung. Danach arbeitete er beim Verlag "Volk und Welt". Wegen seiner Beteiligung an einem intellektuellen Kreis, der vom Ministerium für Staatssicherheit beobachtet wurde, floh Raddatz 1958 in die Bundesrepublik. In der Bundesrepublik setzte Raddatz seine Karriere fort und habilitierte sich 1971 in Hannover. Er wurde Cheflektor beim Rowohlt Verlag, verlor diese Position aber aufgrund der "Ballonaffäre". Später leitete er das Feuilleton der Wochenzeitung "Die Zeit", bis er 1985 nach der Verwendung falscher Goethe-Zitate zurücktrat. Trotzdem blieb er der Zeitung als Kulturkorrespondent treu. Gemeinsam mit Mary Gerold-Tucholsky gab Raddatz Kurt Tucholskys gesammelte Werke heraus. Ab 2003 veröffentlichte Raddatz seine Tagebücher, die ein breites Spektrum der deutschen Verlags- und Autorenszene nach 1945 abbilden. Neben seiner journalistischen Tätigkeit verfasste er zahlreiche Essays, Romane und Biografien. Er lebte offen bisexuell und war mehr als 30 Jahre mit seinem Lebenspartner Gerd Bruns in Hamburg zusammen. Im September 2014 zog sich Raddatz aus dem aktiven Journalismus zurück, da er sich nicht mehr zeitgemäß fühlte. Raddatz war lange ein Anhänger des begleiteten Suizids und entschied sich für diese Option in der Schweiz. Er starb am 26. Februar 2015, kurz vor der Veröffentlichung seines letzten Buches. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof von Keitum auf Sylt. Raddatz war Vorsitzender der Kurt-Tucholsky-Stiftung und Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland sowie der Hamburger Freien Akademie der Künste.
Fritz J. Raddatz war ein 🙋♂️ deutscher Autor und Literaturkritiker
Wie alt wurde Fritz J. Raddatz?
Fritz J. Raddatz erreichte ein Alter von ⌛ 83 Jahren.
Wann hat Fritz J. Raddatz Geburtstag?
Fritz J. Raddatz wurde an einem Donnerstag am ⭐ 3. September 1931 geboren.
Wo wurde Fritz J. Raddatz geboren?
Fritz J. Raddatz wurde in 🚩 Berlin, Deutschland, geboren.
In welchem Sternzeichen wurde Fritz J. Raddatz geboren?
Fritz J. Raddatz wurde im westlichen Sternzeichen Jungfrau geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen die Ziege 羊 mit dem Element Metall ('Metall-Ziege').
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