Otto Lilienthal war ein deutscher Luftfahrtpionier, der am 23. Mai 1848 geboren wurde und am 10. August 1896 verstarb. Er gilt als der erste Mensch, dem es gelang, wiederholbar Gleitflüge mit einem Flugapparat durchzuführen und so das Flugprinzip "schwerer als Luft" anzuwenden. Lilienthal wuchs mit sieben Geschwistern auf, von denen allerdings fünf früh starben. Sein Vater, ein Kaufmann mit mathematischem Talent, und seine musikalische Mutter legten Wert auf eine gute Ausbildung ihrer Kinder. Nach dem frühen Tod des Vaters besuchte Lilienthal mit seinem Bruder Gustav das Gymnasium und experimentierte bereits in dieser Zeit mit Flugversuchen und dem Studium des Vogelflugs. Die Brüder blieben zeitlebens durch gemeinsame Projekte verbunden. Nach einem Praktikum in einer Berliner Maschinenfabrik studierte Lilienthal an der Gewerbeakademie Berlin. Dort beschäftigte er sich weiterhin intensiv mit Flugtechnik. Nach dem Studium schlug er eine angebotene Assistentenstelle aus und nahm stattdessen am Deutsch-Französischen Krieg teil. Später heiratete Lilienthal Agnes Fischer und gründete eine Familie mit vier Kindern. Er entwickelte mit seinem Bruder ein Baukastensystem, das später als Anker-Steinbaukasten bekannt wurde. Der Durchbruch gelang ihm mit der Entwicklung eines Schlangenrohrkessels, der zur Gründung einer eigenen Fabrik führte. Ab 1891 führte Lilienthal systematische Flugversuche durch, nachdem er bereits seit 1874 theoretische Vorarbeiten geleistet hatte. Er veröffentlichte 1889 sein Buch "Der Vogelflug als Grundlage der Fliegekunst", das als bedeutende flugtechnische Veröffentlichung gilt. Lilienthal baute mindestens 21 Flugapparate, darunter auch Flügelschlagapparate. Sein Normalsegelapparat ging 1894 in Serienproduktion, womit seine Fabrik zur ersten Flugzeugfabrik der Welt wurde. Lilienthal stürzte am 9. August 1896 bei einem Flugversuch ab und erlag seinen Verletzungen einen Tag später in Berlin.
Otto Lilienthal wurde in Anklam, Deutschland, geboren.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Das erste Gleitflugzeug Otto Lilienthals, des ersten deutschen Luft-Pioniers, wurde in den Gatower Bergen b/Berlin vorgeführt. Den Vorführungen wohnten hunderte von Menschen bei. Gustav Lilienthal (x), der Bruder des deutschen Luft-Pioniers, unter dem ersten Gleitflugzeug während der Vorführung in den Gatower Bergen b/Berlin.
Bildnachweis
Bildquelle: DerwitzSpitzerBerg.jpg Autor: Wikipedia / OpenStreetMap und Mitwirkende Lizenz: gemeinfrei
„Spitzer Berg“ bei Derwitz. Der Berg wurde von 1904 bis 1906 abgetragen.Die Überlagerung des OpenStreetMap Kartenausschnitts Krielow, Derwitz (Stand 2023) mit einem Kartenzitats der Karte Gr. Kreutz, Sheet 3542, Army Map Service 1945 rekonstruiert die Lage des „Spitzen Bergs“ und die Abbruchkante einer Sandgrube an seinem Nordwesthang.Otto Lilienthal nutzte 1891 für seine Gleitflüge mit dem Derwitzer Apparat die Abbruchkante einer Sandgrube am Nordwesthang des „Spitzen Bergs“ bei Derwitz als Flugplatz „F“. In einer Scheune auf dem Hof „H“ des Müllers Hermann Schwach, der eine Windmühle „W“ betrieb, stellte er den Gleiter unter. Quelle:
Dachner, Hans-Georg (23 August 2015) "Otto Lilienthals erste Flugversuche in Derwitz/Krielow" in Heimatkundliche Blätter, Heft 41, Juli/August, Brandenburg an der Havel: Publikation des Arbeitskreises Stadtgeschichte im Brandenburgischen Kulturbund e. V., pp. 10−20
Sujet : Lilienthal, Otto (1848-1896) -- Monuments
Référence bibliographique : Mondial, 3338
Appartient à l’ensemble documentaire : Pho20MPP
Image de presse
Couverture : .. août 1932
Langue : français
Éditeur : diff. par l'Agence Mondial (Paris)
Der Fliegeberg, den Otto Lilienthal 1894 auf dem Gelände einer Ziegelei in Lichterfelde aus ihrem Abraum aufschütten ließ und für seine Gleitflüge nutzte, ist als Lilienthal-Denkmal erhalten geblieben.
