Familie & Partner
| Wohnsitz | Hersbruck, Fürth |
| Zeitraum | Partner |
| ? – 1977 | Grete Schickedanz Ehefrau |
Gustav Schickedanz war ein deutscher Kaufmann und Unternehmer, der am 1. Januar 1895 in Fürth geboren wurde und am 27. März 1977 ebenda verstarb. Er kam als Sohn eines Werkmeisters und einer Haushaltsgehilfin in Fürth zur Welt. Nach dem Besuch der Volksschule und der Realschule absolvierte er eine Lehre bei der Firma J. W. Spear & Söhne.
Nach seiner Lehrzeit trat Schickedanz seinen Militärdienst an, der durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen wurde. Er wurde im Krieg verwundet und später in der Trainkaserne in Fürth stationiert. Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als Angestellter in einer Kurzwarenhandlung, bevor er sich mit finanzieller Unterstützung seiner Familie als Teilhaber einkaufte. Er heiratete Anna Babette Zehnder und gründete 1922 seinen eigenen Großhandel mit Kurzwaren.
Schickedanz entwickelte das Konzept der Sammelbestellung weiter und baute einen Kundenstamm auf, der vor allem aus Frauen in ländlichen Gebieten bestand. Er schickte Preislisten und ermöglichte die Bestellung per Post. 1927 gründete er das Versandhaus Quelle GmbH. Anfangs unterschieden sich die Großhandels- und Versandhauskataloge kaum, doch der Schwerpunkt verlagerte sich zunehmend auf den Versandhandel. Schickedanz erwarb Markenrechte und passte die Kalkulationserfordernisse an.
Ein schwerer Schicksalsschlag traf Schickedanz 1929, als seine Frau, sein Sohn und sein Vater bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Er selbst wurde schwer verletzt. Trotzdem nahm er kurz nach dem "Schwarzen Donnerstag" seine Arbeit wieder auf und kaufte 1932 ein Fabrikgebäude, um sein Warensortiment zu erweitern. Schickedanz trat 1932 der NSDAP bei und ließ sich 1933 notariell bestätigen, dass sein Unternehmen "rein christlich" sei. In den folgenden Jahren baute er sein Geschäfts- und Privateigentum durch den Aufkauf mehrerer Objekte aus jüdischem Eigentum aus. 1937 wurde das Unternehmen in Quelle L. Kießling & Co. GmbH umfirmiert. Im Zweiten Weltkrieg wurden fast alle Gebäude des Unternehmens in Fürth zerstört. Nach Kriegsende erhielt Schickedanz Berufsverbot und wurde als Hilfsarbeiter zwangsverpflichtet. Seine Betriebe wurden unter Treuhänderschaft gestellt.
Im Spruchkammerverfahren wurde Schickedanz als "Mitläufer" eingestuft und sein Unternehmen wurde aus der Treuhandschaft freigegeben. Er eröffnete 1949 das erste Quelle-Kaufhaus und zahlte Rückerstattung für Güter, die er im Zusammenhang mit der "Arisierung" erworben hatte. In den 1950er Jahren wuchs das Unternehmen von Schickedanz weiter und er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. 1954 erschien der erste Quelle-Katalog. 1956 ging die automatisierte Versandanlage in Betrieb. Das Unternehmen wurde in Großversandhaus Quelle Gustav Schickedanz KG umbenannt. Gustav Schickedanz starb 1977 und hinterließ eine erfolgreiche Unternehmensgruppe.
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Fakten über Gustav Schickedanz
Wodurch ist Gustav Schickedanz bekannt?
Gustav Schickedanz war ein 🙋♂️ deutscher Unternehmer
Wie alt wurde Gustav Schickedanz?
Gustav Schickedanz erreichte ein Alter von ⌛ 82 Jahren.
Wann hat Gustav Schickedanz Geburtstag?
Gustav Schickedanz wurde an einem Dienstag am ⭐ 1. Januar 1895 geboren.
Wo wurde Gustav Schickedanz geboren?
Gustav Schickedanz wurde in 🚩 Fürth, Deutschland, geboren.
War Gustav Schickedanz verheiratet oder hatte er eine Partnerin?
Ja, Gustav Schickedanz war verheiratet. Als Ehepartner ist Grete Schickedanz bekannt.
In welchem Sternzeichen wurde Gustav Schickedanz geboren?
Gustav Schickedanz wurde im westlichen Sternzeichen Steinbock geboren.
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