Adolf Furtwängler, Philipp Furtwängler, Adelheid Furtwängler
Geschwister
Walter Furtwängler
Zeitraum
Partner
? – 1954
Elisabeth Furtwängler Ehefrau
Wilhelm Furtwängler war Vater von 2 Kindern: Andreas E. Furtwängler (* 1944), Dagmar Bellová (* 1920).
Wilhelm Furtwängler war ein deutscher Dirigent und Komponist, der am 25. Januar 1886 in Schöneberg geboren wurde und am 30. November 1954 in Ebersteinburg bei Baden-Baden verstarb. Er wuchs in München auf, wo sein Vater als Professor tätig war und besuchte dort ein humanistisches Gymnasium. Schon früh zeigte sich seine Begeisterung für Musik, was ihn ab 1899 zu Privatunterricht in Komposition, Tonsatz und Klavier führte. Seine ersten Anstellungen führten ihn als Repetitor nach Berlin und über Breslau als Chorleiter nach Zürich. Im Jahr 1910 wurde er von Hans Pfitzner als Kapellmeister nach Straßburg geholt. Ein Jahr später übernahm er in Lübeck die Leitung des Orchesters des Vereins der Musikfreunde. 1915 verließ Furtwängler Lübeck und wurde Operndirektor in Mannheim. Danach wirkte er als Chefdirigent in Wien und übernahm 1920 die Konzerte der Berliner Staatsoper. Ab 1922 leitete er das Berliner Philharmonische Orchester und bis 1928 auch das Gewandhausorchester in Leipzig. 1931 übernahm er die Gesamtleitung der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Furtwängler von den Machthabern umworben. Er setzte sich jedoch auch für jüdische Musiker ein und kritisierte öffentlich die Diskriminierung. Trotz seiner anfänglichen Zusammenarbeit mit dem Regime geriet er in Konflikt und trat 1934 von seinen Ämtern zurück, nachdem er sich für den Komponisten Paul Hindemith eingesetzt hatte. Später nahm er seine Tätigkeit beim Berliner Philharmonischen Orchester wieder auf und dirigierte bei verschiedenen propagandistischen Veranstaltungen. Gegen Ende des Krieges zog er in die Schweiz. Nach dem Krieg erhielt Furtwängler zunächst ein Dirigierverbot, konnte aber 1947 seine Karriere fortsetzen, auch dank der Unterstützung von Musikern wie Paul Hindemith und Yehudi Menuhin. 1952 wurde er Chefdirigent der Berliner Philharmoniker auf Lebenszeit. Furtwängler war zweimal verheiratet und hatte mehrere Kinder, darunter den Archäologen Andreas E. Furtwängler. Furtwängler sah sich selbst primär als Komponist und schuf neben seiner Dirigententätigkeit auch eigene Werke, darunter drei Sinfonien und Kammermusik. Er starb 1954 und wurde in Heidelberg beigesetzt.
Beethoven begreift in sich die ganze, runde, komplexe Menschennatur. Niemals hat ein Musiker von der Harmonie der Sphären, dem Zusammenklang der Gottesnatur, mehr gewußt und mehr erlebt als Beethoven.
Quelle
Ton und Wort: Aufsätze und Vorträge, 1918 bis 1954. F.A. Brockhaus Wiesbaden 1955. S. 185 f.
Über meine Hofkapellmeisterei in Mannheim werden Sie gewiss sehr unzufrieden sein.
Quelle
Brief vom 24. März 1915 an Karl Straube. Zitiert in: Elisabeth Furtwängler. Über Wilhelm Furtwängler. F.A. Brockhaus Wiesbaden 1979. S. 12Wilhelm Furtwängler wurde in Berlin, Deutschland, geboren.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. ADN-ZB
Furtwängler, Dr. Wilhelm Dirigent
geb. 25.1.1886
gest. 20.11.1954 Baden-Baden
UBz.: Das Berliner Philharmonische Orchester unter Leitung seines Dirigenten, Dr. W. Furtwängler, bei einem Werkpausenkonzert in einer Halle der AEG Werke in Berlin, das von der sogenannten KdF ("Kraft durch Freude") im faschistischen Deutschland organisiert wurde.
26.2.1942 L 0607/504N
Bildnachweis
Bildquelle: Concerto_para_piano_nº1.mid Autor: Wikipedia / Béla Bartók (1881-1945), composer
Aron Letchacovski Zavelinski, uploader Lizenz: gemeinfrei
Trecho do 3º movimento do concerto para piano nº1 de Béla Bartók
Wilhelm Furtwängler âgé d'une dizaine d'années, photographe anonyme non localisé. Publié dans Wilhelm Furtwängle, in Memoriam, Harmunia Mundi, 2004, coffret 4 CD format livre 60 pages. Dimensions de la reproduction 12,5 x 14,5 cm. ISBN 3504129109011 Invalid ISBN
Grabstätte des Dirigenten und Komponisten Wilhelm Furtwängler (25. Januar 1886 - 30. November 1954) auf dem Bergfriedhof in Heidelberg (Baden-Württemberg, Deutschland)