John Heartfield war ein deutscher Maler, Grafiker, Fotomontagekünstler und Bühnenbildner, der am 19. Juni 1891 geboren wurde und am 26. April 1968 verstarb. Heartfield, geboren als Helmut Herzfeld, gilt als ein Vorreiter an der Verbindung von Kunst und Medien und wird oft als Erfinder der politischen Fotomontage angesehen. Er war der ältere Bruder des Publizisten Wieland Herzfelde. Seine Kindheit war geprägt von den frühen Erfahrungen mit der Verurteilung seines Vaters wegen Gotteslästerung, was die Familie dazu zwang, in die Schweiz und später in die Nähe von Salzburg zu ziehen. Die Eltern verließen die Kinder im Sommer 1899, woraufhin Helmut und seine Geschwister von Verwandten aufgenommen wurden. Nach einer Buchhändlerlehre in Wiesbaden und einem Studium in München begann Heartfield seine künstlerische Laufbahn als Werbegrafiker, bevor er sich an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Charlottenburg weiterbildete. Im Ersten Weltkrieg wurde Heartfield zum Militärdienst eingezogen, aber 1915 wegen einer simulierten Nervenkrankheit entlassen. Als Zeichen des Protests gegen den Nationalismus änderte er 1916 seinen Namen in John Heartfield. Zusammen mit seinem Bruder gründete er 1917 den Malik-Verlag in Berlin. Heartfield war auch in der Dada-Bewegung aktiv und bekannt für seine Fotomontagetechnik, die er ab 1921 für Buchumschläge und andere Projekte einsetzte. In den 1920er Jahren arbeitete er als Ausstattungsleiter an den Reinhardt-Bühnen und als Mitarbeiter der Satirezeitschrift "Der Knüppel". Seine Fotomontage "Nach zehn Jahren: Väter und Söhne 1924" gilt als eine seiner ersten politischen Arbeiten. Ab 1930 arbeitete Heartfield regelmäßig für die Arbeiter-Illustrierten-Zeitung (AIZ), wo er seine politischen Fotomontagen veröffentlichte. Vor den Nationalsozialisten floh Heartfield 1933 in die Tschechoslowakei und setzte von dort seine Arbeit für oppositionelle Publikationen fort. 1938 flüchtete er nach Großbritannien, wo er während des Krieges interniert war. 1950 kehrte Heartfield nach Deutschland zurück und lebte bis 1956 in Leipzig, danach in Ost-Berlin. In der DDR arbeitete er zusammen mit seinem Bruder an verschiedenen Projekten, wurde aber aufgrund seiner kritischen Haltung gegenüber dem Formalismus und seiner Zeit im Exil zunächst skeptisch betrachtet. Erst später wurde er in die Akademie der Künste aufgenommen und erhielt den Nationalpreis für Kunst und Literatur. Heartfield starb 1968 in Ost-Berlin.
John Heartfield wurde in Schmargendorf, Deutschland, geboren.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin, IV. VBK-Kongress, Nagel, Hartfield
Zentralbild Hesse 1.12.1959 IV. Kongress des Verbandes Bildender Künstler eröffnet Der IV. Kongress des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands wurde am 1. Dezember 1959 in Leipzig eröffnet. UBz: Der Präsident der Deutschen Akademie der Künste, Prof. Nagel (links) und John Heartfield (2. von links).
Abgebildete Personen:
Nagel, Otto Prof.: Maler, Präsident der Akademie der Künste (AdK), Nationalpreisträger, Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold, DDR (GND 118586300)
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin, IV. VBK-Kongress, Nagel, Hartfield
Zentralbild Hesse 1.12.1959 IV. Kongress des Verbandes Bildender Künstler eröffnet Der IV. Kongress des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands wurde am 1. Dezember 1959 in Leipzig eröffnet. UBz: Der Präsident der Deutschen Akademie der Künste, Prof. Nagel (links) und John Heartfield (2. von links).
Abgebildete Personen:
Nagel, Otto Prof.: Maler, Präsident der Akademie der Künste (AdK), Nationalpreisträger, Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold, DDR (GND 118586300)
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Zentralbild / Kohls / 4.6.1960 / Ausstellung der Akademie der Künste
Zum sechzehnjährigen Bestehen zeigt die Deutsche Akademie der Künste Werke ihrer Ordentlichen und Vorrespndierenden Mitgliedern der Sektion Bildende Kunst. Die Ausstellung wir dam 3.6.1960 in den Räumen der Akademie am Robert-Koch-Platz eröffnet.
UBz: Der Präsident der Akademie Otto Nagel (links) im Gespräch mit John Heartfield (2.v.l.) und Wieland Herzfelde über eine Fotomontage von Heartfield.
Abgebildete Personen:
Nagel, Otto Prof.: Maler, Präsident der Akademie der Künste (AdK), Nationalpreisträger, Vaterländischer Verdienstorden (VVO) in Gold, DDR (GND 118586300)
Gedenktafel für den bildenden Künstle John Heartfield und seinen Brunder, den Schauspieler und Regisseur Wieland Herzfelde in den Reisingeranlagen in Wiesbaden.
Deutschland, Deutschland über alles. Ein Bilderbuch von Kurt Tucholsky und vielen Fotografen. Montiert von John Heartfield, Universum-Bücherei für Alle, Berlin, 1929. 231 S. Universum-Bücherei Band 54. Einband von Paul Urban