Fritz Reuter war ein deutscher Dichter und Schriftsteller, der am 7. November 1810 in Stavenhagen geboren wurde und am 12. Juli 1874 in Eisenach verstarb. Gemeinsam mit Klaus Groth gilt er als einer der Begründer der neueren niederdeutschen Literatur. Reuter kam im Rathaus von Stavenhagen zur Welt, wo sein Vater Bürgermeister war. Seine Kindheit war geprägt von familiären Umständen, darunter die Lähmung seiner Mutter nach der Geburt seines Bruders und die Existenz von vier Halbschwestern aus Beziehungen seines Vaters. Seine schulische Laufbahn verlief holprig, obwohl er Interesse am Zeichnen und Turnen zeigte. Durch seinen Turnlehrer kam er mit den Ideen der Urburschenschaft in Berührung, was seine demokratische Gesinnung prägte. Nach dem Schulabschluss begann Reuter auf Wunsch seines Vaters ein Jurastudium in Rostock, wo er sich einer Studentenverbindung anschloss, aus der er jedoch wegen seines Verhaltens ausgeschlossen wurde. Danach setzte er sein Studium in Jena fort und engagierte sich in einer Burschenschaft. Seine Beteiligung an burschenschaftlichen Aktivitäten führte 1833 zu seiner Verhaftung und später zu einem Todesurteil wegen Hochverrats und Majestätsbeleidigung. Das Urteil wurde später zu einer mehrjährigen Festungshaft abgemildert, die er an verschiedenen Orten verbrachte. Nach seiner Entlassung versuchte Reuter sein Studium fortzusetzen und arbeitete danach als Volontär auf einem Gut, wo er seine spätere Frau Luise kennenlernte. Nach dem Tod seines Vaters begann er mit dem Schreiben, zunächst auf Hochdeutsch, später auf Niederdeutsch. Seinen ersten größeren Erfolg hatte er mit dem Buch "Läuschen un Rimels". Danach zog Reuter nach Neubrandenburg und lebte dort als freier Schriftsteller. In dieser Zeit entstanden viele seiner Werke. Die Universität Rostock verlieh Reuter die Ehrendoktorwürde. Später zog er mit seiner Frau nach Eisenach und ließ dort eine Villa bauen. Eine Reise nach Konstantinopel inspirierte ihn zu seinem Roman "De Reis’ nah Konstantinopel". Kurz vor seinem Tod erlitt Reuter einen Schlaganfall und starb im Alter von 63 Jahren.
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Fritz Reuter 1810-1874 deutscher Dichter der Niederdeutschen Sprache.
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Fritz Reuter
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Fritz Peters (1819–1897)
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Ein deutscher Notgeldschein (Vorder- und Rückseite) aus Neubrandenburg, mit einer Darstellung des Fritz Reuter im Ratskeller des Alten Rathauses und einer Szene aus dessen Roman "Ut mine Stromtid", im Wert von 75 Pfennig, aus dem Jahr 1921.
Ein deutscher Notgeldschein (Vorder- und Rückseite) aus Neubrandenburg, mit einer Darstellung des Fritz Reuter im Ratskeller des Alten Rathauses und einer Szene aus dessen Roman "Ut mine Stromtid", im Wert von 75 Pfennig, aus dem Jahr 1921.
Ein deutscher Notgeldschein (Vorder- und Rückseite) aus Neubrandenburg, mit einer Darstellung des Fritz Reuter im Ratskeller des Alten Rathauses und einer Szene aus dessen Geschichte "Hanne Nüte un de lütte Pudel" , im Wert von 75 Pfennig, aus dem Jahr 1921.
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Notgeld, sogenanntes Reutergeld, herausgegeben von Ostseebad Alt Gaarz, Mecklenburg, heute Rerik
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Notgeld, herausgegeben om Ostseebad Alt Gaarz (heute Rerik),Reutergeld benannt
Wilhelm Wandschneider: Medaille zum 100. Geburtstag von Fritz Reuter 1910. Silber, 33 mm, av (auch in 50 mm und in Bronze bekannt), alle 4 Varianten ausgestellt im Burgmuseum Plau am See