Hans Fallada war ein deutscher Schriftsteller, der am 21. Juli 1893 geboren wurde und am 5. Februar 1947 verstarb. Fallada, eigentlich Rudolf Ditzen, nutzte dieses Pseudonym erstmals 1920 mit seinem Roman "Der junge Goedeschal". In seinen Werken behandelte er oft gesellschaftskritische Themen, was besonders in seinem Roman "Bauern, Bonzen und Bomben" von 1931 deutlich wurde. Sein Stil zeichnete sich durch eine nüchterne, aber anschauliche Darstellung des Milieus und überzeugende Charakterzeichnungen aus. Fallada wurde als drittes Kind eines Richters geboren und wuchs in Berlin und später in Leipzig auf. Seine Schulzeit war von Problemen geprägt, besonders das schwierige Verhältnis zu seinem Vater belastete ihn. Er fühlte sich als Außenseiter und zog sich immer mehr zurück. 1911 unternahm er mit einem Freund einen Suizidversuch, bei dem sein Freund starb und er selbst schwer verletzt überlebte. Nach diesem traumatischen Ereignis verbrachte er einige Zeit in einer psychiatrischen Klinik. Nach einer landwirtschaftlichen Lehre arbeitete Fallada in verschiedenen Positionen, kämpfte aber gleichzeitig mit Alkohol- und Drogenproblemen, die ihn immer wieder in Entzugskliniken führten. Um seinen Konsum zu finanzieren, beging er Unterschlagungen und Betrug, was zu mehrjährigen Haftstrafen führte. 1928 lernte er Anna Issel kennen, die er 1929 heiratete. Sie diente ihm als Vorbild für die Figur des "Lämmchen" in seinem Roman "Kleiner Mann – was nun?". Der Roman "Kleiner Mann – was nun?" aus dem Jahr 1932 brachte Fallada den großen Durchbruch als Schriftsteller und wurde ein internationaler Erfolg. Trotz des Erfolgs wurde Fallada während der Zeit des Nationalsozialismus von den Machthabern unterschiedlich beurteilt. Um weiter veröffentlichen zu können, musste er sich anpassen und seine Werke teilweise den Forderungen der Behörden anpassen. Nach dem Krieg arbeitete Fallada in Berlin und schrieb weiter, kämpfte aber weiterhin mit seiner Sucht. Er starb 1947 an einer Überdosis Schlafmittel, die ihm versehentlich von seiner Frau verabreicht wurde.
Zitate von Hans Fallada
Denn so sind die Menschen: eine gemeinsame Furcht führt sie leichter zusammen als eine gemeinsame Liebe.
Quelle
Das Abenteuer des Werner Quabs, epubli 2018, S. 34, ISBN 9783746727042,
Sehnsucht ist besser als Erfüllung.
Quelle
Wer einmal aus dem Blechnapf frißt, in: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Der Trinker - In meinem fremden Land, Aufbau Verlag, Berlin 2018, S. 221, ISBN 9783841215338,
Von weitem sieht eine Ehe außerordentlich einfach aus: Zweie heiraten, bekommen Kinder.
Quelle
Kleiner Mann - was nun, Aufbau Verlag, Berlin 2016, S. 41, ISBN 9783841211026, Hans Fallada wurde in Greifswald, Deutschland, geboren.