Friedrich Ludwig Jahn war ein nationalistischer deutscher Pädagoge, Schriftsteller und Politiker, der am 11. August 1778 geboren wurde und am 15. Oktober 1852 verstarb. Der Sohn eines Pfarrers aus Lanz besuchte verschiedene Gymnasien und Universitäten, wo er die vaterländische Idee eines geeinten Deutschlands entwickelte. Unter dem Eindruck der Napoleonischen Kriege formte sich sein entschiedener deutscher Nationalismus, den er 1810 in seiner Schrift "Deutsches Volksthum" darlegte. Inspiriert durch Johann Christoph Friedrich GutsMuths, begann Jahn 1803 als Hauslehrer mit ersten körperlichen Ertüchtigungen. Am 19. Juni 1811 rief Jahn in der Berliner Hasenheide das öffentliche Turnen ins Leben, was als Geburtsstunde der Turnbewegung gilt. Er gründete den Berliner Turnverein, der schnell wuchs und zur Verbreitung des Turnens in ganz Deutschland führte. Das Turnen sollte nicht nur der körperlichen Ertüchtigung dienen, sondern auch der nationalistischen Willensbildung und paramilitärischen Vorbereitung auf einen Befreiungskrieg zur Schaffung eines einheitlichen Deutschlands. Jahn schloss sich dem Lützowschen Freikorps an und forderte nach Napoleons Niederlage "freie Rede, Verfassung, Einheit des Vaterlandes". 1816 veröffentlichte er mit Ernst Eiselen das grundlegende Werk "Die Deutsche Turnkunst". Der Wiener Kongress enttäuschte Jahn, da die erhoffte deutsche Einheit ausblieb. Seine nationalistischen Äußerungen und eine Bücherverbrennung beim Wartburgfest 1817 zogen den Argwohn der Behörden auf sich. Die Ermordung August von Kotzebues durch einen Turner 1819 führte zum Turnverbot und seiner Verhaftung. Jahn verbrachte fünf Jahre in politischer Haft. Nach seiner Entlassung 1825 unter Auflagen zog er nach Freyburg und vermählte sich erneut. 1840 erfolgte seine vollständige Rehabilitierung. 1848 wurde Jahn in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt, wo er sich für Ruhe und Ordnung einsetzte, sich aber von der demokratischer werdenden Turnbewegung abwandte. Er verstarb im Alter von 74 Jahren am 15. Oktober 1852 in Freyburg.
Zitate von Friedrich Ludwig Jahn
Denn immer geht vom Hauswesen jede wahre, und beständige, und echte Volksgröße aus, im Familienglück lebt die Vaterlandsliebe, und der Hochaltar unsers Volksthums steht im Tempel der Häuslichkeit;
Der Mann soll kein Schaustück der Frau, sie kein Spielzeug für ihn werden. Wo Ein Wesen nur das andere für sich und nach sich bilden will, muß das letztere zum todten Mittel verderben.
Was erste Liebe genannt wird, lebt fort in der zweiten, in jeder nachfolgenden, wird in jeder spätern neugeboren: Denn die Liebe ist ewig und Eins, [...].
[...] des Deutschen Knaben und Deutschen Jünglings höchste und heiligste Pflicht ist, ein Deutscher Mann zu werden und geworden zu bleiben, um für Volk und Vaterland kräftig zu würken, unsern Urahnen den Weltrettern ähnlich.
Quelle
Die Deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze, S. 234, [http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/304 DTA]
ʼʼFrisch, frey, fröhlich und frommʼʼ - ist des Turners Reichthum.
Quelle
Die Deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze, S. 233, [http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/303 DTA], siehe auch Wikipedia:Frisch, fromm, fröhlich, frei (Wahlspruch)
Man trägt ein göttliches Gefühl in der Brust, so bald man erst weiß, daß man etwas kann, wenn man nur will.
Quelle
Die Deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze, S. 211, [http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/281 DTA]
Ohne Mundarten wird der Sprachleib ein Sprachleichnam.
Quelle
Die Deutsche Turnkunst zur Einrichtung der Turnplätze, S. XLIV, [http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/50 DTA]
Ein Fremdwort bleibt immer ein Blendling ohne Zeugungskraft;
Quelle
Wortlehre. In: Merke zum deutschen Volksthum, S. 195, [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10016167_00227.html MDZ]
Ein kernfester Leib ist nothwendig zum Ringen mit dem kernfaulen Zeitalter.
Quelle
Merke zum deutschen Volksthum, S. 299, [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/goToPage/bsb10016167.html?pageNo=331 MDZ]
Ein Volk lebt, webt, steht und vergeht mit seiner Sprache. Die Sprache ist die Seelenwanderung des Volksthums. Mit dem Untergange der Sprachen sind die Völker verschollen.
Quelle
Achtung der Muttersprache. In: Merke zum deutschen Volksthum, S. 212, [https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10016167_00244.html MDZ]Friedrich Ludwig Jahn wurde in Lanz, Deutschland, geboren.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Das älteste Turnpferd !
