Ernst Bloch war Vater eines Kindes namens Jan Robert Bloch (* 1937).
Ernst Bloch war ein deutscher Philosoph, der am 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein geboren wurde und am 4. August 1977 in Tübingen verstarb. Er stammte aus einer jüdischen Familie und wuchs in Ludwigshafen auf, was ihn stark prägte. Nach dem Abitur studierte er Philosophie, Physik, Germanistik und Musik in München und Würzburg. 1908 promovierte er mit einer Arbeit, die bereits utopische Denkansätze enthielt. Bloch zog nach Berlin und freundete sich mit Georg Simmel und Georg Lukács an. Im Ersten Weltkrieg wandte er sich gegen Simmels Kriegseuphorie. Er heiratete die Bildhauerin Elsa von Stritzky und lernte Max Weber in Heidelberg kennen. Beeinflusst von der Wandervogelbewegung, lebte er expressiv und unstet. Als Kriegsgegner zog er mit seiner Frau in die Schweiz, wo er sein Werk "Geist der Utopie" vollendete. Nach dem Krieg kehrte er nach München zurück und arbeitete als freier Journalist in Berlin, wobei er viel reiste und Kontakte zu Bertolt Brecht, Kurt Weill, Theodor W. Adorno und Walter Benjamin pflegte. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Bloch die Malerin Linda Oppenheimer, doch diese Ehe wurde geschieden. Mit Frieda Abele hatte er eine Tochter. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte Bloch mit seiner Lebensgefährtin Karola Piotrowska in die Schweiz und heiratete sie später. Nach Stationen in Wien und Prag floh die Familie 1939 in die USA. Dort schrieb Bloch wichtige Werke wie "Das Prinzip Hoffnung". 1948 nahm er einen Lehrstuhl in Leipzig an und wurde in der DDR zum Staatsphilosophen, doch seine Kritik am Regime nach dem ungarischen Volksaufstand führte 1957 zur Zwangsemeritierung. Nach dem Bau der Berliner Mauer kehrte Bloch 1961 nicht mehr in die DDR zurück. In Tübingen nahm er eine Gastprofessur an und engagierte sich in der Studentenbewegung. Ernst Bloch starb 1977 in Tübingen.
Nur kann der hämische Spießer die Gangart selber nicht wechseln. Gegen alles, was er nicht gewohnt ist, ist er zur Stelle, jederzeit.
Quelle
Tübinger Einleitung in die Philosophie, Suhrkamp 1970, S. 90 books.google
Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst.
Quelle
Tübinger Einleitung in die Philosophie, Suhrkamp 1970, S. 13 books.google
Nur ein Atheist kann ein guter Christ sein, nur ein guter Christ kann ein Atheist sein.
Quelle
Atheismus im Christentum, Suhrkamp 1970, S. 70 books.google
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Nazis sprechen betrügend, aber zu Menschen, die Kommunisten völlig wahr, aber nur von Sachen.
Quelle
Ernst Bloch, Erbschaft dieser Zeit, Gesamtausgabe Bd. 4, Frankfurt am Main 1985, S. 153
Denken heißt Überschreiten.
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Das Prinzip Hoffnung, Teil 1, Vorwort. Gesamtausgabe Suhrkamp 1959, S. 3 books.google
Die meisten Menschen sind zu feig zum Bösen, zu schwach zum Guten;
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Das Prinzip Hoffnung, Teil 1. Gesamtausgabe Suhrkamp 1959, S. 32 books.google
Ein Ende des Tunnels ist in Sicht, gewiß nicht von Palästina her, aber von Moskau; – ubi Lenin, ibi Jerusalem.
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Das Prinzip Hoffnung. Teil 2. Gesamtausgabe Suhrkamp 1959, S. 711 books.google
Ich bin. Wir sind. Das ist genug. Nun haben wir zu beginnen. In unsere Hände ist das Leben gegeben. Für sich selber ist es längst schon leer geworden. Es taumelt sinnlos hin und her, aber wir stehen fest, und so wollen wir ihm seine Faust und seine Ziele werden.
Quelle
Geist der Utopie, bearbeitete Neuauflage der zweiten Fassung von 1923, Beginn. Suhrkamp 1964, S. 9 books.googleErnst Bloch wurde in Ludwigshafen am Rhein, Deutschland, geboren.