Jean Cocteau war ein französischer Schriftsteller, Filmregisseur und Maler, der am 5. Juli 1889 geboren wurde und am 11. Oktober 1963 verstarb. Er wuchs in der Nähe von Paris auf, mit einer älteren Schwester und einem älteren Bruder. Ein einschneidendes Erlebnis in seiner Kindheit war der Selbstmord seines Vaters, als er zehn Jahre alt war. Seine Mutter förderte seine dichterische Begabung durch ausgedehnte Reisen mit ihm. Schon in jungen Jahren zeigte Cocteau großes Talent und veröffentlichte mit 17 Jahren erste Gedichte. Seine Gedichtbände "La Lampe d’Aladin" und "Le Prince frivole" erschienen 1909 und machten ihn schnell bekannt. Wertvolle Inspiration fand er in literarischen Freundschaften mit Persönlichkeiten wie Edmond Rostand und Marcel Proust. Er experimentierte auch mit Ballett und lernte Igor Strawinsky kennen. Seinen ersten Roman, "Potomac", schrieb er 1913. Im Ersten Weltkrieg meldete sich Cocteau freiwillig, wurde aber als frontuntauglich eingestuft. Stattdessen organisierte er Verwundetentransporte mit privaten Fahrzeugen, geriet jedoch in Schwierigkeiten und wurde kurzzeitig verhaftet. Nach seiner Freilassung schrieb er das Libretto für das kubistische Ballett "Parade" im Jahr 1917, mit Bühnenbildern von Pablo Picasso und Musik von Erik Satie. Cocteau schrieb auch bedeutende Theaterstücke wie "Orphée" und "La Machine infernale". Er war ein vielseitiger Künstler, der sich in Lyrik, Romanen und Drehbüchern auszeichnete und auch als Maler und Zeichner erfolgreich war. In den 1930er Jahren wagte sich Cocteau an seinen ersten Spielfilm, "Le Sang d’un poète", der zunächst auf Ablehnung stieß, aber später als bahnbrechend anerkannt wurde. Er arbeitete auch mit dem Schauspieler Jean Marais zusammen, für den er zahlreiche Rollen schrieb. Seine Freundschaft mit dem deutschen Bildhauer Arno Breker, der im Nationalsozialismus eine führende Rolle spielte, sorgte für Kontroversen, insbesondere während der deutschen Besatzung Frankreichs. Cocteau geriet in Konflikt mit französischen Freunden, die eine Kollaboration mit Deutschland kritisch sahen. Nach dem Krieg setzte Cocteau seine künstlerische Arbeit fort und schuf unter anderem monumentale Wandgemälde. Er wurde 1954 Mitglied der Akademie der Künste und 1955 in die Académie Française aufgenommen, was seine Bedeutung als kulturelle Autorität endgültig festigte. Er wurde 1957 als auswärtiges Ehrenmitglied in die American Academy of Arts and Letters gewählt. Jean Cocteau starb am 11. Oktober 1963 in seinem Landhaus, kurz nach einem Herzinfarkt und dem Tod seiner Freundin Édith Piaf.
Befasse dich, auch wo du tadelst, nur mit Erstrangigem.
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Hahn und Harlekin (1918) ; in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.286
Der Takt der Frechheit besteht darin, zu wissen, bis zu welchem Punkt man zu weit gehen kann.
Quelle
Hahn und Harlekin (1918); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.284
Die Schnelligkeit eines durchgegangenen Pferdes zählt nicht.
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Hahn und Harlekin (1918); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.285
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Die Spiegel täten gut daran, sich ein wenig zu besinnen, ehe sie die Bilder zurückwerfen.
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Versuche (1928/32); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.288
Ein absolut zerstreuter Mensch wäre ein Mensch, der etwa sagte: »Denk dir, was mir heute morgen begegnet ist...« und dann eine Maschine beschriebe, die es noch nicht gibt.
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Versuche (1928/32); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.288
Ein Künstler, der zurückweicht, verrät keine Sache. Er verrät ʼʼsich selbstʼʼ.
Quelle
Hahn und Harlekin (1918); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.285
Eine gerade Linie büßt ihre Geradheit nicht ein, weil sie die Richtung ändert.
Quelle
Versuche (1928/32); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.288
Sanft schließt man Toten die Augen; sanft muß man auch den Lebenden die Augen öffnen.
Quelle
Hahn und Harlekin (1918); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.287
Verachte den Menschen, der Beifall sucht, und verachte den Menschen, der ausgepfiffen werden will.
Quelle
Hahn und Harlekin (1918); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.285
Wenn du dir den Kopf kahl scherst, so laß keine Locke für den Sonntag übrig.
Quelle
Hahn und Harlekin (1918); in: Jean Cocteau; Band 2: Prosa; Volk und Welt, Berlin 1971. S.286Jean Cocteau wurde in Maisons-Laffitte, Frankreich, geboren.
Page of the original hand-written film scenario of "Beauty and the Beast" by Jean Cocteau, displayed at the Jean Cocteau House in Milly-la-Forêt, France
Auteur(s):
Service presse propagande de l'EM des TFEO, editeur
Imprimerie spéciale de Caravelle, imprimeur
Date de production:
24–11–1946
Datation en siècle:
1ère moitié du 20e siècle
Type(s) d'objet(s):
Manuscrits, imprimés, reliure, Vie militaire = Militaria
Dénomination(s):
Périodique
Matériaux et techniques:
Typographie = impression typographique, Papier, Encre
Lieu(x) d'exécution / réalisation:
Saigon ou Saïgon
Dimensions - Oeuvre: Hauteur : 32.1 cm Largeur : 24.7 cm
Description:
Document de forme rectangulaire, seize pages.
Marques, inscriptions, poinçons:
Inscription concernant le titre - "L'affirmation du Panaméricanisme" (en capitales, 1ère de couverture)
Description iconographique:
Dessins et photographies.
Mode d'acquisition:
Donation (acte notarié)
Nom du donateur, testateur, vendeur:
Fondation Maréchal Leclerc de Hauteclocque
Date d’acquisition:
1994
Institution:
Musée de la Libération de Paris - musée du Général Leclerc - musée Jean Moulin
Numéro d’inventaire:
2002.2123.49
IIIF Manifest:
https://apicollections.parismusees.paris.fr/iiif/600007946/manifest
Plaques apposées au n° 36 de la rue de Montpensier, Paris 1er, où vécut Jean Cocteau (1889-1963), de 1939 à 1963, ainsi qu'Emmanuel Berl (1892-1976) et son épouse Mireille Hartuch, dite Mireille (1906-1996), pendant 40 ans.
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