Das älteste Turnpferd, an welchem schon der bekannte Turnvater Jahn seine Turnübungen lehrte.
Colour picture postcard featuring a portrait of Turnvater Jahn, "Father of Gymnastics Jahn", i.e. Friedrich Ludwig Jahn, 1778–1852, who founded the Turnverein (gymnastic club) movement in Germany, painted by E. Starch likely in the 1910s or 1920s (based on the date visible in the image).
Below the portrait is the Turnerkreuz ("Gymnastics/Gymnast's Cross"), the logo of the movement from 1846, composed of four stylized "F"s representing the German motto "Frisch, fromm, fröhlich, frei" "fresh, pious, cheerful, free". This version of the symbol resembles a swastika or a sun wheel (Sonnenrad), and is described as Siegelmarke des Deutschen Turnerbundes mit den ‚verbogenen 4-F‘ ("Seal of the German Gymnastics Federation with the 'bent 4-F'").
In the background behind the Turnerkreuz is the horizontal black-red-gold German tricolour, as used during various periods in German history: the Revolutions of 1848–49, the Weimar Republic (1919–1933), and again in the Bundesflagge (Federal Flag) from 1949 onwards.
On the portrait frame, the slogan Durch Reinheit Zur Einheit is printed in Fraktur script. The phrase translates as "Through purity to unity." This and similar völkisch-antisemitic slogans were associated with the nationalist currents that influenced parts of the German gymnastics movement (Turnbewegung) as well as political discourse in the late 19th and early 20th centuries.
The back of the postcard seems to exist in several variants. This particular example is labelled: Karte Nr. 1; Deutscher Turnerbund (1919) Wien 1, Schillerplatz 4; Postkarte ("Card No. 1; German Gymnastics Federation (1919), Vienna 1, Schillerplatz 4; Postcard") and postmarked: Bischofshofen 16. X. 29. 15 (i.e. 16 October 1929, 3:00 PM) onto an Austrian 10 groschen orange postage stamp. The slogan in the postmark is „AUFSTIEG ZUM HOCHKÖNIG (2936 m)“ ("Ascent to the Hochkönig (2936 m) [via or near] Bischofshofen");Raum für die Wehrschaumarke means "space for military donation stamp or war charity stamp". The card has a handwritten message addressed to Frau Friedl Rütensteiner (?); Amstetten; Rathhausstrasse. The writing is dense and slanted, partly overlapping, with "greetings from Vienna".
No known copyright restrictions; likely in the public domain due to its age.
Colour picture postcard featuring a portrait of Turnvater Jahn, "Father of Gymnastics Jahn", i.e. Friedrich Ludwig Jahn, 1778–1852, who founded the Turnverein (gymnastic club) movement in Germany, painted by E. Starch likely in the 1910s or 1920s (based on the date visible in the image).
Below the portrait is the Turnerkreuz ("Gymnastics/Gymnast's Cross"), the logo of the movement from 1846, composed of four stylized "F"s representing the German motto "Frisch, fromm, fröhlich, frei" "fresh, pious, cheerful, free". This version of the symbol resembles a swastika or a sun wheel (Sonnenrad), and is described as Siegelmarke des Deutschen Turnerbundes mit den ‚verbogenen 4-F‘ ("Seal of the German Gymnastics Federation with the 'bent 4-F'").
In the background behind the Turnerkreuz is the horizontal black-red-gold German tricolour, as used during various periods in German history: the Revolutions of 1848–49, the Weimar Republic (1919–1933), and again in the Bundesflagge (Federal Flag) from 1949 onwards.
On the portrait frame, the slogan Durch Reinheit Zur Einheit is printed in Fraktur script. The phrase translates as "Through purity to unity." This and similar völkisch-antisemitic slogans were associated with the nationalist currents that influenced parts of the German gymnastics movement (Turnbewegung) as well as political discourse in the late 19th and early 20th centuries.
The back of the postcard seems to exist in several variants. This particular example is labelled: Karte Nr. 1; Deutscher Turnerbund (1919) Wien 1, Schillerplatz 4; Postkarte ("Card No. 1; German Gymnastics Federation (1919), Vienna 1, Schillerplatz 4; Postcard") and postmarked: Bischofshofen 16. X. 29. 15 (i.e. 16 October 1929, 3:00 PM). The card has a handwritten message.
There are no known copyright restrictions; the image is likely in the public domain due to its age.
Title: Friedrich Ludwig Jahn, 1778-1852
Physical description: 1 print.
Notes: This record contains unverified data from PGA shelflist card.; Associated name on shelflist card: Risch, A.