Otto Lilienthal am Fliegeberg 14.09.1894, Fotograf Ottomar Anschütz (Bildausschnitt durch National Air and Space Museum Archives, Smithsonian Institution)
Appareil normal d'Otto Lilienthal, avec extensions de dérive.
Une partie de l'extension de dérive a été soulignée pour améliorer la lecture de l'image.
On observe mieux cette extension sur cette reconstitution :
Otto Lilienthal by George Snow Hill is one of seven oil-on-canvas murals called "The Art of Flight" created in 1939 under the Federal Arts Project of the Works Progress Administration for Peter O. Knight Airport in Tampa, Florida. There the murals were displayed by adhering them directly to the concrete walls. When the airport was demolished in 1965, the murals were put into storage. The mildewed and moldy murals were restored by James Swope Fine Arts Restoration, and are now displayed at Tampa International Airport, Airside E – which was built with the display of the murals in mind – along with an informational display. (Source: Informational display at TPA, Airside E.)
SI Neg. 2002-15561. Date: na.
Left side view of Otto Lilienthal in flight in his 1894 glider; a small group of spectators watches from below, at base of hill.
Credit: Unknown (Smithsonian Institution)
SI Neg. 2003-30821. Date: na...Three-quarter left rear view from below of Otto Lilienthal in flight in his 1895 Biplane Glider...Credit: Unknown (Smithsonian Institution)
SI Neg. 2003-30820. Date: na...Three-quarter right front view, from below and behind of Otto Lilienthal passing overhead in glider; probably one of the mid-1890s models...Credit: Unknown (Smithsonian Institution)
Start of Otto Lilienthal with his Maihöhe Rhinow apparatus at the Maihöhe, his training area in Berlin-Steglitz (Photographer Ottomar Anschütz)
Bildnachweis
Bildquelle: Steglitz_Maihoehe.jpg Autor: Wikipedia / OpenStreetMap und Mitwirkende Lizenz: gemeinfrei
Der Flugplatz mit Fliegestation, den Otto Lilienthal 1893 einrichtete, befand sich auf der Maihöhe in Steglitz. Die Überlagerung des OpenStreetMap Kartenausschnitts Berlin Steglitz (Stand 2023) mit einem Kartenzitat der Karte Pharus-Historischer-Stadtplan-Berlin ca. 1900 rekonstruiert die Lage der „Maihöhe“. Mit "F" ist der mögliche Standort der Fliegestation auf der Maihöhe markiert.
Der Flugplatz Otto Lilienthals, den er 1892 nutze, war eine Steglitzer Sandgrube, die sich dort befand, wo heute der Munsterdamm mit dem Parkplatz des Sommerbads liegt. Die Überlagerung des OpenStreetMap Kartenausschnitts Berlin Steglitz (Stand 2023) mit einem Kartenzitat aus dem Messtischblatt Sheet 3546, Berlin (Süd), 1935 rekonstruiert die Lage der Steglitzer Sandgrube. Mit "F" ist die östliche Stechwand als Flugplatz markiert, da nur die Flugrichtung nach Westen für Lilienthal nutzbar war.Quelle:
Schwipps, Werner (1979). Otto Lilienthal - Ein Leben für die Fliegerei. Lilienthal. Arani-Verlag. Retrieved on 2023-05-03.Quelle: Topographische Karte 1:25.000 (3546) Berlin (Süd), 1935, Messtischblatt Sheet 3546, Army Map Service 1945
Bildnachweis
Bildquelle: Tumarkin_002_029.jpg Autor: Wikipedia / יגאל תומרקין Lizenz: gemeinfrei
A flight of Otto Lilienthal on his artificial hill, artist's impression. After the original photograph opposite. Original photograph
For another interpretation based on original photos, see Johannes Hogebrink, « Otto Lilienthal’s First Film », Vimeo, 2016.
Luftfahrtpioniere im Verkehrsmuseum Dresden
Wilhelmine Reichard, Ballonpionierin
Ferdinand von Zeppelin, Luftschiffbauer
Otto Lilienthal, Gleitflugpionier
Hans Grade, Flugzeugskonstrukteur
Hugo Junkers, Luftfahringenieur und Unternehmen
Uwe Stohdeicher, Flugkapitän, stellvertretend für alle heutigen Piloten
Luftfahrtpioniere im Verkehrsmuseum Dresden
Wilhelmine Reichard, Ballonpionierin
Ferdinand von Zeppelin, Luftschiffbauer
Otto Lilienthal, Gleitflugpionier
Hans Grade, Flugzeugskonstrukteur
Hugo Junkers, Luftfahringenieur und Unternehmen
Uwe Stohdeicher, Flugkapitän, stellvertretend für alle heutigen Piloten