Luchino Visconti war ein italienischer Theater-, Opern- und Filmregisseur sowie Drehbuchautor, der am 2. November 1906 in Mailand geboren wurde und am 17. März 1976 in Rom verstarb. Visconti entstammte einer Adelsfamilie und wuchs in Mailand und auf dem Familiensitz Schloss Grazzano Visconti auf. Seine Mutter stammte aus einer wohlhabenden Industriellenfamilie. Nach der Trennung der Eltern zog er mit seiner Mutter und den jüngeren Geschwistern um. Visconti entwickelte schon früh eine Leidenschaft für Musik und Theater, spielte Cello und besuchte mit seiner Familie regelmäßig die Mailänder Scala. Die Familie kannte Arturo Toscanini persönlich. Die Lektüre von Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" weckte sein Interesse an Literatur. Nach einer Ausbildung an der Kavallerieschule und ersten Erfahrungen mit der Pferdezucht begann Visconti seine Karriere in Paris als Assistent von Jean Renoir. Nach einer Reise in die USA kehrte er nach Italien zurück und arbeitete erneut mit Renoir zusammen. Er freundete sich mit Roberto Rossellini an und schrieb mit anderen das Drehbuch zu seinem ersten Film "Besessenheit", der als Beginn des Neorealismus gilt. Visconti entwickelte in Paris Sympathien für den Kommunismus und wurde später wegen Widerstand gegen den Faschismus verhaftet. Visconti schuf in den 1960er Jahren Meisterwerke wie "Der Leopard", "Die Verdammten", "Tod in Venedig" und "Ludwig II.". Er inszenierte auch zahlreiche Theaterstücke und Opern, darunter berühmte Verdi-Inszenierungen an der Mailänder Scala, der Wiener Staatsoper und in London. Nach einem Schlaganfall realisierte er noch die Filme "Gewalt und Leidenschaft" und "Die Unschuld". Luchino Visconti konnte seinen Traum, Prousts Roman zu verfilmen, nie verwirklichen.
Luchino Visconti wurde in Mailand, Italien, geboren.
Filme mit Luchino Visconti
1943: Besessenheit (Ossessione) 1945: Tage des Ruhms (Giorni di Gloria) – Dokumentarfilm 1948: Die Erde bebt (La Terra trema) 1951: Notizen über einen Vorfall in der Chronik (Appunti su un fatto di cronaca) – Dokumentarfilm 1951: Bellissima 1953: Wir Frauen (Siamo donne) (eine Episode) 1954: Sehnsucht (Senso) 1957: Weiße Nächte (Le notti bianche) 1960: Rocco und seine Brüder (Rocco e i suoi fratelli) 1961: Dommage qu’elle soit une putain (Fernsehfilm) 1962: Boccaccio 70 (Episodenfilm; Episode: Il lavoro = Der Job) 1963: Der Leopard (Il Gattopardo) 1965: Sandra – Die Triebhafte (Vaghe stelle dell’Orsa) 1967: Der Fremde (Lo Straniero) 1967: Hexen von heute (Le streghe; Episodenfilm, Episode: Hexen verbrennt man lebendig)
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1969: Die Verdammten (La caduta degli dei) 1970: Auf der Suche nach Tadzio (Alla ricerca di Tadzio) – Dokumentarfilm 1971: Tod in Venedig (Morte a Venezia) 1973: Ludwig II. (Ludwig) 1974: Gewalt und Leidenschaft (Gruppo di famiglia in un interno) 1976: Die Unschuld (L’Innocente)
Bilder zum Thema Luchino Visconti
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Salvo D'Angelo avec Luchino Visconti et Anna Magnani pendant le tournage de Bellissima en 1951
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Teatro Massimo in Palermo, Il diavolo in giardino, opera in 3 acts by Franco Mannino, to a libretto by Luchino Visconti (with Filippo Sanjust and Enrico Medioli), 1963 - Artistes and authors saluting the audience (from left: Rena Garazioti, Enrico Campi, Gianna Galli, Antonio Spruzzola, Ugo Benelli, Visconti, Clara Petrella, Mannino e Medioli)
Group portrait: director Luchino Visconti with Rina Morelli, Paolo Stoppa, and other actors performing in the comedy L'impresario delle Smirne by Carlo Goldoni.
Van Heflin, on the right, congratulates Giulietta Masina and Luchino Visconti, winners of the Best Actress and Best Director awards at the 1958 Grolle d'Oro in Saint Vincent.
Milano: Teatro alla Scala - Spettacolo Anna Bolena, 1957, regia di Luchino Visconti - Camerino, interno - Maria Callas (cantante lirica) si trucca allo specchio - Luchino Visconti, regista
Sopralluogo per il film "Tosca". Tivoli - Villa Adriana - Dintorni - Sopralluogo per il film "Tosca" con i registi Jean Renoir, Carl Koch e Luchino Visconti
From the recording of the film "Death in Venice", from left director Luchino Visconto, Sergio Garfagnoli (playing Jaschu) and Björn Andrésen (playing Tadzio).
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Bildquelle: Visconti-andresen4.jpg Autor: Wikipedia / Unknown photographer Lizenz: gemeinfrei
From the recording of the film "Death in Venice", from left director Luchino Visconto, Sergio Garfagnoli (playing Jaschu) and Björn Andrésen (playing Tadzio).
Luchino Visconti war ein 🙋♂️ italienischer Theater-, Opern- und Filmregisseur sowie Drehbuchautor
Wie alt wurde Luchino Visconti?
Luchino Visconti erreichte ein Alter von ⌛ 69 Jahren.
Wann hat Luchino Visconti Geburtstag?
Luchino Visconti wurde an einem Freitag am ⭐ 2. November 1906 geboren.
Wo wurde Luchino Visconti geboren?
Luchino Visconti wurde in 🚩 Mailand, Italien, geboren.
Wer sind die Eltern von Luchino Visconti?
Die Eltern von Luchino Visconti heißen Giuseppe Visconti de Modrone und Carla Erba Visconti di Modrone.
War Luchino Visconti verheiratet oder hatte er eine Partnerin?
Luchino Visconti war nach offiziellen Informationen nicht verheiratet.
In welchem Sternzeichen wurde Luchino Visconti geboren?
Luchino Visconti wurde im westlichen Sternzeichen Skorpion geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen das Pferd 马 mit dem Element Feuer ('Feuer-Pferd').
Wie groß war Luchino Visconti?
Luchino Visconti hatte eine Größe von ca. 📏 1,85 m. Damit war er größer als die meisten deutschen Männer. Denn laut Statistik von 2021 beträgt die durchschnittliche Körpergröße eines Mannes in Deutschland 1,79 m.