Bildnachweis
Bildquelle: Friedrich_Ludwig_Jahn.jpg Autor: Wikipedia / Lithograph Georg Ludwig Engelbach (* 28. Februar 1817, † 4. Dezember 1894) Lizenz: gemeinfrei
Friedrich Ludwig Jahn
Bildnachweis
Bildquelle: Goetz_Karte_4.jpg Autor: Wikipedia / unbekannt (Postkarte) Lizenz: gemeinfrei
Friedrich Ludwig Jahn und Ferdinand Goetz gemeinsam auf einer Postkarte
Generische Ansicht eines deutschen Volksfests, "Gruss vom Schulfest", "Gut Heil!" (Turner-Gruß), mit Porträt Turnvater Jahn, links unten akrobatische Turnvorführung; Verlag von Georg Imfang, Frankfurt am Main-Sachsenhausen
Ehemaliger Spruch (1994) am Gasthof Goppeln, Goppelner Hauptstraße 3: „Deutschlands Einheit war der Traum meines erwachenden Lebens, das Morgenrot meiner Jugend, der Sonnenschein der Manneskraft und ist jetzt der Abendstern, der mir zur ewigen Ruhe winkt“ aus der „Schwanenrede“ (1848) von Friedrich Ludwig Jahn, siehe [1].
London, England, 1865 Medal for the Opening of the German Gymnasium.
Pewter medallion, d. = 51 mm.
The German Gymnasium, London is a heritage building near King's Cross Station. It was the first gymnasium built in England from 1864 to 1865. The National Olympian Association used the Gymnasium as one of the venues for its first ever Games here in 1866. These continued annually until the Olympic Games were held in London in 1908.
Jahn, Friedrich Ludwig, German gymnastics educator, 1778 Lanz, Brandenburg-Prussia - 1852 Freyburg (Unstrut), Saxony-Anhalt.
"GUT- HEIL!" on shield between 2 gymnasts with flag. / 7 lines: "Zum Andenken an die Einweihung der Deutschen Turnhalle in London am 28. Januar 1865". Surrounded by 4 scrolls with the motto of the Turnvater Friedrich Ludwig Jahn: "FRISCH" "FROMM" "FROH" "FREI". Forrer III, p. 145.
Medallist:
A. Kersting, London
Condition: UNCIRCULATED, full lustre.
Bildnachweis
Bildquelle: Milwaukee_Turners_1880.jpg Autor: Wikipedia / photo: unknown
scan: James Steakley Lizenz: gemeinfrei
This squad from the Milwaukee Turnverein won five medals at Germany's Fifth National Turnfest at Frankfurt in 1880. From left to right: Hermann J. Koehler (2nd prize), Anton Schaefer (4th prize), Friedrich Kasten, Carl Paul (21st prize), Wilhelm Lachenmaier, Otto Wagner (3rd prize), Carl Mueller (5th prize), George Brosius (gymnastics teacher).
IdentificatieTitel(s): Portret van Friedrich Ludwig JahnObjecttype: prent boekillustratie Objectnummer: RP-P-1908-1819Catalogusreferentie: Collectie Rijksmuseum-2(3). Opmerking: staat bepaald aan de hand van aanwezige prenten in RijksprentenkabinetOpschriften / Merken: verzamelaarsmerk, verso, gestempeld: Lugt 2228Omschrijving: Linksboven gedrukt Ms C. L. No 1013.VervaardigingVervaardiger: prentmaker: Johann Georg Nordheim (vermeld op object), uitgever: Bibliographisches InstitutDatering: 1840 - 1855Fysieke kenmerken: gravure en etsMateriaal: papier Techniek: graveren (drukprocedé) / etsenAfmetingen: blad: h 161 mm (plaatrand (deels) niet zichtbaar) × b 115 mm (plaatrand (deels) niet zichtbaar)ToelichtingPrent afkomstig uit: Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände, voor het eerst uitgegeven tussen 1840-1855.OnderwerpWat: historical personsWie: Friedrich Ludwig JahnVerwerving en rechtenVerwerving: aankoop 1908Copyright: Publiek domein
Ausgabepreis: 35 Pfennig
First Day of Issue / Erstausgabetag: 18. Juli 1978
Auflage: 4.500.000
Entwurf: Gerhard Stauf unter Verwendung der Porträtlithografie von Georg Engelbach
Druckverfahren: Offsetdruck
Michel-Katalog-Nr: Ländercode-MiNr: 2341
Theodor Fischer, Reliefs und Skulpturen für die Heusteigschule, Entwürfe, Dezember 1905. Ausführung: Josef Zeitler.
Zwei Puttenreliefs für die Kopfbauten
Skulptur einer Katze und einer Schildkröte für den linken und rechten Eingang des Schulhofs
Porträt des Turnvaters Jahn für die ehemalige Turnhalle
Lorbeerkranz als Schlussstein des Portals des rechten Anbaus.
Before the Departure of the Lützower Jäger - Detail. By Rudolf Eichstädt (ca. 1907-08). 121 x 180 cm., oil on canvas. Privately owned. Among the figures portrayed are Adolf von Lützow (in the gray military coat), Friedrich Friesen, the cofounder of German gymnastics, fraternity brother, and educator (to the left of Lützow), Friedrich Ludwig Jahn, the "Father of Gymnastics" (to the right of Lützow), and Theodor Körner. The painting is reminiscent of the benediction of the Lützow Volunteers in the Lutheran church in the village of Rogau on March 27, 1813.