Christoph Ludwig Hoffmann, Louise Albertine Hoffmann
Zeitraum
Partner
? – 1822
Maria Thekla Michaelina Hoffmann Ehefrau
E. T. A. Hoffmann war Vater eines Kindes namens Caecilia Hoffmann (* 1805).
E. T. A. Hoffmann war ein deutscher Schriftsteller, der am 24. Januar 1776 geboren wurde und am 25. Juni 1822 verstarb. Er war auch Jurist, Komponist und Musikkritiker. Nach früher Trennung der Eltern wuchs er in Königsberg bei seiner Mutter auf, studierte Jura und der Kunst. Nach erfolgreichen Examina wurde Hoffmann 1800 Gerichtsassessor in Posen und heiratete dort eine Polin. Ein Karnevalsscherz mit Karikaturen führte 1802 zu seiner Strafversetzung nach Plock und später Warschau, wo er seinen Vornamen zu Amadeus änderte und Musiker wurde. Nach finanziellen Schwierigkeiten erhielt er eine kurzlebige Kapellmeisterstelle in Bamberg. Er begann, Musikkritiken zu verfassen und schuf dabei sein literarisches Alter Ego Johannes Kreisler. 1814 kehrte Hoffmann in den preußischen Staatsdienst nach Berlin zurück. Dort feierte er Erfolge mit den "Fantasiestücken in Callot’s Manier" und der Oper "Undine", was zur Ernennung zum Kammergerichtsrat führte. Als Mitglied einer Untersuchungskommission parodierte Hoffmann den Ministerialdirektor Kamptz in "Meister Floh". Die Veröffentlichung nicht-öffentlicher Prozessakteninhalte führte zu Zensur und Disziplinarverfahren. Ab 1818 litt Hoffmann an fortschreitender Lähmung, die ihn ans Bett fesselte und das Schreiben verhinderte. Trotzdem diktierte er weitere Erzählungen, bevor er am 25. Juni 1822 in Berlin an Atemlähmung starb. Sein Grab in Berlin-Kreuzberg ist heute ein Ehrengrab.
Zitate von E. T. A. Hoffmann
Ich bin das, was ich scheine, und scheine das nicht, was ich bin, mir selbst ein unerklärlich Räthsel, bin ich entzweit mit meinem Ich!
Quelle
Die Elixiere des Teufels, Band 1, bei Duncker und Humblot, Berlin 1815, S. 134, [http://www.deutschestextarchiv.de/hoffmann_elixiere01_1815/150 DTA]
Ha es ist was göttliches um die Kunst, denn die Kunst, mein Herr, ist eigentlich nicht sowohl die Kunst von der man so viel spricht, sondern sie entsteht vielmehr erst aus dem Allen, was man die Kunst heißt!
Quelle
Die Elixiere des Teufels, Band 1, bei Duncker und Humblot, Berlin 1815, S. 204, [http://www.deutschestextarchiv.de/hoffmann_elixiere01_1815/220 DTA]
Beethovens Musik bewegt die Hebel der Furcht, des Schauers, des Entsetzens, des Schmerzes und erweckt eben jene unendliche Sehnsucht, welche das Wesen der Romantik ist.
Quelle
Kreisleriana, Erster Theil, 4. Beethovens Instrumentalmusik. In: Fantasiestücke in Callot’s Manier, Erster Theil, 2. Auflage, Kunz, Bamberg 1819, S. 69, [https://de.wikisource.org/wiki/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf/93 Wikisource]
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Die Musik schließt dem Menschen ein unbekanntes Reich auf, eine Welt, die nichts gemein hat mit der äußern Sinnenwelt, die ihn umgiebt, und in der er alle ʼʼbestimmtenʼʼ Gefühle zurückläßt, um sich einer unaussprechlichen Sehnsucht hinzugeben.
Quelle
Kreisleriana, Erster Theil, 4. Beethovens Instrumentalmusik. In: Fantasiestücke in Callot’s Manier, Erster Theil, 2. Auflage, Kunz, Bamberg 1819, S. 65, [https://de.wikisource.org/wiki/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf/89 Wikisource]
So stark ist der Zauber der Musik, und immer mächtiger werdend mußte er jede Fessel einer andern Kunst zerreißen.
