Pierre Eyquem de Montaigne, Antoinette Lopez de Villanova
Zeitraum
Partner
1565 – 1592
Françoise de La Chassaigne Ehefrau
Michel de Montaigne war Vater eines Kindes namens Léonor de Montaigne (* 1571).
Michel de Montaigne war ein französischer Jurist, Skeptiker und Philosoph, Humanist und Begründer der Essayistik, der am 28. Februar 1533 auf Schloss Montaigne im Périgord geboren wurde und am 13. September 1592 ebenda verstarb. Er entstammte einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie aus Bordeaux, die sich in den Adel hochgearbeitet hatte. Sein Vater, Pierre Eyquem, ein überzeugter Humanist, sorgte für eine außergewöhnliche Erziehung, bei der Michel als Kind nur Latein sprach und diese Sprache fast zu seiner Muttersprache wurde. Nach seiner Schulzeit und einem Jurastudium in Bordeaux und möglicherweise Paris, begann Montaigne 1554 seine Laufbahn als Gerichtsrat in Périgueux, später am Parlement von Bordeaux. Dort schloss er eine tiefe Freundschaft mit seinem Kollegen Étienne de La Boétie, dessen frühen Tod er zutiefst betrauerte. In dieser Zeit heiratete er Françoise de La Chassaigne, mit der er eine Tochter hatte, die das Erwachsenenalter erreichte. 1571 zog sich Montaigne, nach dem Tod seines Vaters und dem Antritt seines Erbes als Schlossherr, aus dem Richteramt auf sein Anwesen zurück. Dort begann er, in seiner umfangreichen Bibliothek, die "Essais" zu verfassen, eine neue literarische Form, in der er seine Gedanken über das menschliche Wesen, den Tod und die Probleme der Existenz festhielt. Er sah seine Schriften als "Versuche", die er zeitlebens überarbeitete und erweiterte. Trotz seines Rückzugs ins Private engagierte sich Montaigne auch politisch, vermittelte in den Hugenottenkriegen zwischen Katholiken und Protestanten und diente sowohl König Heinrich III. als auch Heinrich von Navarra als Kammerherr. Während einer Italienreise im Jahr 1580, die er auch zur Linderung seiner Nierenkoliken unternahm, wurde er zum Bürgermeister von Bordeaux gewählt, ein Amt, das er für zwei Amtszeiten innehatte. In seinen letzten Lebensjahren setzte Montaigne die Arbeit an den "Essais" fort und veröffentlichte 1588 eine erweiterte Ausgabe. Er starb 1592 plötzlich während einer Messe in der Schlosskapelle an einem Schlaganfall. Sein Werk, das die menschliche Wahrnehmung und den Skeptizismus thematisiert, wurde posthum 1595 in einer Gesamtausgabe veröffentlicht.
Zitate von Michel de Montaigne
Am jetzigen Verfall hat jeder von uns seinen eigenen Anteil.
Quelle
Essais
Anmaßung ist unsere eigentliche angeborene Krankheit.
Quelle
Essais
Die Philosophie ist, und zwar auch bei gescheiten Leuten, nur ein leeres Wort, das keine Beziehung zur Wirklichkeit hat.
Quelle
Essais
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Die gesund sind, muss man ihm versüßen, und die, welche ihm schädlich sind, vergällen.
Quelle
Essais
Die tödliche Krankheit des Menschen ist seine Meinung, er wisse.
Quelle
in: Apologie de Raimond Sebond. Zitat gefunden bei Ernst v. Glasersfeld in "Einführung in den Konstruktivismus", München 2003 (Serie Piper 1165), S.9.
Es gibt noch eine andere Art von Ruhmsucht. Sie besteht darin, dass wir unseren überschätzen.
Quelle
Essais
Es liegt etwas Knechtisches in Zwang und Strenge.
Quelle
Essais
Jedes Ding hat hundert Glieder und hundert Gesichter.
Quelle
Essais
Man muss der Unehrlichkeit oder Unvorsichtigkeit seines Bedienten immer ein wenig Spielraum lassen.
Quelle
Essaisʼʼ, III, 9
Man muss die Krankheiten gewähren lassen.
Quelle
Essais
Philosophieren heißt sterben lernen.
Quelle
Essaisʼʼ, I, 20, Frankfurt am Main 2011, S. 45.
