Martin Heidegger war Vater von 2 Kindern: Hermann Heidegger (* 1920), Jörg Heidegger (* 1919).
Martin Heidegger war ein deutscher Philosoph, der am 26. September 1889 geboren wurde und am 26. Mai 1976 verstarb. Er war ein Denker, der sich intensiv mit der Phänomenologie, der Lebensphilosophie und der Existenzdeutung auseinandersetzte. Heidegger strebte danach, die traditionelle abendländische Philosophie zu hinterfragen und ein neues Verständnis der Welt zu entwickeln. Sein erstes bedeutendes Werk, "Sein und Zeit", erschien 1927 und begründete die philosophische Richtung der Fundamentalontologie. Ab den 1930er Jahren widmete sich Heidegger der Interpretation der abendländischen Philosophiegeschichte. Er analysierte die Werke bedeutender Philosophen, um deren verborgene Annahmen und Vorurteile aufzudecken. Heidegger argumentierte, dass bisherige philosophische Ansätze die Welt einseitig betrachteten, was er als Kennzeichen jeder Metaphysik sah. Seiner Ansicht nach kulminierte diese metaphysische Weltauffassung in der modernen Technik, die er nicht nur als neutrales Werkzeug, sondern als Ausdruck einer veränderten Weltsicht verstand. Heidegger kritisierte, dass die Technik die Erde vor allem unter dem Aspekt der Nutzbarmachung betrachtet und sah darin eine Gefahr für die natürlichen Ressourcen. Als Alternative zur Technik stellte Heidegger die Kunst gegenüber und untersuchte ab Ende der 1930er Jahre insbesondere Hölderlins Dichtungen. In seinen späteren Schriften ab 1950 beschäftigte er sich verstärkt mit der Sprache und deren Fähigkeit, metaphysische Einseitigkeiten zu vermeiden. Heidegger versuchte, den Menschen nicht mehr als Zentrum der Welt zu betrachten, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs, den er später "Geviert" nannte. Statt die Erde zu beherrschen, sollte der Mensch als sterblicher Gast in ihr wohnen und sie schonen. Heidegger war von 1933 bis 1945 Mitglied der NSDAP. Durch die Veröffentlichung der Schwarzen Hefte wurden 2014/2015 antisemitische Äußerungen öffentlich. Heidegger starb 1976 in Freiburg.
Zitate von Martin Heidegger
Der Mensch ist nicht der Herr des Seienden. Der Mensch ist der Hirt des Seins.
Quelle
Brief über den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.342
Herkunft aber bleibt stets Zukunft.
Quelle
Aus einem Gespräch von der Sprache – Zwischen einem Japaner und einem Fragendenʼʼ, in Martin Heidegger: ʼʼUnterwegs zur Spracheʼʼ, Pfullingen: Verlag Günther Neske, 1959, http://www.mystiek.net/over-deze-site/wozu-lyrik-heute/3-2/.Martin Heidegger wurde in Meßkirch, Deutschland, geboren.