Stefan Zweig war ein österreichischer Schriftsteller, Übersetzer und Pazifist, der am 28. November 1881 im 1. Bezirk Wiens, Österreich-Ungarn geboren wurde und am 23. Februar 1942 in Petrópolis, Brasilien verstarb. Er war einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren seiner Zeit, bekannt für seine psychologischen Novellen und literarischen Biografien. Seine Werke zeichneten sich durch eine anschauliche Sprache und klangliche Schönheit aus, wobei er klassische Elemente mit psychoanalytischen Figuren verband und so ein breites Publikum ansprach. Zweig stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie in Wien. Er studierte Philosophie an der Wiener Universität und begann früh, Texte für Zeitungen zu verfassen. Sein erster Gedichtband erschien 1901, gefolgt von seiner ersten Novelle im Jahr 1904. Er promovierte in Philosophie und entwickelte einen unverwechselbaren Schreibstil, der psychologische Tiefe mit fesselnder Erzählkraft verband. Neben seinen eigenen Werken übersetzte er auch Werke französischer Dichter und pflegte Freundschaften mit anderen Schriftstellern und Künstlern. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrte Zweig nach Österreich zurück und lebte in Salzburg. Er heiratete Friderike von Winternitz und setzte sich als Intellektueller gegen Nationalismus ein. In den 1920er Jahren entstanden viele seiner bekannten Werke, darunter die "Sternstunden der Menschheit". Er reiste in die Sowjetunion und stand in Kontakt mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Maxim Gorki und Albert Einstein. Mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland wurde die Situation für Zweig zunehmend bedrohlich. Nach einer Hausdurchsuchung im Jahr 1934 emigrierte er nach London. Seine Bücher wurden in Deutschland verboten, und er musste sich von seinem deutschen Verleger trennen. Im Exil setzte er seine schriftstellerische Tätigkeit fort und erreichte weiterhin ein großes Publikum. Seine Ehe mit Friderike wurde 1938 geschieden, und er heiratete seine Sekretärin Charlotte Altmann. Vor dem Zweiten Weltkrieg bemühte er sich um die britische Staatsbürgerschaft und reiste später nach Brasilien, wo er 1941 das Buch "Brasilien. Ein Land der Zukunft" veröffentlichte. In der Nacht vom 22. zum 23. Februar 1942 nahm sich Stefan Zweig zusammen mit seiner Frau Lotte das Leben.
Kein Künstler ist während der ganzen vierundzwanzig Stunden seines täglichen Tages ununterbrochen Künstler; alles Wesentliche, alles Dauernde, das ihm gelingt, geschieht immer nur in den wenigen und seltenen Augenblicken der Inspiration.
Quelle
Sternstunden der Menschheit: zwölf historische Miniaturen. 2. Auflage. Frankfurt/M.: Fischer, 1982. S. 7, ISBN 3-10-097051-9. Erster Satz des „Vorworts“ gutenberg.spiegel.de
Niemand ist fort, den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart.
Quelle
Legende eines Lebens. Ein Kammerspiel in drei Aufzügen. Leipzig: Insel-Verlag 1919, S. 149 books.google
Nur Ferne gewinnt dich dir selber zurück!
Quelle
Hymnus an die Reise, in: Die gesammelten Gedichte, Insel-Verlag 1924, S. 39 books.google; Lesung des Autors 1933 bei youtube
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Wozu lebt man, wenn der Wind hinter unserm Schuh schon die letzte Spur von uns wegträgt?
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Buchmendel. Novellen. 1. Auflage. Leipzig: Insel-Verlag, 1976. S. 156 gutenberg.spiegel.de
Wer sich Ziele setzt, geht am Zufall vorbei
Quelle
Drei Dichter ihres Lebensʼʼ, Casanova, Frankfurt 1961, S. 371. gutenberg.spiegel.de
Alle die fahlen Rosse der Apokalypse sind durch mein Leben gestürmt, Revolution und Hungersnot, Geldentwertung und Terror, Epidemien und Emigration; ich habe die großen Massenideologien unter meinen Augen wachsen und sich ausbreiten sehen, den Faschismus in Italien, den Nationalsozialismus in Deutschland, den Bolschewismus in Rußland und vor allem jene Erzpest, den Nationalismus, der die Blüte unserer europäischen Kultur vergiftet hat.
