Hilmar Thate war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher, der am 17. April 1931 geboren wurde und am 14. September 2016 verstarb. Thate wuchs in Halle auf und besuchte dort die Franckeschen Stiftungen bis zur 10. Klasse. Schon als Schüler war er in einer Laienschauspielgruppe aktiv. Seine Schauspielausbildung absolvierte Thate an der Staatlichen Hochschule für Theater und Musik in Halle und schloss sie 1949 ab. Im selben Jahr begann er seine Bühnenlaufbahn am Stadttheater Cottbus. Danach wechselte er 1951 zum Theater der Freundschaft in Berlin, dem heutigen Theater an der Parkaue. Es folgten Engagements am Maxim-Gorki-Theater und ab 1959 am Berliner Ensemble, wo er bis zum Tod von Helene Weigel 1971 blieb. Anschließend wechselte Thate an das Deutsche Theater, dem er bis 1980 angehörte. In den 1960er Jahren wohnte er in der Frankfurter Allee in Berlin-Friedrichshain. Neben seiner Arbeit am Theater war Thate ab 1951 auch als Synchronsprecher tätig. 1955 gab er sein Filmdebüt. Nachdem Wolf Biermann aus der DDR ausgebürgert wurde und Thate zu den Unterzeichnern einer Protestpetition gehörte, wurde er ab 1976 in seiner schauspielerischen Tätigkeit stark eingeschränkt. Daraufhin verließ Hilmar Thate die DDR und zog 1980 mit Angelica Domröse nach West-Berlin. Dort waren beide an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin engagiert. Später arbeitete Thate als freier Schauspieler, hauptsächlich am Theater. Er spielte in Peter Zadeks Inszenierung von "Jeder stirbt für sich allein" und in George Taboris "Stalin in Wien", wo er 1987 mit Angelica Domröse auf der Bühne stand. Thate war Mitglied der Akademie der Künste der DDR und ab 1993 Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Er war ab 1976 mit Angelica Domröse verheiratet und hatte aus erster Ehe einen Sohn, der Bildhauer ist. Hilmar Thate starb im Alter von 85 Jahren in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt.
Hilmar Thate wurde in Saalkreis, Deutschland, geboren.
Filme mit Hilmar Thate
1955: Einmal ist keinmal 1955: Robert Mayer – Der Arzt aus Heilbronn 1958: Das Lied der Matrosen – Regie: Kurt Maetzig 1960: Leute mit Flügeln 1961: Der Fall Gleiwitz 1961: Professor Mamlock 1961: Mutter Courage und ihre Kinder (Theateraufzeichnung) 1963: Die rote Kamille 1964: Der geteilte Himmel 1966: Die Tage der Commune (Theateraufzeichnung) 1966: Die Ermittlung (Theateraufzeichnung) 1971: Optimistische Tragödie (Fernsehfilm) 1971: Avantgarde (Theateraufzeichnung) 1973: Zement (Fernsehfilm, 2 Teile) 1974: Wahlverwandtschaften
Alle Filme anzeigen
1976: Daniel Druskat 1976: Leben und Tod Richard III. (Theateraufzeichnung) 1978: Fleur Lafontaine 1980: Don Juan – Karl-Liebknecht-Str. 78 1981: Engel aus Eisen 1981: Die zweite Haut 1982: Die Sehnsucht der Veronika Voss 1983: Dingo 1983: Variation – oder Daß es Utopien gibt, weiß ich selber! 1989: Frei zum Abschuß 1991: Hurenglück 1991: Die Väter des Nardino 1997: Berlin – Moskau – Regie: Wolfgang F. Henschel 1998: Der König von St. Pauli 1999: Wege in die Nacht 2000: Krieger und Liebhaber 2001: Tatort: Ein mörderisches Märchen 2002: Operation Rubikon 2004: Der neunte Tag 2005: Hitlerkantate
Hilmar Thate wurde an einem Freitag am ⭐ 17. April 1931 geboren.
Wo wurde Hilmar Thate geboren?
Hilmar Thate wurde in 🚩 Saalkreis, Deutschland, geboren.
In welchem Sternzeichen wurde Hilmar Thate geboren?
Hilmar Thate wurde im westlichen Sternzeichen Widder geboren. Nach der chinesischen Astrologie ist sein Tierkreiszeichen die Ziege 羊 mit dem Element Metall ('Metall-Ziege').