Bildquelle: Pascal_Blaise.jpeg Autor: unknown; a copy of the painting of François II Quesnel, which was made for Gérard Edelinck in 1691., via Wikimedia Commons Lizenz: Public domain Public domain
Steckbrief von Blaise Pascal
Name:
Blaise Pascal
Beruf:
französischer Philosoph, Physiker und Mathematiker
Blaise Pascal war ein französischer Mathematiker, Physiker, Literat, Erfinder und christlicher Philosoph, der am 19. Juni 1623 geboren wurde und am 19. August 1662 verstarb. Er stammte aus einer amtsadeligen Familie der Auvergne; seine Mutter starb, als er drei Jahre alt war. Sein hochgebildeter Vater zog mit der Familie nach Paris, um dem sichtlich begabten Blaise Pascal bessere Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Pascal war von Kindheit an kränklich und wurde zu Hause unterrichtet. Schon mit zwölf Jahren zeigte er großes mathematisches Talent und schloss sich über seinen Vater dem Kreis um den Mathematiker Père Mersenne an. Mit 16 beeindruckte er dort mit einer Arbeit über Kegelschnitte. 1639 musste sein Vater untertauchen, wurde aber später begnadigt. 1640 zog die Familie nach Rouen, wo Pascals Vater zum königlichen Steuereinnehmer ernannt wurde. Hier erfand Pascal 1642 die "Pascaline", eine mechanische Rechenmaschine, die zunächst addieren und später auch subtrahieren konnte. Die auf Zahnrädern basierende Erfindung brachte ihm zwar ein Patent, aber nicht den erhofften Reichtum, da die handgefertigten Maschinen zu teuer waren. In Rouen kam die Familie 1646 durch einen Unfall des Vaters mit den Lehren des Reformbischofs Jansenius in Kontakt und wurde sehr fromm. Blaise Pascal, der unter Lähmungen und Schmerzen litt, interpretierte seine Krankheit als göttliches Zeichen und begann ein asketisches Leben. Er führte weiterhin naturwissenschaftliche Studien durch, wiederholte Torricellis Vakuumversuche und veröffentlichte 1647 seine "Traité sur le vide". Ab 1647 lebte Pascal wieder überwiegend in Paris, wo er seine Forschungen fortsetzte und führende Jansenisten traf. Er diskutierte die Vakuumfrage indirekt, etwa in einer Abhandlung über den Luftdruck. 1648 ließ er den Luftdruck am Puy de Dôme messen, um dessen Abhängigkeit von der Höhe zu beweisen, und begründete das Gesetz der kommunizierenden Röhren. Nach dem Tod seines Vaters 1651 und dem Eintritt seiner Schwester Jacqueline ins Kloster, bewegte sich Pascal als wohlhabender junger Mann in der Pariser Gesellschaft. Er befasste sich mit Philosophie, Literatur und dachte über Heirat nach. 1653 verfasste er eine umfassende Abhandlung über die Hydrostatik. Diskussionen über Glücksspiele führten ihn zur Wahrscheinlichkeitsrechnung, die er 1654 mit Pierre de Fermat vorantrieb. Im selben Jahr veröffentlichte Pascal weitere mathematische Abhandlungen, darunter den "Traité du triangle arithmétique", in dem er das Beweisprinzip der vollständigen Induktion formulierte. Im Herbst 1654 erlebte Blaise Pascal eine depressive Phase und zog sich aus der mondänen Gesellschaft zurück. Nach einem religiösen Erweckungserlebnis im November 1654, das er im "Mémorial" festhielt, widmete er sich ganz seiner Frömmigkeit. Er verkehrte nun ausschließlich mit den jansenistischen "Einsiedlern" von Port-Royal. 1656 bestärkte die Heilung seiner Nichte seinen Glauben. Im Streit zwischen Jansenisten und Jesuiten verfasste Pascal 1656/57 anonym 18 satirische "Provinciales", die die jesuitische Kasuistik kritisierten und großen Erfolg hatten, obwohl sie verboten wurden. Ab 1658 arbeitete Pascal systematisch an einer Apologie der christlichen Religion, für die er bereits Notizen gesammelt hatte. Seine "Écrits sur la grâce" verteidigten eine strikt monergistische Gnadenlehre. Nebenher betrieb er mathematische Studien, berechnete 1658 die Fläche unter der Zykloide und veröffentlichte 1659 den "Traité des sinus des quarts de cercle". Seine ohnehin schlechte Gesundheit verschlechterte sich durch seine asketische Lebensweise. 1662 gründete er ein Droschkenunternehmen, das jedoch scheiterte. Nach dem Tod seiner Schwester Jacqueline im Oktober 1661 verschlimmerte sich Pascals emotionaler und gesundheitlicher Zustand. Er verkaufte seinen Hausstand für wohltätige Zwecke und starb am 19. August 1662 im Alter von 39 Jahren in Paris. Eine Obduktion zeigte schwere gesundheitliche Probleme, die genaue Todesursache blieb jedoch unbestimmt. In seinem Mantelsaum fand man das "Mémorial", eine Aufzeichnung seiner mystischen Erfahrung. Blaise Pascal wurde in der Pfarrkirche St-Étienne-du-Mont beigesetzt.
