Karl Liebknecht war Vater von 3 Kindern, darunter Robert Liebknecht (* 1903), Wilhelm Liebknecht (* 1901).
Karl Liebknecht war ein Sozialist und Antimilitarist, der am 13. August 1871 in Leipzig geboren wurde und am 15. Januar 1919 in Berlin verstarb. Er entstammte einer politisch aktiven Familie, sein Vater war einer der Gründer der SPD. Karl wurde evangelisch getauft, Karl Marx und Friedrich Engels übernahmen die Patenschaft. Seine Jugend verbrachte er teilweise in Borsdorf, wohin die Familie aufgrund der Sozialistengesetze umziehen musste. Nach dem Abitur in Leipzig studierte Liebknecht Rechtswissenschaften in Leipzig und Berlin. Er leistete seinen Wehrdienst ab und promovierte mit Auszeichnung. 1899 eröffnete er mit seinem Bruder Theodor eine Anwaltskanzlei in Berlin. Im selben Jahr heiratete er Julia Paradies, mit der er drei Kinder hatte. Als Anwalt erlangte er Bekanntheit durch die Verteidigung von Sozialdemokraten und die Anprangerung der Klassenjustiz. Liebknecht trat 1900 der SPD bei und wurde Stadtverordneter in Berlin. Er engagierte sich in der Zweiten Internationale und war Mitbegründer der Sozialistischen Jugendinternationale. Seine Schrift "Militarismus und Antimilitarismus" führte zu einer Verurteilung wegen Hochverrats. Trotz seiner Haft wurde er ins Preußische Abgeordnetenhaus gewählt. Nach dem Tod seiner ersten Frau heiratete Liebknecht 1912 Sophie Ryss. Im selben Jahr zog er in den Reichstag ein, wo er sich gegen die Rüstungspolitik aussprach. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs reiste Liebknecht durch Europa und traf sich mit anderen Sozialisten. Obwohl er zunächst der Fraktionsdisziplin folgte und für die Kriegskredite stimmte, änderte er seine Haltung bald und wurde zu einem entschiedenen Kriegsgegner. Er gründete die Gruppe Internationale, aus der später der Spartakusbund hervorging. Liebknecht wurde aus der SPD ausgeschlossen und wegen Hochverrats zu Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Freilassung im Oktober 1918 rief er am 9. November die "freie sozialistische Republik Deutschland" aus. Er war Mitbegründer der KPD und beteiligte sich am Spartakusaufstand. Nach dessen Niederschlagung wurde Liebknecht zusammen mit Rosa Luxemburg ermordet.
Arbeiter und Soldaten! Nun ist eure Stunde gekommen. Nun seid ihr nach langem Dulden und stillen Tagen zur Tat geschritten. Es ist nicht zuviel gesagt: In diesen Stunden blickt die Welt auf euch und haltet ihr das Schicksal der Welt in euren Händen.
Quelle
"Die nächsten Ziele eures Kampfes", ein Flugblatt der Gruppe "Internationale" (Spartukusgruppe) vom 8./9. November 1918. marxists.org
Das Verbrechen als soziale Erscheinung kann nicht isoliert, sondern nur im sozialen Gesamtzusammenhang aus dem es - als der Eiter aus einer schwärenden Wunde der Gesellschaftskonstitution - geflossen ist und dauernd fließt und nur mit sozialen Mitteln bekämpft werden - durch Beseitigung seiner Ursachen, Verstopfung seiner Quellen, durch Bekämpfung des Elends in allen Gestalten, der Unwissenheit der Verwahrlosung, durch Vermehrung der Selständigkeit, der freien Energie und des offenen Selbstgefühls.
Quelle
Gegen die Freiheitsstrafe, 1918. In: Briefe aus dem Felde, aus der Untersuchungshaft und aus dem Zuchthaus, Verlag der Wochenschrift "Die Aktion", Berlin-Wilmersdorf 1920, S. 131,
Der Hauptfeind des deutschen Volkes steht in Deutschland: der deutsche Imperialismus, die deutsche Kriegspartei, die deutsche Geheimdiplomatie.
