Bildquelle: USIS_-_Fritz_Eckhardt_crop.jpg Autor: Wikipedia / Fotograf im Auftrag der United States Information Agency (Pictorial Section der Information Services Branch (ISB)) Lizenz: Public domain
Steckbrief von Fritz Eckhardt
Name:
Fritz Eckhardt
Beruf:
österreichischer Schauspieler, Autor und Regisseur
Fritz Eckhardt war ein österreichischer Schauspieler, Autor, Sänger, Librettist und Regisseur, der am 30. November 1907 in Linz geboren wurde und am 31. Dezember 1995 verstarb. Als uneheliches Kind von Schauspielern kam er in Linz zur Welt, wobei die Eltern aufgrund des gesellschaftlichen Drucks und ihres Berufsstandes bald heirateten. Die Ehe hielt jedoch nicht, und Eckhardt wuchs nach der Scheidung in Wien auf. Ein schwerer Schicksalsschlag traf ihn, als seine Mutter 1916 an einer Fischvergiftung starb, ausgerechnet an seinem neunten Geburtstag. Glücklicherweise fand er in der zweiten Ehefrau seines Vaters, Tilly, eine liebevolle Bezugsperson. Sein Vater, ein jüdischer Theaterdirektor, wurde während der NS-Zeit in einem Konzentrationslager ermordet. Eckhardt verdankte ihm sein Leben, da der Vater bei seiner Verhaftung leugnete, ein gutes Verhältnis zu seinem Sohn zu haben, obwohl Eckhardt nach den Nürnberger Rassengesetzen als "Volljude" galt. Schon früh hegte Eckhardt den Wunsch, in die Fußstapfen seiner Eltern zu treten und die Welt des Films und Theaters zu erobern. Nach der Schulausbildung absolvierte er die Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seine Bühnenkarriere begann 1924 in Stuttgart und Wien, wo er neben bekannten Größen wie Paula Wessely spielte. In den folgenden Jahren sammelte er Erfahrungen an verschiedenen Theatern in ganz Europa, darunter in Karlsbad, Hannover und Den Haag. Später widmete sich Eckhardt dem Schreiben von Libretti, Theaterstücken und Drehbüchern. Während der Zeit des Nationalsozialismus verfasste er, versteckt und unter Pseudonym, satirische Stücke für das Wiener Werkel. Nach dem Krieg blieb er dem Kabarett treu und arbeitete unter anderem mit Stella Kadmon und Carl Merz zusammen. Sein erster Filmauftritt war 1925 in dem Stummfilm "Der Rosenkavalier". Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten zahlreiche Rollen in deutschsprachigen Filmen. Ab den späten 1950er Jahren feierte Eckhardt große Erfolge im Fernsehen, insbesondere mit der Krimireihe "Tatort", in der er den Inspektor Viktor Marek verkörperte und auch die Drehbücher schrieb. Fritz Eckhardt war ab 1945 mit Hildegard Pribitzer verheiratet, die er auf ungewöhnliche Weise kennenlernte. Das Paar blieb kinderlos, adoptierte aber später die Schauspielerin Irmgard Riessen. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1987 starb Eckhardt selbst am 31. Dezember 1995 in Klosterneuburg.
Fritz Eckhardt wurde in Linz, Österreich, geboren.
