Jacob Burckhardt war ein Schweizer Kulturhistoriker, der am 25. Mai 1818 in Basel geboren wurde und am 8. August 1897 ebenda verstarb. Er stammte aus einer angesehenen Basler Familie, in der viele Vorfahren als Geistliche tätig waren. Seine Jugend war geprägt von einer umfassenden humanistischen Bildung, wobei er sich besonders für Sprachen, Geschichte und Literatur begeisterte. Burckhardt begann auf Wunsch seines Vaters zunächst ein Theologiestudium, wandte sich aber bald der Geschichte, Kunstgeschichte und Philologie zu. Er studierte in Berlin, wo er von bedeutenden Gelehrten wie Leopold von Ranke lernte. Seine Studien führten ihn auch nach Bonn und Paris, wo er sich intensiv mit Kunst auseinandersetzte. Nach seiner Promotion und Habilitation lehrte er zunächst als Professor in Basel und später in Zürich. Ab 1858 kehrte Burckhardt nach Basel zurück, um dort bis 1893 Geschichte und Kunstgeschichte zu lehren. Er konzentrierte sich auf seine Vorlesungen und profilierte sich als Redner. Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Die Zeit Constantins des Großen", "Cicerone" und vor allem "Die Cultur der Renaissance in Italien", das ihn berühmt machte. Friedrich Nietzsche schätzte Burckhardt sehr und bezeichnete ihn als seinen "großen, größten Lehrer". Jacob Burckhardt lehnte es ab, Rankes Nachfolger in Berlin zu werden. Burckhardt verbrachte seine letzten Lebensjahre in Basel und widmete sich ganz seiner Lehrtätigkeit. Er wurde nach seinem Tod auf dem Wolfgottesacker beigesetzt, später aber auf den Friedhof am Hörnli umgebettet. Jacob Burckhardt wurde für seine Leistungen mit einer Plakette geehrt und sein Porträt zierte den 1000-Franken-Schein der Schweiz.
Denn der Geist hat Wandelbarkeit, aber nicht Vergänglichkeit.
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Weltgeschichtliche Betrachtungen, I. Einleitung, 1. Unsere Aufgabe, [http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=4300&kapitel=1&cHash=c9dfbb6cf0chap002
Und nun ist die Macht an sich böse, gleichviel wer sie ausübe. Sie ist kein Beharren, sondern eine Gier und eo ipso unerfüllbar, daher in sich unglücklich und muß also andere unglücklich machen.
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Weltgeschichtliche Betrachtungen, W. Spemann, Berlin und Stuttgart 1905, III. Die Betrachtung der sechs Bedingtheiten, 1. Die Kultur in ihrer Bedingtheit durch den Staat, S. 96,
Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es für das Leben der Menschheit wünschenswert, die Zukunft zu wissen.
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Weltgeschichtliche Betrachtungen
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Alle echte Überlieferung ist auf den ersten langweilig, weil und insofern sie fremdartig ist. Sie kündet die Anschauungen und Interessen ihrer Zeit für ihre Zeit und kommt uns gar nicht entgegen, wärend das moderne Unechte auf uns berechnet, daher pikant und entgegenkommend gemacht ist.
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Weltgeschichtliche Betrachtungen
Auch auf das Schrecklichste, was geschehen, muss ja die Kräfte herbeibringen und weiterbauen.
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Das Allerseltenste aber ist bei weltgeschichtlichen Individuen die Seelengröße.
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Weltgeschichtliche Betrachtungen V
Das Ende vom Liede ist: Irgendwo wird die menschliche Ungleichheit wieder zu Ehren kommen. Was aber Staat und Staatsbegriff inzwischen durchmachen werden, wissen die Götter.
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Weltgeschichtliche Betrachtungen III,4
Der Zeitliche ideal aufzufassen.
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Der Kleinstaat ist vorhanden, damit ein Fleck auf der Welt sei, wo die größtmögliche Quote der Staatsangehörigen Bürger im vollen Sinne sind.
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Der flieht, die ihn bemühen.
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Die Anschauung von einem falsch.
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Die metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.
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Weltgeschichtliche Betrachtungen, II, 2
Die Weltreligionen sind es, welche die größten historischen Krisen herbeiführen. Sie wissen von Anfang an, dass sie Weltreligionen sind, und wollen es sein.
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Die wirkliche Größe ist ein Mysterium.
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Jede erfolgreiche böses Beispiel.
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Mächtige Geniale.
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Nicht jede großen Mann, und nicht jede große Fähigkeit findet ihre Zeit.
