Annette von Droste-Hülshoff war eine deutsche Schriftstellerin und Komponistin, die am 12. Januar 1797 geboren wurde und am 24. Mai 1848 verstarb. Sie stammte aus einem alten westfälischen Adelsgeschlecht und wuchs auf Burg Hülshoff auf. Ihre Eltern legten Wert auf Bildung, so dass Annette eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich umfassende Ausbildung erhielt. Schon früh erkannte man Drostes dichterische Begabung. Sie verbrachte einen Teil ihres Lebens in Münster und auf dem Familiengut Rüschhaus, wo sie zurückgezogen lebte und sich intensiv ihrer schriftstellerischen Arbeit widmete. Ihr Bruder sorgte für ihren Lebensunterhalt. Sie pflegte Freundschaften zu Intellektuellen und Literaten ihrer Zeit, darunter Levin Schücking, der sie in ihrer Arbeit unterstützte. Droste-Hülshoff reiste viel, unter anderem an den Bodensee, wo ihre Schwester lebte. Dort, auf Schloss Meersburg, verbrachte sie ihre letzten Lebensjahre. Sie komponierte auch zahlreiche Lieder, die erst nach ihrem Tod veröffentlicht wurden. Annette von Droste-Hülshoff starb auf Schloss Meersburg und wurde dort beigesetzt.
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Zitate von Annette von Droste-Hülshoff
Ach, alles trägt man leicht, ist man nur jung, // Nur jung noch und gesund!
Quelle
Nach fünfzehn Jahren. zitiert nach: Gedichte, J. G. Cottaʼscher Verlag, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 191,
Ach, eine Mutter hat man einmal nur!
Quelle
Der Brief aus der Heimath, letzter Vers, zitiert nach: Gedichte, J. G. Cottaʼscher Verlag, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 135,
Entlang der träumende Winde raunen; // Dann alles still: O Angst! o Qual! // Es tritt der Sarg aus des Schlosses Portal.
Quelle
Vorgeschichte, zitiert nach: Gedichte, J. G. Cottaʼscher Verlag, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 297,
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Fahr wohl, du altes Jahr, mit Freud und Leiden! // Der Himmel schenkt ein neues, wenn er will.
Quelle
Am Neujahrstage. In: Gesammelte Schriften, Dritter Teil, Das geistliche Jahr, Hrsg. Levin Schnücking, Cotta, Stuttgart 1879, S. 3
O, schaurig ist’s, übers Moor zu gehn, [...].
Quelle
Der Knabe im Moor. Erster Vers. In: Gesammelte Schriften von Annette Freiin von Droste-Hülshoff. Band 1: Lyrische Gedichte, Hrsg. Levin Schücking, Cotta, Stuttgart 1879, S. 115
So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!
Quelle
An ***, Vers 6, zitiert nach: Gedichte, J. G. Cottaʼscher Verlag, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 165,
Wär ich ein Mann doch mindestens nur, // so würde der Himmel mir raten;
Quelle
Am Thurme, 1842, zitiert nach: Gedichte, J. G. Cottaʼscher Verlag, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 93, , siehe auch [http://www.zeno.org/nid/20004707966 zeno.org]
Was Leben hat, das kennt die Zeit der Gnade, // Der Liebe Pforten sind ihm aufgehtan; // Zum Himmel führen tausend lichte Pfade, // Ein jeder Stand hat sein eigne Bahn.
Quelle
Für die armen Seelen, 1. Strophe, zitiert nach: Das geitliche Jahr, Dritte Auflage, Verlag der J. G. Cottaschen Buchhandlung, Stuttgart 1876, S. 240,
Wie stehst du doch so dürr und kahl, // Die trocknen Adern leer, // O Feigenbaum! // Ein Totenkranz von Blättern fahl // Hängt rasselnd um dich her, // Wie Wellenschaum.
Quelle
Am Montag in der Charwoche, Verse 1-6, zitiert nach: Das geitliche Jahr, Dritte Auflage, Verlag der J. G. Cottaschen Buchhandlung, Stuttgart 1876, S. 55, , siehe auch [http://www.zeno.org/nid/20004709136 zeno.org]
Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.
Quelle
An meine Mutter. Letzter Vers. In: Letzte Gaben. Nachgelassene Blätter. Hrsg. v. Levin Schücking. Hannover 1860, S. 115,
Zu Cöln am Krähʼ und Made;
Quelle
Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Cöln, III., Verse 1-4, zitiert nach: Gedichte, J. G. Cottaʼscher Verlag, Stuttgart und Tübingen 1844, S. 279, , siehe auch [http://www.zeno.org/nid/20004708776 zeno.org]
Heißt es nicht: der Böse läuft vor seinem eigenen Schatten?
Quelle
Amtsschreiber, S. 430
„wenn die Kinder klein sind, treten sie uns in den Schooß, und wenn sie groß sind, inʼs Herz!”
Quelle
Mutter, S. 410
Die hebräische Schrift an dem Baume heißt: „Wenn du dich diesem Orte nahest, so wird es dir ergehen, wie du mir gethan hast.“
Quelle
S. 443, letzter Satz des Werkes
wer nach seiner Ueberzeugung handelt, und sey sie noch so mangelhaft, kann nie ganz zu Grunde gehen, wogegen nichts seelentödtender wirkt, als gegen das innere Rechtsgefühl das äußere Recht in Anspruch nehmen.
Quelle
S. 381f.Annette von Droste-Hülshoff wurde in Burg Hülshoff, Deutschland, geboren.
Arbeitsmanuskript des Gedichts Das Fräulein von Rodenschild von Annette von Droste-Hülshoff aus dem Landesarchiv von Nordrhein-Westfalen, Westfälisches Literaturarchiv, Archivsignatur: 1064/MA I 41, Maße: 169 mm x 206 mm
Arbeitsmanuskript von Annette von Droste-Hülshoff mit den Gedichten Am Thurme (links) und Die beste Politik (rechts) aus dem Landesarchiv von Nordrhein-Westfalen, Westfälisches Literaturarchiv, Archivsignatur: 1064/MA I 8, Maße: 133 mm x 203 mm
Where Droste-Hülshoff-Weg joins Heinrich-Böll-Weg in Hannover's Misburg district, a path leads through a birch grove into the Misburg district park. Here you will find a low plaque made of Corten steel from which a quotation from a poem by Annette-von-Droste-Hülshoff is sawn out:
„O eerie it is to walk across the moor.... Annette von Droste-Hülshoff“
Sonderbriefmarke 2022, Deutsche Post, anlässlich des 225. Geburtstages von Annette von Droste-Hülshoff nach einem Gemälde von Johann Sprick (1808–1842) mit einem Zitat aus dem Gedicht Am Turme
Bildnachweis
Bildquelle: Böckendorf_1820.jpeg Autor: Wikipedia / Annette von Droste-Hülshoff Lizenz: gemeinfrei
Böckendorf (Bökerhof) – Aquarell von Annette von Droste-Hülshoff
Seite 58 aus Das malerische und romantische Westphalen (1841) von Ferdinand Freiligrath und Levin Schücking mit dem Anfang der Ballade Das Fräulein von Rodenschild von Annette von Droste-Hülshoff (als Verfasserin ungenannt)
Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848),
Porträtbüste nach dem Entwurf von Anton Rüller (1864-1936),
Gips, elfenbeinfarbig lasiert, hergestellt von der Kunstanstalt Peter Mazzotti,
um 1910,
Privatbesitz