Erich Mielke war ein deutscher kommunistischer Politiker, der am 28. Dezember 1907 in Berlin geboren wurde und am 21. Mai 2000 ebenda verstarb. Mielke wuchs in einem Arbeiterhaushalt in Berlin auf, besuchte die Gemeindeschule und kurzzeitig das Gymnasium, bevor er eine Lehre als Speditionskaufmann absolvierte. Anschließend arbeitete er als Expeditionsgehilfe, wurde aber nach einer Lohnforderung entlassen. Schon früh engagierte sich Mielke politisch. Sein Vater und seine Stiefmutter waren KPD-Mitglieder, und er selbst trat dem KJVD und später der KPD bei. Er war in der Partei aktiv und gehörte dem Roten Frontkämpferbund an. Im Jahr 1931 war er an der Ermordung zweier Polizeioffiziere auf dem Bülowplatz beteiligt und floh danach in die Sowjetunion. Dort erhielt er eine politische und militärische Ausbildung. Von 1936 bis 1939 kämpfte er im Spanischen Bürgerkrieg bei den Internationalen Brigaden. Nach dem Spanischen Bürgerkrieg wurde Mielke in Frankreich interniert und ging später nach Belgien. Während des Zweiten Weltkriegs war er unter dem Decknamen "Gaston" an der illegalen Verbreitung einer Zeitung beteiligt. Später tauchte er unter verschiedenen Identitäten unter und arbeitete in der Organisation Todt. Nach dem Krieg kehrte er nach Berlin zurück und übernahm verschiedene Funktionen in der Polizei und Justiz. Mit der Gründung des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) wurde Mielke einer der Stellvertreter des Ministers. Nach dem Aufstand vom 17. Juni 1953 übernahm er 1957 selbst die Leitung des MfS und behielt diese Position bis 1989. In dieser Zeit baute er die Stasi zu einem umfassenden Überwachungs- und Unterdrückungssystem aus. Mielke war zudem Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Abgeordneter der Volkskammer. Im November 1989 trat Mielke zurück und wurde kurz darauf verhaftet. 1993 wurde er wegen Mordes an den beiden Polizisten im Jahr 1931 zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, jedoch aufgrund seines hohen Alters und Gesundheitszustands vorzeitig auf Bewährung entlassen. Mielke starb im Mai 2000 in einem Berliner Altenpflegeheim und wurde anonym auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde beigesetzt.
Zitate von Erich Mielke
Wir haben, Genossen, liebe Abgeordnete, einen außerordentlich hohen Kontakt zu allen werktätigen Menschen. Ja, wir haben den Kontakt. Ihr werdet gleich hören, warum. Ich liebe doch alle Menschen... Ich setze mich doch dafür ein!
Quelle
am 13. November 1989 vor der Volkskammer der DDR bstu.bund.de, Video auf dra.de
Wir sind nicht davor gefeit, dass wir einmal einen Schuft unter uns haben. Wenn ich das schon jetzt wüßte, würde er ab morgen nicht mehr leben. Kurzer Prozeß. Weil ich ein Humanist bin. Deshalb habe ich solche Auffassung. Das ganze Geschwafel von wegen nicht Hinrichtung und nicht Todesurteil - alles Käse, Genossen. Hinrichten, wenn notwendig auch ohne Gerichtsurteil.
Quelle
auf der erweiterten Kollegiumssitzung am 19. Februar 1982 laut Abschrift der Tonbandaufzeichnung, dokumentiert bei Joachim Walther: Erich Mielke - ein deutscher Jäger, Audio CD, München 1997, hier zitiert nach runde-ecke-leipzig.deErich Mielke wurde in Berlin, Deutschland, geboren.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. ADN-ZB/Koard 14.6.72
Berlin: Castro
Der Erste Sekretär der KP Kubas und Ministerpräsident der Revolutionären Regierung der Republik Kuba, Fidel Castro (vorn), legt am 14.6.27 an der Reinhold-Huhn-Gedenkstätte einen Kranz nieder und verharrte in schweigendem Gedenken. Er wurde von Werner Lamberz, Mitglied des Politbüros und Sekretär des ZK der SED (1.E., 2.v.), Generalleutnant Art[h]ur Kunath, Stadtkommandant von Berlin (1.R., 4.v.l.), Erich Mielke, Kandidat des Politbüros der ZK der SED und Minister für Staatssicherheit (3.v.l.), Carlos Rafael Rodriguez, Mitglied des Sekretariats des ZK der KPK und Minister der Revolutionären Regierung (1.R.,r.), und weiteren Persönlichkeiten begleitet.
