Käthe Kruse war Mutter eines Kindes namens Max Kruse(* 1921).
Käthe Kruse war eine Schauspielerin, die am 17. September 1883 in Dambrau geboren wurde und am 19. Juli 1968 verstarb. Zunächst war sie als Katharina Johanna Gertrud Simon bekannt, bevor sie sich als Puppenmacherin einen Namen machte. Nach ihrem Schulabschluss nahm sie Schauspielunterricht und erhielt ein Engagement am Berliner Lessingtheater. Sie trat auch in anderen Städten auf und gastierte in Warschau und Moskau. Im Jahr 1902 lernte sie Max Kruse kennen, mit dem sie eine Tochter bekam. Während ihrer zweiten Schwangerschaft zog sie mit ihrer Mutter und Tochter in die Toskana und später zur Lebensgemeinschaft Monte Verità in der Schweiz. Als ihre ältere Tochter sich 1904 eine Puppe wünschte, begann sie selbst Puppen zu basteln, da ihr die handelsüblichen Puppen nicht gefielen. 1905 entstand die erste Puppe. Später zog sie mit Max Kruse nach Berlin und heiratete ihn. Ihre Puppen wurden 1910 erstmals öffentlich ausgestellt und fanden großen Anklang. Kruse perfektionierte ihre Herstellung und fertigte Puppen nach dem Vorbild ihrer eigenen Kinder. Die Natürlichkeit ihrer Puppen machte Käthe Kruse berühmt. Sie ließ sich 1911 das Warenzeichen Käthe Kruse schützen. Internationale Ausstellungen brachten ihr Preise ein. Aufgrund von Aufträgen aus den USA benötigte sie eine eigene Werkstatt mit Angestellten. Die Familie zog 1912 nach Bad Kösen, wo die Puppen in Handarbeit gefertigt wurden. Ab 1916 produzierte Käthe Kruse auch Puppenstubenpuppen und kleine Soldatenpuppen. Sie gewann 1925 einen Prozess um das Urheberrecht an ihren Puppen. Ab 1928 wurde die "Puppe VIII" produziert, die erstmals Echthaar hatte. Kruse passte sich den politischen Verhältnissen an und stellte auch Soldatenpuppen her. Während des Krieges wurde es schwierig, Material für die Puppenherstellung zu bekommen. Im Zweiten Weltkrieg starben zwei ihrer Söhne und ihr Mann. Nach dem Krieg verließ Kruse die DDR und ihr Unternehmen wurde verstaatlicht. Ihre Söhne gründeten Werkstätten in Westdeutschland. Die von Käthe Kruse entworfenen Modelle wurden weiterhin per Hand hergestellt. Ihre letzten Jahre verbrachte sie in München, bevor sie in Murnau verstarb. Käthe Kruse war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.
Cernit-dukke designet og modellert av den norske dukkekunstneren Sissel Bjørstad Skille. Dukken vant Käthe Kruse-prisen på Global Doll Society Convention i København 2001
Friedhof an der katholischen Filialkirche St. Michael in Zell (Schäftlarn) (Schäftlarn) im Landkreis München (Bayern, Deutschland), Grab von Käthe Kruse