Zitate von Blaise Pascal
Allein ist der Mensch ein unvollkommenes Ding; er muss einen zweiten finden, um glücklich zu sein.
Quelle
Wissen des Herzens: Gedanken und Erfahrungen des großen abendländischen Philosophen, P. Eisele, Bern/München/Wien, o.J., ISBN 3502330077
Anfang und Ende der Dinge werden dem Menschen immer ein Geheimnis bleiben. Er ist ebenso unfähig, das Nichts zu sehen, aus dem er stammt, wie die Unendlichkeit zu erkennen, die ihn verschlingen wird.
Quelle
Pensées II, 72
Es ist das Herz, das Gott spürt, und nicht die Vernunft. Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Quelle
Pensées IV, 277
Alle Zitate anzeigen
Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste der Natur; aber er ist ein denkendes Schilfrohr. Es ist nicht nötig, dass das ganze Weltall sich waffne, ihn zu zermalmen: Ein Dampf, ein Wassertropfen genügen, um ihn zu töten.
Quelle
Pensées VI, 347
Der Mensch ist weder Engel noch Tier, und das Unglück will es, dass, wer einen Engel aus ihm machen will, ein Tier aus ihm macht.
Quelle
Pensées VI, 358
Die Gerechtigkeit ist ohnmächtig ohne die Macht; die Macht ist tyrannisch ohne die Gerechtigkeit.
Quelle
Pensées V, 298
Die Menschen sind so notwendig verrückt, dass Nicht-verrückt-Sein nur hieße, verrückt sein nach einer andern Art von Verrücktheit.
Quelle
Pensées I, 33
Es gibt sehr viele Leute, die glauben - aber aus Aberglauben.
Quelle
Pensées IV, 256
Je mehr Einsicht man hat, desto mehr Größe und Niedrigkeit entdeckt man im Menschen.
Quelle
Pensées VII, 443
Man gilt in der Welt nicht für einen Sachverständigen in Versen, wenn man nicht mit dem Aushängeschild des Dichters, Mathematikers usw. auftritt.
Quelle
Pensées
meine Briefe pflegten nicht so schnell auf einander zu folgen und auch nicht so lang zu sein. Die wenige Zeit, die ich hatte, ist Ursache von dem einen wie von dem andern. Ich habe diesen Brief nur deshalb länger gemacht, weil ich nicht Muße hatte ihn kürzer zu machen.
Quelle
Pascalʼs Briefe an einen Freund in der Provinz. Deutsch von Karl Adolf Blech. Sechzehnter Brief: Jesuitische Verläumdungen. Berlin 1841. [http://books.google.de/books?id=besrAAAAYAAJ&pg=PA364&dq=l%C3%A4nger S. 364 books.google]
Vielfalt, die nicht auf Einheit zurückgeht, ist Wirrwarr; Einheit, die nicht auf Vielfalt gründet, ist Tyrannei.
Quelle
Pensées XIV, 871
Wer die Eitelkeit der Welt nicht sieht, ist selbst eitel.
Quelle
Pensées, II, 164 (Eitelkeit hier im Sinne von Vergänglichkeit.)
Wir begnügen uns nicht mit dem Leben, das wir aus unserem eigenen Sein haben; wir wollen in der Vorstellung der anderen ein imaginäres Leben führen, und darum strengen wir uns an, in Erscheinung zu treten.
Quelle
Pensées II, 147
Wir rennen unbekümmert in den Abgrund, nachdem wir irgendetwas vor uns hingestellt haben, das uns hindern soll, ihn zu sehen.
Quelle
Pensées. Deutsch von Wolfgang Rüttenauer (nach [https://books.google.de/books?id=FE4eDQAAQBAJ&pg=PA177]ʼʼ)
Zu unserer Natur gehört die Bewegung, die vollkommene Ruhe ist der Tod.
Quelle
Pensées II, 129Blaise Pascal wurde in Clermont-Ferrand, Frankreich, geboren.
Acte de baptême de Blaise Pascal à Clermont en 1623. Archives départementales du Puy-de-Dôme, 3E500 00464 0047, consultable en ligne.