Erich Mielkes roter Kunstlederkoffer, ausgestellt in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße in Berlin.Ausstellungstext:Tafel 1: Der rote KofferIm Januar 1990 beschlagnahmte der Militärstaatsanwalt in den Räumen von Haus 1 einen roten Kunstlederkoffer. Er enthielt Justizakten aus der Zeit des Nationalsozialismus aus einem Verfahren gegen Erich Honecker und andere KPD-Mitglieder. Im Koffer fanden sich zwei schriftliche Auswertungen dieser Akten, die offenbar durch das MfS angefertigt worden waren. Eines der Schriftstücke kommt zu einer belastenden Bewertung des Aussageverhaltens Honeckers bei der Gestapo.Tafel 2 (auf der ein Foto abgebildet ist, das einen hellblauen, zweiflügeligen Stahlschrank zeigt, der in einer Holzschrankwand eingebaut ist. Die vier Schranktüren sind geöffnet, im Stahlschrank befinden drei Regalböden und oben zwei abschließbare Fächer, deren Türen ebenfalls offenstehen. Neben zahlreichen Aktenordnern, Schreibblöcken und Papierstapeln liegt unten rechts der rote Kunstlederkoffer): Dieses Foto entstand während der Durchsuchung der Minister-Etage im Januar 1990 durch den Militärstaatsanwalt. Wo genau der Koffer aufbewahrt wurde, ist nach wie vor unklar. Dem Protokoll zufolge scheint er im Januar 1990 im Büro von Hans Carlsohn, dem "persönlichen Referenten" Erich Mielkes, beschlagnahmt worden zu sein.
Erich Mielkes roter Kunstlederkoffer, ausgestellt in der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße in Berlin.Ausstellungstext:Tafel 1: Der rote KofferIm Januar 1990 beschlagnahmte der Militärstaatsanwalt in den Räumen von Haus 1 einen roten Kunstlederkoffer. Er enthielt Justizakten aus der Zeit des Nationalsozialismus aus einem Verfahren gegen Erich Honecker und andere KPD-Mitglieder. Im Koffer fanden sich zwei schriftliche Auswertungen dieser Akten, die offenbar durch das MfS angefertigt worden waren. Eines der Schriftstücke kommt zu einer belastenden Bewertung des Aussageverhaltens Honeckers bei der Gestapo.Tafel 2 (auf der ein Foto abgebildet ist, das einen hellblauen, zweiflügeligen Stahlschrank zeigt, der in einer Holzschrankwand eingebaut ist. Die vier Schranktüren sind geöffnet, im Stahlschrank befinden drei Regalböden und oben zwei abschließbare Fächer, deren Türen ebenfalls offenstehen. Neben zahlreichen Aktenordnern, Schreibblöcken und Papierstapeln liegt unten rechts der rote Kunstlederkoffer): Dieses Foto entstand während der Durchsuchung der Minister-Etage im Januar 1990 durch den Militärstaatsanwalt. Wo genau der Koffer aufbewahrt wurde, ist nach wie vor unklar. Dem Protokoll zufolge scheint er im Januar 1990 im Büro von Hans Carlsohn, dem "persönlichen Referenten" Erich Mielkes, beschlagnahmt worden zu sein.
Mielke, Erich (December 28, 1907 - May 21, 2000) Politician, GDR Minister for State Security, Army General, Member of the Politburo of the SED Central Committee - Portrait as a young man.
"Red Murderers!" - Wanted Poster published by the Berlin Police in September of 1933 announcing that warrants of arrest have been issued for ten people for the killing of two Police Officers in 1931. Pictures of the alleged perpetrators and displayed on the poster. Among them are the former Communist Reichstag Deputies Hans Kippenberger and Walter Ulbricht as well as Erich Mielke, who later became the head of the Ministerium für Staatssicherheit, the East German secret service.
Image of a placard at the Stasi Museum in Berlin. Placard displays text quoting a speech given by then German Democratic Republic Minister of State Security Erich Mielke, at the Central Conference of 3 April 1981, about how to identify enemies of the state.
Image of a placard at the Stasi Museum in Berlin. Placard displays text quoting a speech given by then German Democratic Republic Minister of State Security Erich Mielke, at the Central Conference of 3 April 1981, about how to identify enemies of the state.
Erich Mielke war ein 🙋♂️ deutscher SED-Politiker und Minister für Staatssicherheit der DDR
Wie alt wurde Erich Mielke?
Erich Mielke erreichte ein Alter von ⌛ 92 Jahren.
Wann hat Erich Mielke Geburtstag?
Erich Mielke wurde an einem Samstag am ⭐ 28. Dezember 1907 geboren.
Wo wurde Erich Mielke geboren?
Erich Mielke wurde in 🚩 Berlin, Deutschland, geboren.
Hatte Erich Mielke Kinder?
Ja, Erich Mielke war Vater von einem Kind. Der Name des Kindes lautet Frank Mielke (* 1948).
In welchem Sternzeichen wurde Erich Mielke geboren?
Erich Mielke wurde im westlichen Sternzeichen Steinbock geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen die Ziege 羊 mit dem Element Feuer ('Feuer-Ziege').