Quelle
Kreisleriana, Erster Theil, 4. Beethovens Instrumentalmusik. In: Fantasiestücke in Callot’s Manier, Erster Theil, 2. Auflage, Kunz, Bamberg 1819, S. 66, [https://de.wikisource.org/wiki/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf/90 Wikisource]
[...] aber nur wenige, erweckt aus dem Traume, steigen empor und schreiten durch das Reich der Träume – sie kommen zur Wahrheit – der höchste Moment ist da: die Berührung mit dem Ewigen, Unaussprechlichen!
Quelle
Ritter Gluck, 1809. In: Fantasiestücke in Callot’s Manier, Erster Theil, 2. Auflage, Kunz, Bamberg 1819, S. 17, [https://de.wikisource.org/wiki/Seite%3AHoffmann_Fantasiest%C3%BCcke_in_Callots_Manier_Bd.1_1819.pdf/41 Wikisource]
Im Ernste geredet, die Wochentage bin ich Jurist, und höchstens etwas Musiker, Sonntags am Tage wird gezeichnet, und Abends bin ich ein sehr witziger Autor bis in die späte Nacht.
Quelle
Brief an Theodor Gottlieb Hippe, Königsberg, 23. Januar 1796. In: Aus Hoffmannʼs Leben und Nachlass, Erster Theil, Hrsg. Julius Eduard Hitzig, bei Ferdinand Dümmler, Berlin 1823, S. 94,
Welcher tausend und abermal tausend Nuancen ist der musikalische Ausdruck fähig! Und das ist ja eben das wunderbare Geheimniß der Tonkunst, daß sie da, wo die arme Rede versiegt, erst eine unerschöpfliche Quelle der Ausdrucksmittel öffnet!
Quelle
Der Dichter und der Komponist, Ludwig. In: Die Serapions-Brüder, Erster Band, Bei G. Reimer, Berlin 1819, S. 210,E. T. A. Hoffmann wurde in Königsberg, Russland, geboren.
Gedenktafel am Gebäude Grüner Markt 31, Bamberg.
Inschrift:
Carl Friedrich Kunz
Zerbst 1785 - 1849 Bamberg
handelte mit Wein und Büchern
betrieb eine Leihbibliothek
war Verleger und Literat
lebte 1808 bis 1811 in diesem Hause
und zechte im Kellergewölbe mit E.T.A. Hoffmann
Jehona Kicaj E.T.A. Hoffmann und das Glasmotiv 2020
Bildnachweis
Bildquelle: Meister_Floh.jpg Autor: Wikipedia / Fr. Thiele nach E. T. A. Hoffmann Lizenz: gemeinfrei
Meister Floh, aus: E. T. A. Hoffmann: Meister Floh. Ein Mährchen in sieben Abentheuern zweier Freunde. mit Illustrationen in Sepia-Manier von Fr. Thiele nach Entwürfen des Verfassers. Frankfurt, Friedrich Wilmans, 1822.
Pantalon und Giglio aus Prinzessin Brambilla:
„Bester Signor“, redete Pantalon (so wollen wir die Maske, trotz des veränderten Kostüms, nennen) den Giglio an, „mein bester Signor! ein glücklicher Tag, der mir das Vergnügen, die Ehre schenkt, Sie zu erblicken! Sollten Sie nicht zu meiner Familie gehören?“ „Sosehr“, erwiderte Giglio, sich höflich verbeugend, „sosehr mich das entzücken würde, da Sie, mein bester Signor, mir über alle Maßen Wohlgefallen, so weiß ich doch nicht, in welcher Art irgendeine Verwandtschaft -“ „O Gott!“ unterbrach Pantalon den Giglio, „o Gott! bester Signor, waren Sie jemals in Assyrien?“ „Eine dunkle Erinnerung“, antwortete Giglio, „schwebt mir vor, als sei ich einmal auf der Reise dahin begriffen gewesen, aber nur bis nach Frascati gekommen, wo der Spitzbube von Vetturin mich vor dem Tore umwarf, so daß diese Nase -“ „O Gott!“ schrie Pantalon, „so ist es denn wahr? - Diese Nase, diese Hahnfedern - mein teuerster Prinz - o mein Cornelio! - Doch ich sehe, Sie erbleichen vor Freude, mich wiedergefunden zu haben - o mein Prinz! nur ein Schlückchen, ein einziges Schlückchen!“ -