Was nützen mir die malen soll?
Quelle
Essais
Wenn die Leute mir vorwerfen, dass ich zu viel von mir spreche, so werfe ich ihnen vor, dass sie überhaupt nicht mehr über sich selber nachdenken.
Quelle
Essais
Wenn ich mit meiner Katze spiele, wer weiß, ob sie sich nicht noch mehr mit mir die Zeit vertreibt als ich mir mit ihr?
Quelle
Essais II 12; in der Übersetzung von Herbert Lüthy, Zürich 1953 u.ö., S. 433
Wenn man in mich dringt, zu sagen, warum ich ihn liebte, so fühle ich, dass sich dies nicht aussprechen lässt, ich antworte denn: Weil er er war; weil ich ich war.
Quelle
über seinen engsten, früh verstorbenen Freund Étienne de la Boëtie, Essais I 28; in der Übersetzung von Herbert Lüthy, Zürich 1953 u.ö., S. 225
Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer.
Quelle
Essais III, 5
Wer nicht wartet, bis er Durst hat, der hat keine rechte Freude an einem guten Trunk.
Quelle
Essais
Wir treiben die Sache, von der wir besessen sind und getrieben werden, niemals gut vorwärts.
Quelle
Essais
Wir trachten nach anderen Lebensformen, weil wir die unsere nicht zu nutzen verstehen. Wir wollen über uns hinaus, weil wir nicht erkennen, was in uns ist. Doch wir mögen auf noch so hohe Stelzen steigen - auch auf ihnen müssen wir mit unseren Beinen gehen. Und auf dem höchsten Thron der Welt sitzen wir nur auf unserem Arsch.
Quelle
EssaisMichel de Montaigne wurde in Saint-Michel-de-Montaigne, Frankreich, geboren.
Bilder zum Thema Michel de Montaigne
Bildnachweis
Bildquelle: ArmoiriesMichelDeMontaigne.svg Autor: 1ecu1heaume2lambrequins.svg: *Heaume_barras.svg: *1581heaumeLambrequinsBARA.PNG: Hierome de BARAderivative work: Rinaldum (talk)derivative work: Rinaldum (talk)1581heaumeLambrequinsBARA.PNG: Hierome de BARAderivative work: Rinaldum (talk), via Wikimedia Commons Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0
Essai de restitution des armoiries de Michel Eyquem, seigneur de Montaigne (+1592).Dans ses «Essais» livre I, chapitre 46, il décrit ses armes : «d'azur semé de trèfles d'or, à une patte de lyon de mesme, armée de gueules, mise en fasce»
This is a fascinating 1852 map of the French department of Dordogne, France. This area is best known for its production of Monbazillac, a sweet white wine, and Cabécou, a soft goat cheese. The whole is surrounded by elaborate decorative engravings designed to illustrate both the natural beauty and trade richness of the land. There is a short textual history of the regions depicted on both the left and right sides of the map. Published by V. Levasseur in the 1852 edition of his Atlas National de la France Illustree.
Adres wydawniczy: München : G. Müller, 1922Współtwórcy: Rutra, Arthur Ernst (1892-1942). Tł.Opis fizyczny: [6], 437, [3] s., [33] k. tabl. : il. ; 25 cm
Leiden University Library interiors, Witte Singel 27, 2311 BG Leiden, the Netherlands, January 2025. Text on a glass door: "CHAPITRE X[III.] / Il n'est desir plus / naturel que le desir de / cognoissance. Nous essayons tous les [moyens qui nous y peuvent mener.] / Quand la raison nous fa[ut, nous y employons l’experience,] / Per varios usus artem exper[ientia fecit :] / Exemplo monstrante viam[.] Michel de Montaigne 1533-1592"
This is a fascinating 1852 map of the French department of Gironde. This coastal department is the seat of the Bordeaux wine region and produces many of the world's finest reds. Shows numerous vineyards and chateaux. The whole is surrounded by elaborate decorative engravings designed to illustrate both the natural beauty and trade richness of the land. There is a short textual history of the regions depicted on both the left and right sides of the map. Published by V. Levasseur in the 1852 edition of his Atlas National de la France Illustree.
Quotation of Montaigne on the "presidence" building of Rennes 2 University in Rennes France. This motto has no official recognition from the University, but is nevertheless quoted by it.