Heinrich Lübke war ein Politiker, der am 14. Oktober 1894 in Enkhausen/Sauerland geboren wurde und am 6. April 1972 in Bonn verstarb. Er bekleidete von 1959 bis 1969 das Amt des zweiten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Vor seiner Zeit als Bundespräsident war Lübke Mitglied der Zentrumspartei und später der CDU. Von 1953 bis 1959 diente er als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Lübke stammte aus einer kinderreichen Familie; sein Vater war Schuhmachermeister und Landwirt im Nebenerwerb. Nach dem Abitur begann er ein Studium in Bonn, das er jedoch für die Teilnahme am Ersten Weltkrieg unterbrach. Er diente an der Ost- und Westfront, wurde befördert und ausgezeichnet. Nach dem Krieg setzte er sein Studium fort und schloss es als Vermessungs- und Kulturingenieur ab. Danach studierte er noch Nationalökonomie. Er engagierte sich in verschiedenen landwirtschaftlichen Organisationen und heiratete 1929 Wilhelmine Keuthen. Für die Zentrumspartei wurde Lübke 1931 in den Preußischen Landtag gewählt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten verlor er seine Ämter und wurde kurzzeitig wegen Korruptionsvorwürfen verhaftet. Später arbeitete er als leitender Mitarbeiter in einem Wohnungsbauunternehmen und leistete Wehrübungen. Während des Zweiten Weltkriegs war Heinrich Lübke als Vermessungsingenieur und Bauleiter tätig, unter anderem in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde, wo er für den Einsatz von KZ-Häftlingen verantwortlich war. Nach dem Krieg trat Lübke der CDU bei und leitete ein Baubüro. Er war Abgeordneter im Provinziallandtag und im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Später wurde er Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nordrhein-Westfalen und Bundestagsabgeordneter. 1953 wurde er Bundesminister unter Kanzler Adenauer. 1959 wurde Lübke zum Bundespräsidenten gewählt und 1964 im Amt bestätigt. Er setzte sich besonders für die Entwicklungshilfe ein. Seine Amtszeit war jedoch auch von rhetorischen Fehltritten überschattet, die möglicherweise auf eine beginnende Krankheit zurückzuführen waren. Lübke kündigte seinen Amtsverzicht vorzeitig an und schied 1969 aus dem Amt. Im Ruhestand konnte er sich aufgrund seiner Gesundheit nicht mehr seinen Hobbys widmen. Seine Krankheit verschlimmerte sich, und er starb 1972 in Bonn an den Folgen einer Krebserkrankung. Er wurde in seinem Geburtsort Enkhausen beigesetzt und sein Wirken wurde bei einem Staatsakt gewürdigt.
Zitate von Heinrich Lübke
Jeder hat gesehen, dass der Ball im Netz gezappelt hat.
Quelle
zum Wembley-Tor, Tagesspiegel, 11. November 2001, archiv.tagesspiegel.deHeinrich Lübke wurde in Sundern, Deutschland, geboren.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Kranzniederlegung am Ehrenmal (Hofgarten) am Vortage des Volkstrauertages durch Bundespräsident Lübke, Bundeskanzler Erhard und Offiziere
Abbildung:PorträtzeichnungenKommentar:Reproduktion von 9 einzelnen Kandidatenplakaten in einem, vgl. Plakate Nr. 10-001-643, -645, -646, -647, -649, -650, -651, -652, -654: Kai-Uwe von Hassel, Ludwig Erhard, Heinrich von Brentano, Eugen Gerstenmaier, Gerhard Schröder, Karl Arnold, Fritz Schäffer, Ernst Lemmer, Heinrich LübkePlakatart:Kandidaten-/Personenplakat mit PorträtAuftraggeber:CDU-Bundesgeschäftsstelle, Konrad-Adenauer-Haus, BonnObjekt-Signatur:10-001: 20003/2Bestand:Plakate zu Bundestagswahlen (10-001)GliederungBestand10-18:Plakatreproduktionen von verschiedenen Bundestagswahlen seitens der Bundesgeschäftsstelle, s. dazu besonders auch 10-031 Kapitel F (Jubiläumssets)Lizenz:KAS/ACDP 10-001: 20003/2 CC-BY-SA 3.0 DE
Planten un Blomen Hausfrauen! Über das Thema "Die Hausfrau und das tägliche Brot" spricht und diskutiert ... Bundesernährungsminister Dr. Heinrich Lübke Plakatart:AnkündigungsplakatDrucker_Druckart_Druckort:Conrad Kayser, Hamburg-WandsbekObjekt-Signatur:10-001: 629Bestand:Plakate zu Bundestagswahlen (10-001)GliederungBestand10-18:Plakate zu Bundestagswahlen (10-001) » Die 3. Bundestagswahl am 15. September 1957 » CDU » AnkündigungsplakateLizenz:KAS/ACDP 10-001: 629 CC-BY-SA 3.0 DE
In Frieden unser täglich BrotAbbildung:PorträtzeichnungPlakatart:Kandidaten-/Personenplakat mit PorträtKünstler_Grafiker:Paul AignerAuftraggeber:CDU-Bundesgeschäftsstelle BonnDrucker_Druckart_Druckort:Reprodruck StuttgartObjekt-Signatur:10-001: 654Bestand:Plakate zu Bundestagswahlen (10-001)GliederungBestand10-18:Plakate zu Bundestagswahlen (10-001) » Die 3. Bundestagswahl am 15. September 1957 » CDU » Mit PorträtfotoLizenz:KAS/ACDP 10-001: 654 CC-BY-SA 3.0 DE
Der Sauerlandstammtisch besichtigt das Heinrich Lübke Haus, Skulptur von Heinrich Lübke und Bild von seiner Frau Wilhelmine im Eingangsbereich des Museums, gesehen von außen
Der Sauerlandstammtisch besichtigt das Heinrich Lübke Haus, Skulptur von Heinrich Lübke und Bild von seiner Frau Wilhelmine im Eingangsbereich des Museums, gesehen von außen