John Ruskin war ein englischer Schriftsteller, der am 8. Februar 1819 in London geboren wurde und am 20. Januar 1900 verstarb. Er war aber auch Maler, Sozialreformer, Kunsthistoriker und Kunstkritiker. Im England des 19. Jahrhunderts nahm er als Universalgelehrter eine wichtige Position ein und beeinflusste die Gesellschaft durch seine Schriften über Kunst und Architektur. Ruskin beschäftigte sich in seinen Werken mit der Landschaft und dem kulturellen Erbe Englands, aber auch mit Themen wie Geologie, Literatur, politische Ökonomie und Theologie. Er beschrieb ein "Evangelium der Schönheit", das Kunst, Politik und Wirtschaft im Sinne mittelalterlicher Kunst vereinen sollte. Ruskin wuchs als einziges Kind wohlhabender Eltern auf, die ihn auf ihren Geschäftsreisen mitnahmen. So lernte er schon früh Schlösser, Kathedralen und Galerien kennen. Reisen führten ihn nach Nordengland, Paris, Brüssel, Waterloo, den Rhein entlang und in die Schweiz, wo seine Liebe zu den Alpen begann. Seine Eltern waren Calvinisten und wünschten sich, dass er Geistlicher wird. Ruskin brachte sich selbst das Lesen und Schreiben bei und wurde von Hauslehrern unterrichtet. An der Universität Oxford studierte er und gewann einen Preis für Gedichte. Eine Tuberkulose-Erkrankung unterbrach sein Studium, das er später abschloss. Ruskins erstes großes Werk war "Modern Painters", eine mehrbändige Geschichte der modernen Malerei, mit der er William Turner entdeckte und förderte. Ruskin kritisierte die Industrialisierung, da sie seiner Meinung nach menschliche Tugenden und künstlerische Kreativität gefährdete. Er setzte sich für eine Wirtschaftsethik ein, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und handwerkliche Arbeit als schöpferisch betrachtet. Er gründete die St.-Georgs-Gilde, um seine sozialen Utopien umzusetzen. Ruskin schlug Gartenstädte und Arbeiterhochschulen vor. Er war Teil der Arts and Crafts Bewegung und hatte Einfluss auf Pierre de Coubertin, den Gründer der modernen Olympischen Spiele. Ruskin verteidigte die Präraffaeliten und freundete sich mit einigen von ihnen an. Seine Frau ließ sich scheiden, um den Maler Millais zu heiraten. Mit seinen Werken "The Seven Lamps of Architecture" und "The Stones of Venice" leistete Ruskin wichtige Beiträge zur Architekturtheorie. Er prägte die Denkmalpflege, indem er die Konservierung von Denkmälern forderte. Ruskin wurde Professor für Kunst an der University of Oxford. Nach dem Tod seines Vaters kaufte er ein Haus im Lake District, wo er bis zu seinem Lebensende wohnte. Er richtete eine Zeichenschule für Männer und Frauen ein. James McNeill Whistler verklagte Ruskin wegen einer negativen Kritik und gewann den Prozess. Ruskin schätzte William Turner sehr und besaß viele seiner Werke. Er schenkte Universitäten Aquarelle und Zeichnungen von Turner. Nach Turners Tod half Ruskin bei der Sichtung und Sortierung seines Nachlasses. Ruskin heiratete Euphemia Chalmers Gray, genannt Effie, aber die Ehe wurde annulliert, da sie nie vollzogen wurde. Später heiratete Effie den Maler Millais. Ruskin machte Rose La Touche einen Heiratsantrag, der jedoch abgelehnt wurde. Er freundete sich mit Kate Greenaway an, die er als Malerin unterstützte. Ruskin wurde auf dem Friedhof der St. Andrews Church in Coniston beigesetzt.
In August 1900 Elgar added this quotation from John Ruskin’s Sesame and Lilies to the manuscript score of The Dream of Gerontius: "This is the best of me; for the rest, I ate, and drank, and slept, loved and hated, like another; my life was as the vapour and is not; but this I saw and knew: this, if anything of mine, is worth your memory".
A portrait from the Welsh Portrait Collection at the National Library of Wales. Depicted person: John Ruskin – English writer and art critic (1819–1900)
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