Ursula Karusseit †

Steckbrief von Ursula Karusseit

Name:Ursula Karusseit
Beruf:deutsche Schauspielerin und Regisseurin
Alter:79 Jahre
Geburtsdatum:2. August 1939
Geburtsort:Elbląg, Polen
Todesdatum:1. Februar 2019
Sterbeort:Berlin, Deutschland
Sternzeichen:Löwe
Größe:unbekannt
Augenfarbe:braun-grün
Haarfarbe:rotbraun

Ursula Karusseit war eine deutsche Schauspielerin und Theaterregisseurin.

Karusseit avancierte in ihren Jahren an der Berliner Volksbühne zu einer der bedeutendsten Persönlichkeiten des DDR-Theaters, spielte jedoch auch in über 50 DFF- und DEFA-Filmen, etwa in Wege übers Land, Daniel Druskat und Märkische Chronik. Im wiedervereinigten Deutschland wurde sie ab 1998 vor allem durch ihre Rolle der Charlotte Gauß in der ARD-Krankenhausserie In aller Freundschaft bekannt.

Ursula Karusseit wurde am 2. August 1939 im ostpreußischen Elbing geboren. Nach der Vertreibung 1945 wuchs sie in Parchim und in Gera auf. Nach einer kaufmännischen Lehre arbeitete die Lehrerstochter als Stenotypistin und Sachbearbeiterin und wirkte nebenbei in der Laienkabarettgruppe ihres Betriebes mit. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie von 1960 bis 1962 an der Staatlichen Schauspielschule Berlin-Schöneweide.

Nach ihrer Schauspielausbildung erhielt Karusseit feste Engagements am Deutschen Theater Berlin und am Maxim-Gorki-Theater sowie eine viele Jahre währende Festanstellung im Ensemble der Berliner Volksbühne. In der Ära Benno Besson feierte sie dort europaweit Erfolge. Sie glänzte vor allem in Stücken wie der Märchenkomödie Der Drache von Jewgeni Schwarz als Tochter Elsa oder in Bertolt Brechts Der gute Mensch von Sezuan als Shen Te. 1984 debütierte Karusseit als Theaterregisseurin mit John Millington Synges Der Held der westlichen Welt. Seit Mitte der 1980er-Jahre hatte Karusseit zahlreiche Gastengagements in Westdeutschland, so trat sie etwa 1986 als Mutter Courage im gleichnamigen Stück am Kölner Schauspiel auf. Ab 2006 spielte sie gemeinsam mit Thomas Rühmann im Theater am Rand in Zollbrücke mit.

Gelegentlich lehrte sie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg.

Ihr Filmdebüt gab Karusseit 1963 in Lothar Bellags Fernsehfilm Was ihr wollt. Mit ihrer Darstellung der Gertrud Habersaat im Fernsehmehrteiler Wege übers Land nach Helmut Sakowski erlangte sie bis über die Grenzen der DDR hinaus große Popularität. In dem Vierteiler Eva und Adam verkörperte sie im ersten Film die Hauptrolle der Helga Lorenz an der Seite von Dietmar Richter-Reinick. Bekannt wurde sie außerdem durch Filme wie das antifaschistische Filmepos über die Widerstandsgruppe um Harro Schulze-Boysen, KLK an PTX – Die Rote Kapelle, oder als rothaarige Lola an der Seite von Michael Gwisdek in dem Boxerfilm Olle Henry. Unter Dieter Scharfenberg übernahm sie 1984 neben Kurt Böwe eine Doppelrolle als herrische Königin und gutmütige Schmiedin Hanne in dem Märchenfilm Die vertauschte Königin.

Im wiedervereinigten Deutschland war Karusseit vorwiegend in Fernsehproduktionen beschäftigt. Ab 1998 gehörte sie als Charlotte Gauß in der ARD-Krankenhausserie In aller Freundschaft ab der ersten Folge zur Stammbesetzung und wurde mit dieser Rolle auch beim gesamtdeutschen Publikum bekannt. Sie war bis März 2019 in der Serie zu sehen. Im August 2019 wurde ihr Serientod thematisiert.

2008 besetzte sie Regisseur Ulrich König neben Winfried Glatzeder als Schneiderin in dem Märchenfilm Tischlein deck dich aus der ARD-Reihe Sechs auf einen Streich. 2014 spielte sie an der Seite von Michael Gwisdek, Anna Loos, Jutta Wachowiak, Dieter Mann und Marie Gruber in Udo Wittes Fernsehkomödie Die letzten Millionen. Ihre letzte Filmrolle hatte sie 2015 ebenfalls unter der Regie von Udo Witte in einer Nebenrolle als Renate in Eins ist nicht von dir.

Neben ihren Arbeiten auf der Bühne und in Film und Fernsehen betätigte sie sich als Hörspielsprecherin, so wirkte sie kontinuierlich in zahlreichen Hörspielproduktionen für den Rundfunk der DDR mit.