Le 27e jour de Juin 1623,a esté baptizé Blaize Paschal, filz à noble Estienne Pascal, Conseilher esleu pour le Roy en l'élection d'Auvergne à Clairmont, la mère Damoizele Anthoinette Begon, le parrin noble Blaise Paschal, Conseilher du Roy en la Séneschaucée et siège présidial d'Auvergne audict Clairmont, la marrine dame Anthoinette de Fontfreyde.
Pascal. Fontfreyde.
R. Burgess, Portraits of doctors & scientists in the Wellcome Institute, London
Blaise Pascal. Line engraving by Walker, 1789,
after G. Edelinck after F. Quesnel, junior.
1 print
R. Burgess, Portraits of doctors & scientists in
the Wellcome Institute, London1973, no. 2240.6
Iconographic Collections
Keywords: portrait prints; engravings
pagina uit de Christelijke encyclopædie voor het Nederlandsche volk deel 4
Alle 59 Bilder anzeigen
Bildnachweis
Bildquelle: Château_de_Bien-Assis.jpg Autor: Étienne-Jean Delécluze, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
Delécluze, Etienne-Jean (1781-1863) , “Château bien assis, près Clermont [légende manuscrite]”, dans l'album préempté 18 000 € sans les frais par le Musée d'Art Roger-Quilliot le 21/06/2010
Spijkenisse: Christelijke Scholengemeenschap Blaise Pascal, voor mavo, have en vwo, aan de toenmalige Nijverheidsweg, ongeveer waar nu sporthal Den Oert staat.
Nieuwe SVP-code: DIA41965.
Monnaie de Pascal, spécialité culinaire à Clermont-Ferrand (lieu de naissance de Blaise Pascal), composée de beurre, sucre, farine, amandes hachées, œufs, oranges confites
Blaise Pascal, Illustration of the Experiment La vide dans la vide in Traitez de l´equilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l´air, Paris 1663
Bildnachweis
Bildquelle: Pascal's_Mémorial.JPG Autor: Blaise Pascal, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
Le Mémorial de Pascal
On 23 Nov. 1654, Pascal had an intense religious vision. He wrote it and hid the paper in his dress
This image is a snippet from Pascal's letter to the Chancellor of France. In English, it states:
“The second cause which I foresee capable of giving you umbrage, are (dear reader) the bad copies of this machine which might be produced by the presumption of the craftsmen: on these occasions, I conjure you to carry carefully the spirit of distinction, to keep you from surprise, to distinguish between leprosy and leprosy, and not to judge of the true originals by the imperfect productions of the ignorance and temerity of the workmen”
Pascal's wager and its outcome for several religions and philosophies
Adapted from: http://wp.production.patheos.com/blogs/friendlyatheist/files/im/aVSVQ.png
Bildquelle: Pascal-1.jpg Autor: Blaise Pascal, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
1664 copy of Blaise Pascal's "Traitez de l’équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l’air." Copy located in the Niels Bohr Library & Archives, American Institute of Physics, in College Park, Maryland.
Bildnachweis
Bildquelle: Pascal-2.jpg Autor: Blaise Pascal, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
Title page to a 1664 copy of Blaise Pascal's "Traitez de l’équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l’air." Copy located in the Niels Bohr Library & Archives, American Institute of Physics, in College Park, Maryland.
Bildnachweis
Bildquelle: Pascal-3.jpg Autor: Blaise Pascal, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
Preface to a 1664 copy of Blaise Pascal's "Traitez de l’équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l’air." Copy located in the Niels Bohr Library & Archives, American Institute of Physics, in College Park, Maryland.
Bildnachweis
Bildquelle: Pascal-4.jpg Autor: Blaise Pascal, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
Figure from a 1664 copy of Blaise Pascal's "Traitez de l’équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l’air." Copy located in the Niels Bohr Library & Archives, American Institute of Physics, in College Park, Maryland.
Bildnachweis
Bildquelle: Pascal-5.jpg Autor: Blaise Pascal, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
First page to a 1664 copy of Blaise Pascal's "Traitez de l’équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l’air." Copy located in the Niels Bohr Library & Archives, American Institute of Physics, in College Park, Maryland.
Bildnachweis
Bildquelle: Pascal-6.jpg Autor: Blaise Pascal, via Wikimedia Commons Lizenz: gemeinfrei
Figure from a 1664 copy of Blaise Pascal's "Traitez de l’équilibre des liqueurs et de la pesanteur de la masse de l’air." Copy located in the Niels Bohr Library & Archives, American Institute of Physics, in College Park, Maryland.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 189) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 190) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 191) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 192) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 181) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 182) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 183) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 185) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 186) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.
Cette figure apparaît notamment dans le premier volume (p. 187) des Œuvres complètes complètes de Blaise Pascal, publiées en 1923 par Léon Brunschvicg et Émile Boutroux aux éditions Hachette, en 1923.