August Heinrich Hoffmann von Fallersleben war Vater eines Kindes namens Franz Hoffmann-Fallersleben (* 1855).
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben war ein deutscher Hochschullehrer für Germanistik, der am 2. April 1798 in Fallersleben geboren wurde und am 19. Januar 1874 in Corvey bei Höxter verstarb. Er trug maßgeblich dazu bei, die Germanistik als akademische Disziplin zu etablieren. Er war aber auch als Dichter, Sammler und Herausgeber alter Schriften tätig. Bekannt wurde er vor allem durch den Text des "Lied der Deutschen", der späteren Nationalhymne, und seine zahlreichen Kinderlieder. Hoffmanns Vater war Kaufmann, Gastwirt, Senator und Bürgermeister in Fallersleben. Nach dem Besuch der Bürgerschule wechselte er auf das Pädagogium in Helmstedt und später auf das Katharineum in Braunschweig. Bereits 1815 veröffentlichte er seine ersten Gedichte. 1816 begann er sein Studium der Theologie in Göttingen, wandte sich aber bald der Geschichte des klassischen Altertums zu. In Kassel lernte Hoffmann Jacob Grimm kennen, der ihn dazu anregte, sich mit der deutschen Sprache und Literatur zu beschäftigen. So wechselte er das Studienfach und ging später mit seinem Lehrer Friedrich Gottlieb Welcker nach Bonn. Dort veröffentlichte er 1821 einen Aufsatz über einen Fund eines mittelalterlichen Bibelepos von Otfrid und seine Gedichtsammlung "Lieder und Romanzen", wobei er bereits den Namen Hoffmann von Fallersleben verwendete. Nach dem Studium arbeitete Hoffmann ab 1823 als Kustos an der Universitätsbibliothek in Breslau und wurde dort später Professor für deutsche Sprache und Literatur. In den Jahren 1840 und 1841 veröffentlichte er die "Unpolitischen Lieder". Während eines Aufenthalts auf Helgoland im Jahr 1841 schrieb er das "Lied der Deutschen". Hoffmann von Fallersleben beschäftigte sich intensiv mit der altniederländischen Sprache und unternahm mehrere Reisen nach Holland und Flandern. Aufgrund seiner liberalen Haltung und seines Eintretens für ein geeintes Deutschland wurde Hoffmann 1842 von der preußischen Regierung entlassen. Er verlor seine Professur und seine Staatsbürgerschaft und ging ins Exil. In dieser Zeit entstanden viele seiner Kinderlieder. Nach seiner Rehabilitierung im Jahr 1849 kehrte Hoffmann von Fallersleben ins Rheinland zurück und heiratete seine Nichte. Später zog er mit seiner Familie nach Weimar und dann nach Corvey, wo er eine Anstellung als Bibliothekar fand. Seine Frau starb 1860 im Kindbett. Hoffmann von Fallersleben starb 1874 in Corvey.
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Zitate von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Deutschland, Deutschland über alles // über alles in der Welt […]
Quelle
Lied der Deutschen, 26. August 1841
deutsche Vaterland! // Danach lasst uns alle streben // brüderlich mit Herz und Hand!
Quelle
Lied der Deutschen, 26. August 1841
Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm.
Quelle
Anfang eines Rätsels (Die Hagebutte), 1843, zitiert nach: Die Kinderwelt in Liedern, Verlag von J. G. Wirth Sohne, Mainz 1852, 128. Räthsel, S.157,
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Herr Durst ist ein gestrenger Mann, // Der läßt sich gar nicht foppen.
Quelle
Unser Weinhaus, Ernst Arnoldʼs Kunstverlag, Dresden 1875, No. 29., S.44,
Morgen kommt der Weihnachtsmann, // Kommt mit seinen Gaben.
Quelle
Weihnachtslied, in: Gedichte, Leipzig 1843, S. 571,
Summ summ summ! / Bienchen summ herum!
Quelle
Biene, in: Gedichte, Leipzig 1843, S. 559
Winter, ade! // Scheiden tut weh.
Quelle
Winters Abschied, in: Gedichte, Leipzig 1843, S. 572August Heinrich Hoffmann von Fallersleben wurde in Fallersleben, Deutschland, geboren.