Innerhalb der MDR-Fernsehsendung Lebensläufe entstand 2015 eine halbstündige Dokumentation unter dem Titel Ursula Karusseit – eine Vollblutschauspielerin.

Bei der Bundestagswahl 2009 rief Karusseit öffentlich zur Wahl der Partei Die Linke auf.

Ursula Karusseit heiratete 1969 den Schweizer Theaterschauspieler Benno Besson und erhielt damit auch den Schweizer Pass. Der aus der Beziehung entstammende gemeinsame Sohn Pierre Besson ergriff ebenfalls den Schauspielberuf. 1998 heiratete sie in zweiter Ehe ihren langjährigen Lebensgefährten, den Beleuchtungstechniker Johannes Wegner.

Karusseit starb am 1. Februar 2019 im Alter von 79 Jahren in einer Berliner Klinik an den Folgen einer Herzinsuffizienz. Ihre letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Friedhof von Senzig, Ortsteil von Königs Wusterhausen, südlich von Berlin.

Im März 2019 erschien postum unter dem Titel Zugabe eine Autobiografie von ihr, an der sie zuletzt noch gearbeitet hatte. In den Jahren 2019 und 2020 hielt ihr einstiger Schauspielkollege Herbert Köfer Lesungen aus ihrer Autobiografie.

Mehr über Ursula Karusseit auf Wikipedia

Ursula Karusseit wurde in Elbląg, Polen, geboren.

Filme mit Ursula Karusseit

1971: KLK an PTX – Die Rote Kapelle
1974: Der nackte Mann auf dem Sportplatz
1980: Levins Mühle
1981: Die Stunde der Töchter
1983: Olle Henry
1984: Die vertauschte Königin
1985: Die Gänse von Bützow
1999: Nachtgestalten
1999: Waschen, schneiden, legen
2006: Elementarteilchen
1963: Was ihr wollt
1968: Wege übers Land (Fünfteiler)
1971: Avantgarde (Theateraufzeichnung)
1971: Der Arzt wider Willen (Theateraufzeichnung)
1973: Eva und Adam (Vierteiler)

Alle Filme anzeigen

1976: Daniel Druskat (Fünfteiler)
1977: Camping-Camping
1977: Tod und Auferstehung des Wilhelm Hausmann
1979: Pinselheinrich
1980: Puppen für die Nacht
1982: Familie Rechlin (Zweiteiler)
1982: Das Mädchen und der Junge
1983: Der Biberpelz (Theateraufzeichnung der Volksbühne Berlin)
1983: Der Bastard (Zweiteiler)
1986: Weihnachtsgeschichten (Fernsehfilm)
1991: Die Sprache der Vögel
1993: Wer zweimal lügt
2003: Ich leih dir meinen Mann
2004: Ein Engel namens Hans-Dieter
2006: Willkommen in Lüsgraf
2008: Tischlein deck dich (ARD-Märchenfilmreihe Sechs auf einen Streich)
2013: Willkommen auf dem Land
2013: In aller Freundschaft: Bis zur letzten Sekunde
2014: Wir tun es für Geld
2014: Die letzten Millionen
2014: Neufeld, mitkommen!
2015: Eins ist nicht von dir
1979: Der Staatsanwalt hat das Wort: Akte Zabel
1979: Der Staatsanwalt hat das Wort: Konsequenzen
1983: Märkische Chronik (12 Folgen)
1987: Einzug ins Paradies (6 Folgen)
1987: Polizeiruf 110: Abschiedslied für Linda
1998–2019: In aller Freundschaft (857 Folgen)
2003: Wolffs Revier (1 Folge)
2003: Schloss Einstein (4 Folgen)
2005: Polizeiruf 110: Vorwärts wie rückwärts
2007: Tatort: Die Falle
2011: SOKO Stuttgart (1 Folge)
2014: Dr. Klein (2 Folgen: Rückschläge, Rausch)

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Fakten über Ursula Karusseit

  • Wodurch ist Ursula Karusseit bekannt?

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  • Wie alt wurde Ursula Karusseit?

    Ursula Karusseit erreichte ein Alter von ⌛ 79 Jahren.

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    Ursula Karusseit wurde am ⭐ 2. August 1939 geboren.

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    Ursula Karusseit wurde in 🚩 Elbląg, Polen, geboren.

  • Wann starb Ursula Karusseit?

    Ursula Karusseit ist am ✟ 1. Februar 2019 in Berlin, Deutschland, gestorben.

  • Woran verstarb Ursula Karusseit?

    Ursula Karusseit starb an den Folgen eines Herzleidens.

  • In welchem Sternzeichen wurde Ursula Karusseit geboren?

    Ursula Karusseit wurde im Sternzeichen ♌ Löwe geboren.

  • Welche Augenfarbe hatte Ursula Karusseit?

    Die Augenfarbe von Ursula Karusseit war 👁️ braun-grün.

  • Welche Haarfarbe hatte Ursula Karusseit?

    Die Haarfarbe von Ursula Karusseit war 👩 rotbraun.

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Auch im Jahr 2019 verstorben

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