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Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben.
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Sprichwörtlich heißt es: Kein unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.
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Wenn der Geist sich einmal seiner selbst bewusst geworden, bildet er von sich aus seine Welt weiter.
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Wir sind aber nicht eingeweiht in die ewigen Weltplanes führt zu Irrtümern, weil es von irrigen Prämissen ausgeht.
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Zu Alberti verhielt sich Leonardo da Vinci wie zum Anfänger der Vollender.
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Die Kunst der Renaissance in ItalienJacob Burckhardt wurde in Basel, Schweiz, geboren.
Ehren-Grab für Jacob Burckhardt (1818–1897) auf dem Friedhof am Hörnli, Riehen. Standort 47° 34′ 0.2″ N, 7° 38′ 24.3″ E. Burckhardt hatte schon 1891 schriftlich festgehalten, dass er dort beerdigt werden möchte wo er starb. So fand er auf dem Wolfgottesacker seine (vorläufig) letzte Ruhestätte. Denn bereits 1930 wurde durch die Witwe Bertha Stromboli-Rohr gewünscht, dass Burkhardt wie schon sein Vater, im Kreuzgang des Basler Münster bestattet wird. Daraus wurde nichts. Schlussendlich ist Burckhardt erst am 14. Oktober 1936 exhumiert und der Holzsarg auf das Hörnli überführt worden.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Jakob Burckhardt
ge. 25.5.1818 in Basel/Schweiz
gest. 8.8.1897 in Basel/Schweiz
Einer der bedeutendsten deutschen Kunsthistoriker und Kunstkenner
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Carl Jacob Christoph Burckhardt, Swiss historian, portrait made circa 1840.
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Front of the 1000 Swiss Francs banknote. Part of the 8th series of Swiss Bank notes, issued in 1996.
Title page of the Grosse Illustrierte Phaidon-Ausgabe of Jacob Burckhardt’s “The Civilization of the Renaissance in Italy” from 1668.
Transcription: JACOB BURCKHARDT DIE KULTUR DER RENAISSANCE IN ITALIEN GROSSE ILLUSTRIERTE PHAIDON-AUSGABE
Ehren-Grab für Jacob Burckhardt (1818–1897) auf dem Friedhof am Hörnli, Riehen. Standort 47° 34′ 0.2″ N, 7° 38′ 24.3″ E. Burckhardt hatte schon 1891 schriftlich festgehalten, dass er dort beerdigt werden möchte wo er starb. So fand er auf dem Wolfgottesacker seine (vorläufig) letzte Ruhestätte. Denn bereits 1930 wurde durch die Witwe Bertha Stromboli-Rohr gewünscht, dass Burkhardt wie schon sein Vater, im Kreuzgang des Basler Münster bestattet wird. Daraus wurde nichts. Schlussendlich ist Burckhardt erst am 14. Oktober 1936 exhumiert und der Holzsarg auf das Hörnli überführt worden.
Ehren-Grab für Jacob Burckhardt (1818–1897) auf dem Friedhof am Hörnli, Riehen. Standort 47° 34′ 0.2″ N, 7° 38′ 24.3″ E. Burckhardt hatte schon 1891 schriftlich festgehalten, dass er dort beerdigt werden möchte wo er starb. So fand er auf dem Wolfgottesacker seine (vorläufig) letzte Ruhestätte. Denn bereits 1930 wurde durch die Witwe Bertha Stromboli-Rohr gewünscht, dass Burkhardt wie schon sein Vater, im Kreuzgang des Basler Münster bestattet wird. Daraus wurde nichts. Schlussendlich ist Burckhardt erst am 14. Oktober 1936 exhumiert und der Holzsarg auf das Hörnli überführt worden.
Jacob Burckhardt (1818–1897) Dr. phil., Autor, Kunsthistoriker, Prof. für Archäologie am Eidg. Polytechnikum Zürich, o. Prof. für Geschichte an der Univ. Basel, Grab auf dem Friedhof Hörnli, Riehen, Basel-Stadt. (Standort, 47.566713, 7.640072, 47°34'00.2"N 7°38'24.3"E)
Jacob Burckhardt (1818–1897) Dr. phil., Autor, Kunsthistoriker, Prof. für Archäologie am Eidg. Polytechnikum Zürich, o. Prof. für Geschichte an der Univ. Basel, Grab auf dem Friedhof Hörnli, Riehen, Basel-Stadt. (Standort, 47.566713, 7.640072, 47°34'00.2"N 7°38'24.3"E)
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