Quelle
"Der Hauptfeind steht im eigenen Land!", Flugblatt im Mai 1915 - marxists.org
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Der Militarismus ist aber nicht nur Wehr und Waffen gegen den äußeren Feind, seiner harrt eine zweite Aufgabe (Auch die Aufgabe, die bestehende innere Ordnung zu verbarrikadieren, fällt dem Militarismus nicht nur in der kapitalistischen, sondern in allen Klassengesellschaftsordnungen zu), die mit der schärferen Zuspitzung der Klassengegensätze und mit dem Anwachsen des proletarischen Klassenbewußtseins immer näher in den Vordergrund rückt, die äußere Form des Militarismus und seinen inneren Charakter mehr und mehr bestimmend: die Aufgabe des Schutzes der herrschenden Gesellschaftsordnung, einer Stütze des Kapitalismus und aller Reaktion gegenüber dem Befreiungskampf der Arbeiterklasse.
Quelle
Militarismus und Antimilitarismus, Leipzig 1907, S. 15,
Die proletarische Jugend muß von Klassenbewußtsein und von Haß gegen den Militarismus systematisch durchglüht werden. Der jugendliche Enthusiasmus wird die Herzen der jungen Proletarier einer solchen Agitation begeistert entgegenschlagen lassen. Die proletarische Jugend gehört der Sozialdemokratie, dem sozialdemokratischen Anti-Militarismus. Sie wird und muß, wenn alles seine Schuldigkeit tut, gewonnen werden. ʼʼWer die Jugend hat, der hat die Armee.ʼʼ
Quelle
Militarismus und Antimilitarismus, Leipzig 1907, S. 126, letzte Sätze, Karl Liebknecht wurde in Leipzig, Deutschland, geboren.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin, Revolution, Beisetzung
Zentralbild
Die Beisetzung der Opfer des konterrevolutionären Putsches vom 6. Dezember 1918, der von dem sozialdemokratischen Stadtkommandaten Berlins, Otto Wels, dem Generalkommando des Gardekorps sowie Vertretern des Kriegsministeriums und des Auswärtigen Amtes vorbereitet worden war.
U.B.z.: die Massendemonstration des Berliner Proletariats anläßlich der Beisetzung am 21.12.1918. Karl Liebknecht bei seiner Rede rechts hinter ihm der Sozialdemokrat Otto Wels
Abgebildete Personen:
Liebknecht, Karl: Sozialist, Führer des Spartakusbundes, ermordet 1919, Deutschland (GND 11857275X)
Wels, Otto: Vorstandsmitglied der SPD, Reichstagsabgeordneter (MdR), Deutschland
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Liebknecht spricht, Berlin, Tiergarten
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. Berlin-Friedrichsfelde, Beerdigung der Revolutionsopfer
ADN-Zentralbild/Archiv
Die Revolutionsopfer vom Januar 1919 in Berlin
Am 25.1.1919 senkte man die 32 Särge der Revolutionsopfer vom Januar 1919 in Berlin, auf dem Friedhof Berlin-Friedrichsfelde in die Gruft. Die beiden mittleren Särge links, sind die von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg. Letzterer war noch leer, weil Rosa Luxemburg noch nicht aufgefunden war.
In der linken Hälfte des Bildes, den hellen Hut vor sich haltend, Rudolf Breitscheid.
Abgebildete Personen:
Breitscheid, Rudolf Dr.: MdR, SPD, Innenminister von Preußen, 1944 KZ Buchenwald, Deutschland (GND 11851492X)
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. ADN-ZB Oberst 4.7.87 Berlin: Jubiläum-Festumzug. Innerhalb des großen Festumzuges durch das Stadtzentrum anläßlich des 750jährigen Stadtjubiläums wurde die Szene dargestellt, in der Karl Liebknecht am 9. November 1918 vom Balkon des Schlosses die sozialistische deutsche Republik ausgerufen hatte.