Quelle
Die Welt von Gestern: Erinnerungen eines Europäersʼʼ, im Vorwort.
Am Tage, da ich meinen Paß verlor, entdeckte ich mit achtundfünfzig Jahren, daß man mit seiner Heimat mehr verliert als einen Fleck umgrenzter Erde.
Quelle
Die Welt von Gestern: Erinnerungen eines Europäers. Frankfurt/M.: Fischer, 1978. S. 374, ISBN 3-10-097030-6. Kapitel: „Die Agonie des Friedens“ gutenberg.spiegel.de
Nichts hat das deutsche Volk - dies muß immer wieder ins Gedächtnis gerufen werden - so erbittert, so haßwütig, so hitlerreif gemacht wie die Inflation
Quelle
Die Welt von Gestern: Erinnerungen eines Europäers. Frankfurt/M.: Fischer, 1978. S. 361, ISBN 3-10-097030-6. Kapitel „Wieder in der Welt“ gutenberg.spiegel.deStefan Zweig wurde in Wien, Österreich, geboren.
Der Wiener Antiquar Heinrich Hinterberger beauftragte den Leipziger Antiquar Adolf Weigel mit dem Verkauf Stefan Zweigs Sammlung von Mozart-Manuskripten. Weigel annoncierte dies in seinem Antiquariatskatalog 1936. Der Name des als Jude im Deutschen Reich verfolgten Zweig wurde dabei nicht genannt.
Das Mahnmal zur Bücherverbrennung auf dem Bonner Markt; In das Pflaster des Bonner Marktes sind insgesamt 60 sichtbare Buchrücken, sogenannte „Lesezeichen“, verteilt, die sich an der Rathaustreppe, dem Ort, an dem die Bücher am 10. Mai 1933 verbrannt wurden, verdichten. Zusätzlich wurde ein wetterfester Archiv-Behälter in Form einer Büchertruhe in den Platz eingelassen. Seine Inschrift benennt das Ereignis und weitere Autoren von verbrannten Büchern.
Cropped image of page 31 of the 1 January 1922 issue of the Neuen Freien Presse that shows the opening paragraphs of Der Brief einer Unbekannten (Letter from an Unknown Woman) by Stefan Zweig, the work's first publication.
Stefan Zweigen 'Gizadiaren oren gorenak' liburua Austriako 'Wiener Zeitung' egunkariaren gainean. Egunkariko azalean Zweigi buruzko erakusketa bat iragartzen da eta Ukrainako arazoa ere agertzen da
Matthias Laurenz Gräff, "Die Entdeckung des Pazifik. Vasco Núñez de Balboa, Panama - 25. 9. 1513, 11 Uhr" (Nach dem Werk von Stefan Zweig: Sternstunden der Menschheit. Flucht in die Unsterblichkeit), Öl auf Jute, 120x230cm, 2009/2010
LIEBER HERR ROSENKRANZ ...
Missive that Stefan Zweig sent to Hans Rosenkranz between 1921 and 1933: the correspondence between the famous Austrian author and the young aspiring writer from Königsberg. He talked about it at the Palazzo della Ragione with Giulio Busi, Silvana Greco and Francesco Ferrari.
Clifton & Co.
Mumbai Bombay
c. 1903
Collotype
Divided back
13.80x8.90cm
Who knows what motivated the Austrian writer Stefan Zweig to send this postcard to Miss Hirschfeld in Vienna from Bombay on December 30, 1908? The 27-year old Zweig, a budding novelist whose popularity after World War I was unparalleled among German writers, mailed it to Miss Hirschfeld just after having heard that she was to be engaged: [Recto] “Most honored Miss. I greet you many times still as a Miss – with your understanding I hope.” [Verso] “I wish you luck for Hannover over everything else. For myself, I can wish for nothing more than India – it is incredibly wonderful and terrific.” Handwritten on the front of another card, unsent: “This is the celebrated Tower of Silence where the Parsees put their dead + the vultures eat all the flesh off them You can see them waiting around the walls for their dinner I saw about 200 of these birds feeding on a dead body in the Hooghley just recently.” Many versions of this postcard were published by different publishers and mailed as late as 1952 from Mumbai.
Source: Stefan Zweig, Ansichtskarten Aus Indien [Postcards from India], Herausgegeben von Erich Fitzbauer, p. 4-5, at the New York Public Library, New York. Translated from German.
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