Filme mit Fritz Eckhardt
Kino 1926: Der Rosenkavalier 1938: L’ultima nemica (Drehbuchidee) 1948: Der Engel mit der Posaune 1948: Hin und her 1949: Nichts als Zufälle 1950: Schuß durchs Fenster 1951: Die Mitternachtsvenus 1951: Der Fünfminutenvater 1951: Durch Dick und Dünn (Drehbuch zus. mit Theo Lingen) 1952: Abenteuer im Schloss 1952: Abenteuer in Wien 1953: Ich und meine Frau 1953: Heute nacht passiert’s 1953: Ein tolles Früchtchen
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1954: Und der Himmel lacht dazu (Bruder Martin) 1954: Die letzte Brücke 1954: Das Geheimnis der Venus 1955: Um Thron und Liebe 1955: Ja, so ist das mit der Liebe (Ehesanatorium) 1955: Seine Tochter ist der Peter 1956: Pulverschnee nach Übersee 1957: Eva küßt nur Direktoren 1958: Eine Frau, die weiß, was sie will 1958: Jim und Jill 1958: So ein Millionär hat’s schwer 1958: Solang’ die Sterne glüh’n (Zirkuskinder) 1959: Bezaubernde Arabella 1959: Ein Mann geht durch die Wand 1959: Die schöne Lügnerin 1959: Labyrinth 1960: Der brave Soldat Schwejk 1960: Mal drunter – mal drüber 1962: Ein Gruß aus Wien (Almost Angels) 1963: Charleys Tante 1963: Flucht der weißen Hengste (Miracle of the White Stallions) 1963: Liebe im 3/4-Takt (The Waltz King) 1965: DM-Killer 1967: Kurzer Prozess 1971: Hochwürden drückt ein Auge zu 1972: Trubel um Trixie 1994: Tafelspitz Fernsehen Fernsehfilme (Auswahl) 1960: Schatten der Helden 1960: Das Kamel geht durch das Nadelöhr 1960: Der Vogelhändler 1961: Paganini 1961: Geschichten aus dem Wiener Wald 1961: Der jüngste Tag 1962: Einen Jux will er sich machen 1962: Die Rebellion 1963: Die Flucht der weißen Hengste (Miracle of the White Stallions) 1964: Karriere 1964: Ihr erster Ball 1965: Radetzkymarsch 1966: Minister gesucht 1967: Umsonst 1967: Hulla di Bulla 1983: Der gute Engel (Mehrteiler) 1985: Via Mala (Mehrteiler) 1992: Mord im Wald Fernsehserien 1963: 1970: Oberinspektor Marek 1963: Vorladung 1964: Einvernahme 1965: Freispruch 1966: Tödlicher Unfall 1967: Mädchenmord 1968: An einem einzigen Tag 1969: Einfacher Doppelmord 1970: Perfekter Mord 1971: 1987: Tatort 1971: Mordverdacht 1972: Kressin und der Mann mit dem gelben Koffer 1972: Die Samtfalle 1973: Frauenmord 1974: Mord im Ministerium 1975: Urlaubsmord 1976: Annoncen-Mord 1977: Himmelblau mit Silberstreifen 1977: Der vergessene Mord 1978: Mord im Krankenhaus 1979: Der King 1979: Mord im Grandhotel 1980: Mord auf Raten 1981: Mord in der Oper 1982: Mordkommando 1983: Mord in der U-Bahn 1985: Baranskis Geschäft 1986: Automord 1987: Wunschlos tot 1987: Der letzte Mord Weitere Serien (Auswahl) 1963: Schwäbische Geschichten (Serie) 1970: Der Kommissar – Drei Tote reisen nach Wien (TV-Serie) 1971: Wenn der Vater mit dem Sohne (13 Episoden) 1973: Hallo – Hotel Sacher … Portier! (Serie, 26 Episoden) 1977: Meine Mieter sind die besten (Serie) 1985: Der gute Engel 1990: Roda Roda Geschichten (Serie 1990: 1992, Regie: Hermann Leitner, Folge 12 als alter k.u.k. General) 1990: Ein Schloss am Wörthersee – Der Speck muß weg
Grabstätte von Fritz Eckhardt auf dem Oberen Stadtfriedhof in Klosterneuburg
Bildnachweis
Bildquelle: USIS_-_Fritz_Eckhardt_crop_2.jpg Autor: Wikipedia / Fotograf im Auftrag der United States Information Agency (Pictorial Section der Information Services Branch (ISB)) / Ausschnitt: Lewenstein Lizenz: gemeinfrei
Fritz Eckhardt in der Garderobe des Salzburger Festspielhauses.
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Bildquelle: USIS_-_Fritz_Eckhardt_crop.jpg Autor: Wikipedia / Fotograf im Auftrag der United States Information Agency (Pictorial Section der Information Services Branch (ISB)) Lizenz: gemeinfrei
Fritz Eckhardt in der Garderobe des Salzburger Festspielhauses.
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Bildquelle: USIS_-_Fritz_Eckhardt.jpg Autor: Wikipedia / Fotograf im Auftrag der United States Information Agency (Pictorial Section der Information Services Branch (ISB)) Lizenz: gemeinfrei
Fritz Eckhardt in der Garderobe des Salzburger Festspielhauses.