For documentary purposes the German Federal Archive often retained the original image captions, which may be erroneous, biased, obsolete or politically extreme. ADN-ZB-Settnik-8.11.88-nx-Berlin: Gedenktafel. Zwei vom Berliner Bildhauer Gerhard Rommel gestaltete Bronzereliefs zum 70. Jahrestag der Novemberrevolution wurden an der Fassade des Berliner Marstalls enthüllt. Die linke Tafel an der Spreeseite zeigt Karl Marx und eine Kämpfergruppe.
Scope and content: Original Caption: Late spartacide leader addresses released British interns. Dr. Karl Liebknecht, the late Spartacide leader of Germany addressing an audience of British civilian prisoners in the Siegesalle, Berlin. These men previous to the signing of the Armistice were interned in the notorious camp at Ruhleben, near Berlin. The following week Dr. Liebknecht was killed by government troops.
Date Taken: 1/18/1919
Photographer: Underwood and Underwood
Scope and content: Original Caption: Eight members of new German cabinet. Eight members of the new Socialist cabinet of Germany who are ruling the country during its present chaotic state. (1) Legien, (2) Scheidemann, vice-Chancellor of the new government, (3) Dittmann, (4) Ledebour, (5) Ebert, Chancellor of Germany and President of the new government, (6) Landsburg, (7) Haase, (8) Dr. Liebknecht.
Photographer: Underwood and Underwood
Hinein in die Kommunistische Partei Deutschlands! [joint the German Communist Party]
whole: the image occupies the whole, with the title and text integrated and positioned in the upper third, in
black.
image: a half-length depiction in profile of Karl Liebknecht. He points to the right whilst addressing a large crowd of
workers.
text: Hinein in die K.P.D! (Spartakusbund)
Kommissionsdruck der K.P.D
[Join the K.P.D. [Kommunistische Partei Deutschlands - German Communist Party]! (Spartakus League). K.P.D Committee
Press.]
Bildnachweis
Bildquelle: Hochschule_für_Musik.JPG Autor: Wikipedia / Adam Carr at English Wikipedia Lizenz: gemeinfrei
Karl Liebknecht proclaims the German Free Socialist Republic, 9 November 1918 (Mural, Hochschule für Musik, Berlin: the relief is one of a series on socialist themes on this building surviving from the German Democratic Republic)
Karl Liebknecht: Politische Aufzeichnungen aus seinem Nachlass. Geschrieben in den Jahren 1917-1918. Unter Mitarbeit von Sophie Liebknecht herausgegeben, mit einem Vorwort und mit Anmerkungen versehen von Franz Pfemfert, Verlag der Wochenschrift DIE AKTION, Berlin-Wilmersdorf, 1921 (Politische Aktions-Bibliothek X)
Bildnachweis
Bildquelle: Karl_Liebknecht_001.jpg Autor: Wikipedia / AnonymousUnknown author Lizenz: gemeinfrei
Omschrijving: Karl Liebknecht [1871-1919] leidinggevende in de Sociaaldemocratische Partij Duitsland, wordt in 1916 in de Rijksdag in Berlijn onheus behandeld. Persoon links onbekend.
Inschrift am Haus Karl-Liebknecht-Straße 69 in Leipzig:
Hier wohnte
Karl Liebknecht
mit seiner Mutter
und seinen
Geschwistern
von 1881 bis 1890
als Wilhelm
Liebknecht
aus Leipzig aus-
gewiesen war
Bildnachweis
Bildquelle: KLiebknecht.jpg Autor: Wikipedia / Copyright G. G. Bain Lizenz: gemeinfrei
Gedenkblatt für Karl Liebknecht. 1920. Holzschnitt. Knesebeck 159 VI a (von VI c). Signiert und gewidmet. Eines von 9 Exemplaren dieses Zustands. Auf Kupferdruckpapier. 35,5 x 50 cm, Papier: 48 x 58 cm
Omschrijving: Socialist Karl Liebknecht spreekt in 1918 op de Sieger Allee in Berlijn, Duitsland, de leden van de door hem opgerichte Spartakusbond toe.
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